Montag 26. September 2016

Transformateure

Transformateure - Akteure der Großen Transformation

In Zeiten des Umbruchs brauchen wir eine „Große Transformation“: einen für politische, ökonomische, gesellschaftliche und ökologische Systeme verträglichen Übergang vom bisherigen nichtnachhaltigen, fossil geprägten Entwicklungspfad zu nachhaltigerem Leben und Wirtschaften.

Diese Transformation kommt nicht von selbst: Sie braucht Akteure, die mutig und zukunftsfroh das Leben in unserer Gesellschaft nachhaltig gestalten; beruhend auf der Einsicht in’s Unvermeidliche, aber auch auf der bewussten Entscheidung zu verantwortlichem Handeln. Dieser Aufbruch und die Wege, auf denen diese Große Transformation Gestalt annimmt, sind so vielfältig wie die Menschen, die sich auf den Weg machen. Umso mehr gilt es, sich zusammen zu tun, voneinander zu lernen, sich über die Richtung und das Tempo des Unterwegseins zu verständigen – und: sich gegenseitig zu ermutigen.

Diese Akteure arbeiten an den positiven Beispielen mit und tragen zu deren Verbreitung bei: von der Stadtumgestaltung in Richtung lebendiger Städte mit mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer über die Regionalversorgung aus ökologischem Landbau bis hin zu Regionen mit Selbstversorgung aus erneuerbaren Energien und zu Produkten mit besserer Reparaturfähigkeit, Mehrfachnutzung während der gesamten Lebensdauer etc.. Die Bandbreite ist groß und betrifft alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche. Es gibt eine verständliche Verlustangst vor dem Wegbrechen der alten Strukturen. Man kann die Perspektive jedoch auch umkehren: Ein Neubeginn eröffnet neue Chancen.

Es gilt, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern entschieden und durchgreifend abzubauen, den Energieverbrauch radikal zu senken. Und ebenso gilt es, die sozialen Belastungen der Umbrüche zu verringern, die Verteilungskonflikte zu entschärfen und den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken. Für die Große Transformation brauchen wir politische, wirtschaftliche und soziale Strukturen, die robust genug sind, um die Unsicherheiten und Überraschungen des Übergangs abzufedern.

Tutzinger Tagung: Das Programm zur Tagung „Den Umbruch wagen – Zivilgesellschaftliche Akteure der Großen Transformation“, die vom 28.-30. September 2012 stattfindet, finden Sie > hier.

Markt der Möglichkeiten: Initiativen sind herzlich eingeladen, sich bei der Tagung „Den Umbruch wagen – Zivilgesellschaftliche Akteure der Großen Transformation“ am Markt der Möglichkeiten vorzustellen und zu präsentieren. Initiativen aller Art: ob Transition Town Initiativen ebenso wie Energie-, Erzeuger-Verbraucherinnen- und Wohn-Genossenschaften, Regional-, Commons-, Eigenversorgungs- und Lebensstilinitiativen, Postwachstumsgruppen, urbane Gärten, Netzwerke, Ökodörfer oder religiöse Gemeinschaften. Die Ausschreibung zum „Markt der Möglichkeiten" finden Sie > hier.

Transformationskongress: Die Evangelische Kirche Deutschlands, der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Deutsche Naturschutzring veranstalten vom 8.-9. Juni 2012 in Berlin den „Transformationskongress. Nachhaltig handeln, Wirtschaft neu gestalten, Demokratie stärken“. Martin Held, Studienleiter der Evangelischen Akademie Tutzing, ist Referent im Workshop „Nach Peak Oil – Nachhaltige Mobilität für Alle“. Das Programm zum Transformationskongress finden Sie > hier.

Gesprächskreis „Transformateure – Akteure der Großen Transformation“: Dazu hat sich ein ungewöhnliches Bündnis von Personen aus Politik, Umweltverbänden, Gewerkschaften, Medien, Kirchen, Klima-, Energie- und Mobilitätsexperten gefunden. Der Gesprächskreis präsentierte sich am 8.Mai 2012 im Münchener Zukunftssalon erstmalig der Öffentlichkeit.

Koordinator ist Dr. Martin Held, Studienleiter der Evangelischen Akademie Tutzing für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung.

Weitere Mitglieder des Gesprächskreises sind: Prof. Dr. Gerhard Berz/München, Josef Göppel MdB/ Ansbach/Berlin, Dieter Janecek/München, Mattias Kiefer/München, Silvia Liebrich/München, Richard Mergner/Nürnberg, Klaus Mertens/Schweinfurth, Manfred Neun/Brüssel/Memmingen, Jörg Schindler/Neubiberg, PD Dr. Irmi Seidl/Zürich und Prof. Dr. Hubert Weiger/Berlin/Nürnberg. Ausführlichere Informationen finden Sie > hier.

Das Grundsatzpapier des Gesprächskreises „Die Große Transformation – Die Herausforderung der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Krisen annehmen“ finden Sie > hier.

Das „12-Punkte-Programm, um den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu senken“ finden Sie > hier.

Weitere, ausführlichere Informationen zum Gesprächskreis finden Sie > hier.

 

Bildergalerien:



Kammerkonzerte mit dem BR

In der kommenden Saison 2015/2016 werden im Musiksaal von Schloss Tutzing wieder die Solisten aus dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Kammermusik zu erleben sein. Die Konzerte finden jeweils sonntags um 18.00 Uhr statt.

Nähere Einzelheiten erfahren Sie hier



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Videos und Audios

Vorschau:

Den Nationalsozialismus ausstellen
7. - 9. Oktober 2016

Ein Gruselkabinett darf es nicht sein,  aber wissenschaftliche Erkenntnis allein macht auch noch keine Ausstellung. In den letzten Jahren haben sich Dokumentationszentren – jüngst in München! – etabliert. Wie wird die NS-Vergangenheit angemessen präsentiert?                
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Nachhaltigkeit - eine Vision - verschiedene Strategien
10. - 11. Oktober 2016

Lifestyle, Flüchtende, Ökonomie, Ernährung und Tourismus: Wir betrachten diese Themen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Von Schülerinnen für Schüler: Wir knobeln, verbinden und konstruieren neu.
11. Tutzinger Schülerakademie.
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Moral Agency in der Beziehung von Mensch, Tier und Maschine
12. - 13. Oktober 2016

Die Fähigkeit zur Moral blieb bisher dem Menschen vorbehalten. Doch wenn Tiere und Maschinen mit uns interagieren, wer ist dann verantwortlich? Müssen wir ihnen Moralfähigkeit einräumen? Oder haben nur Menschen Rechte und Pflichten? Es geht um Verantwortung in der Maschine-Mensch-Tier-Beziehung.  
 
 
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Neben den Kammerkonzerten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks finden in der Evangelischen Akademie Tutzing auch Konzerte der Tutzinger Brahmstage sowie der Musikfreunde Tutzing e.V. statt.