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Hans-Peter Sander_Foto Ammersee Denkerhaus
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“Coworking auf dem Lande” – alternative Arbeitsform und Beitrag zur Daseinsvorsorge

Wer seinem Schreibtischjob nicht im Unternehmen nachgeht, erledigt ihn von zu Hause aus. Dass das funktioniert, haben wir in der Pandemie verstanden. Doch es gibt auch weitere Alternativen. Eine davon: Coworking-Gemeinschaften. Warum funktioniert diese Form im ländlichen Raum oder in kleineren Kommunen besonders gut?

Stefanie Schillmöller, Bild: Bart Honingh
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Bis dass der Tod uns scheidet? – Herausforderungen digitaler Unsterblichkeit

Wir können mittlerweile nach dem Tod weiterleben: in der Cloud. Die Grenzen, die zwischen dem Realen und dem Virtuellen, zwischen vergangener Erinnerung, aktueller Erfahrung und futuristischer Vision entstehen, verschwimmen zusehends. Wem gehören all die Daten, die wir hinterlassen? Wie werden wir in diesem modernen kollektiven Bewusstsein in Erinnerung bleiben? Brauchen wir ein digitales Testament? Und wie wirkt sich das auf den Trauerprozess der Hinterbliebenen aus?

PD Dr. Özkan Ezli ist Literatur- und Kulturwissenschaftler (Uni Münster) Foto: privat
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Diskriminierung sichtbar machen

Während es früher galt, Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund zu überwinden, wird heute in Anti-Rassismus-Workshops gelehrt, Diskriminierung auszuschließen. Für die Welt des Films ist das problematisch, findet der Literatur- und Kulturwissenschaftler Özkan Ezli. Für ihn liegt die eigentliche Herausforderung darin, negative Affekte, verletzende Aussagen und Handlungen, filmisch zu verhandeln und sich damit auseinanderzusetzen.

Klaus Mertens an der Evangelischen Akademie Tutzing im September 2020 (dgr/eat archiv)
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Reallabore der Transformation

Der Politikwissenschaftler Klaus Mertens arbeitet für den Betriebsrat eines großen deutschen Automobilzuliefererbetriebs. In diesem Beitrag beschreibt er, warum es hinsichtlich der sozial-ökologischen Transformation dringend mehr Plattformen für interdisziplinären Austausch bedarf. Die Transformation betreffe schließlich nicht nur betriebliche und volkswirtschaftliche Entscheidungen, sondern habe auch weitreichende arbeits- und sozialpolitische sowie industriepolitische Dimensionen. Das habe die Pandemie deutlich gezeigt.

ECONOMY-BUSINESS-FOTOGRAFIE_helga-pelizaeus-hoffmeister
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Notwendigkeit und Chancen der Digitalisierung für ältere Menschen

Digitale Teilhabe ist zu einem unverzichtbaren Bestandteil unseres Lebens geworden. Doch nicht für alle ist das selbstverständlich. Besonders die “Digital Immigrants” – Menschen, die nicht mit digitalen Medien aufgewachsen sind – fühlen sich oft abgehängt. In ihrem Blogbeitrag schreibt Dr. Helga Pelizäus, Expertin für Alter(n) und Digitalisierung, warum der Zugang zur digitalen Welt für jede und jeden sichergestellt werden muss, ältere Menschen ihre Einstellung zur digitalen Technik kritisch überprüfen sollten – und was sie sich dabei von den “Silver Tekkies” abschauen können.

Lena Seelig, Jugendbotschafterin Evangelisch Akademie Tutzing (Foto: ma/eat archiv)
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Meine Verantwortung für unsere Welt

Die Fridays For Future-Bewegung gibt jungen Menschen Hoffnung – und Mut, sich ebenfalls für die Gesellschaft ins Zeug zu legen. Doch was bringt Jugendliche dazu, sich politisch zu engagieren? In diesem Blogbeitrag beschreibt Jugendbotschafterin Lena Seelig ihren „Erweckungsmoment“, ihre Motivation und Wege zu mehr Jugendengagement.

Fabian Scheidler (Foto: privat)
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Jenseits von Risiko und Resilienz: Gesellschaften und Biosphäre vor dem Kipppunkt

“Zuschauen ist keine Option”, meint Gastautor Fabian Scheidler. Der Berliner Publizist und Dramaturg ist Autor mehrerer Bücher, die sich mit den Wurzeln globaler Krisen beschäftigen. In diesem Text zeigt er Auswege aus der Gesellschafts- und Biosphärenkrise auf und erläutert, warum “destruktive Subventionen” abgeschafft werden müssen, weltweit alle entscheidenden Instanzen aufgefordert sind, gemeinsam zu agieren und warum es darüber hinaus neue rechtliche Rahmenbedingungen braucht.

Beate Hartmann, Evangelische Akademie Tutzing (ma/eat archiv)
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Respekt lernen in der Schule?

Der Begriff Respekt ist facettenreich, enthält unterschiedliche Konnotationen und Ambivalenzen. In der Alltagssprache wird er oft mit Gehorsam, Unterordnung oder Höflichkeit in Verbindung gebracht. Ganz anders klang das bei Aretha Franklin. Sie sang ein ganzes Lied über Respekt und wurde damit Ende der 1960er Jahre zu einer der Ikonen der afroamerikanischen Bürger:innenrechtsbewegung in den USA: “All I´m asking […] is for a little respect.” Damit weist sie exemplarisch auf einen zentralen Bedeutungsgehalt von Respekt hin, nämlich auf ein tief liegendes Verlangen und Bedürfnis nach Anerkennung und Rücksichtnahme – ein Verlangen, das universell, also allen Menschen eigen, ist und zu den menschlichen Grundbedürfnissen zählt.

Christian Hagelüken (Foto: Umicore)
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Metalle nachhaltiger nutzen

Deutschland ist nicht “Recyclingweltmeister”, sondern bestenfalls “Sammelweltmeister”. Das meint Christian Hagelüken, der in einem Unternehmen für Materialtechnologie- und Recycling tätig ist. Er plädiert dafür, Rohstoffe zielgerichtet zu gebrauchen statt zu verbrauchen. Um eine Kreislaufwirtschaft zu implementieren, die über das reine Recycling herausgeht, benötige man eine Überarbeitung der Abfallgesetzgebung.

Stefan Mueller_Doohm
Elmer Spaargare Groningen
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Totgesagte leben länger

Vor 70 Jahren sind Theodor Adornos “Minima Moralia” erschienen. Stefan Müller-Doohm, Adorno-Student und heute Leiter der Forschungsstelle Intellektuellensoziologie und Gründer der Adorno-Forschungsstelle an der Universität Oldenburg, schreibt in diesem Blogbeitrag, dass Adornos “tagebuchartig zusammengetragene Aphorismen” auch heute wichtige “Spannungsfelder von Paradoxien” bieten.