Freitag 28. April 2017

Kanzelreden

Die Kanzelreden wurden im Jahr 1997 von Akademiedirektor Dr. Friedemann Greiner und von Dr. Jürgen Kolbe, dem früheren Vorsitzenden des Freundeskreises der Akademie, aus der Taufe gehoben.

Kanzelreden sollen – im Gegensatz zur Predigt – Reden von Laien genannt werden, die von der Kanzel einer Kirche aus gehalten werden und sich so schon in Ort und Gestus von anderen Redeformen unterscheiden. Die besondere Ortschaft der Kirche zeigt den ethischen Umkreis und die theologische Dimension an, der sich der Kanzelredner verpflichtet oder zumindest nahe fühlt, so weit er sich auch von der formalen und inhaltlichen Bindung der Predigt entfernen mag.

DIE KANZELREDE ZEIGT: DIE KIRCHE ÖFFNET SICH DER WELT.

So wie die kirchlichen Akademien in Tagungen und Seminaren nicht zuletzt aus dem Spannungsbogen von Gott und Welt Funken schlagen, setzt die Kanzelrede einen kräftigen rhetorischen Einzelakzent. Dabei können ihr die deutliche Sprache und der Bekennermut der protestantischen Predigt-Tradition in besonderer Weise zugute kommen.

Die Kanzelrede unserer Zeit findet ihr Thema in jedem ernsthaft diskutablen Feld unseres gegenwärtigen geistigen, politischen, sozialen und kulturellen Lebens. Als mediales Ereignis heben sich Kanzelreden schon deshalb vom Üblichen ab, weil sie gegen die zunehmende Indifferenz der üblichen TV-Talk-Runden die engagierte Darstellung einer Persönlichkeit stellen, die für ihre Sache einsteht.

Zu den Kanzelrednerinnen und -rednern gehörten u.a.:

- Heribert Prantl
- Joachim Gauck
- Gesine Schwan
- Horst Seehofer
- Johano Strasser
- Charlotte Knobloch
- Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Bildergalerien:



Kammerkonzerte mit dem BR

In der kommenden Saison 2015/2016 werden im Musiksaal von Schloss Tutzing wieder die Solisten aus dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Kammermusik zu erleben sein. Die Konzerte finden jeweils sonntags um 18.00 Uhr statt.

Nähere Einzelheiten erfahren Sie hier



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Videos und Audios

Vorschau:

Zu Erde - zu Asche - zu Staub
28. - 30. April 2017

Gedenken und Erinnern müssen hörbar, sichtbar und fühlbar sein. Erlebnisse können audiovisuell gespeichert werden. Doch die Überreste der Verstorbenen brauchen einen sinnlichen Ort. Moderne Begräbnisformen, ungewohnte Riten anderer Kulturen und der Verzicht auf jegliche Bestattung verändern Friedhofswesen und Erinnerungskultur. Modernisierung oder Vernachlässigung, Entwicklung oder Verlust?
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Ökodorf - Weltflucht oder Zukunftslabor?
28. - 30. April 2017

Viele Menschen sehnen sich nach einem Leben in Gemeinschaft und in Harmonie mit der Natur. In Tutzing berichten langjährige Ökodorf-Bewohner über effizientes Entscheiden im Konsens, Freiheit und Verantwortung, Strohballenbau und Kompostklo. Sie diskutieren mit Berufspolitikern und politischen Aktivisten die Fragen: Ist das Leben im Ökodorf Weltflucht oder Zukunftslabor? Welche Erfahrungen können für die gesamte Gesellschaft genutzt werden? 

 

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Vermessen
5. - 7. Mai 2017

Tagung findet nicht statt!
 
Atlanten, Globen, Karten haben ausgedient, längst zeigen google earth & maps jedes noch so kleine Fleckchen Erde. Der Satellit zoomt bis zum Frühstückstisch des Nachbarn, der meist schon selbst vermessen ist.  Von Banken, Unternehmen, Ärzten fremdbestimmt, per App ganz eigennützig selbst getrackt und optimiert. Eine anthropometrische Tagung im digitalen Zeitalter.
 
 
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Neben den Kammerkonzerten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks finden in der Evangelischen Akademie Tutzing auch Konzerte der Tutzinger Brahmstage sowie der Musikfreunde Tutzing e.V. statt.