Montag 22. Dezember 2014

Kanzelreden

Die Kanzelreden wurden im Jahr 1997 von Akademiedirektor Dr. Friedemann Greiner und von Dr. Jürgen Kolbe, dem früheren Vorsitzenden des Freundeskreises der Akademie, aus der Taufe gehoben.

Kanzelreden sollen – im Gegensatz zur Predigt – Reden von Laien genannt werden, die von der Kanzel einer Kirche aus gehalten werden und sich so schon in Ort und Gestus von anderen Redeformen unterscheiden. Die besondere Ortschaft der Kirche zeigt den ethischen Umkreis und die theologische Dimension an, der sich der Kanzelredner verpflichtet oder zumindest nahe fühlt, so weit er sich auch von der formalen und inhaltlichen Bindung der Predigt entfernen mag.

DIE KANZELREDE ZEIGT: DIE KIRCHE ÖFFNET SICH DER WELT.

So wie die kirchlichen Akademien in Tagungen und Seminaren nicht zuletzt aus dem Spannungsbogen von Gott und Welt Funken schlagen, setzt die Kanzelrede einen kräftigen rhetorischen Einzelakzent. Dabei können ihr die deutliche Sprache und der Bekennermut der protestantischen Predigt-Tradition in besonderer Weise zugute kommen.

Die Kanzelrede unserer Zeit findet ihr Thema in jedem ernsthaft diskutablen Feld unseres gegenwärtigen geistigen, politischen, sozialen und kulturellen Lebens. Als mediales Ereignis heben sich Kanzelreden schon deshalb vom Üblichen ab, weil sie gegen die zunehmende Indifferenz der üblichen TV-Talk-Runden die engagierte Darstellung einer Persönlichkeit stellen, die für ihre Sache einsteht.

Zu den Kanzelrednerinnen und -rednern gehörten u.a.:

- Heribert Prantl
- Joachim Gauck
- Gesine Schwan
- Horst Seehofer
- Johano Strasser
- Charlotte Knobloch
- Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Bildergalerien:



Kammerkonzerte mit dem BR

In der kommenden Saison 2014/2015 werden im Musiksaal von Schloss Tutzing wieder die Solisten aus dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Kammermusik zu erleben sein. Die Konzerte finden jeweils sonntags um 18.00 Uhr statt.

Nähere Einzelheiten erfahren Sie hier



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Videos und Audios

Vorschau:

"DU LIEBEN DEN DEUTSCHEN SPRACH?"
30. Dezember - 1. Januar 2015

Experimentelle Lyrik, Dada, Rap und Liedkunst – die sprachakrobatischen Grenzgänge des 20. Jahrhunderts – ein totaler Bruch mit lyrischer Konvention? Oder wichtiger Impuls für Vertonung und kreativ musikalische Auseinandersetzung mit Sprache? Im Schloss, am See – ein Jahreswechsel.



INNENANSICHTEN DEUTSCHLAND 1945
9. - 11. Januar 2015

Wie erlebten die Zeitgenossen die letzten Monate des Krieges, Kapitulation und Besatzung, die Konfrontation mit Scham und Schuld, die Erfahrung von Verlust und Not, aber auch neue Freiheiten? Stimmt die These von der Unfähigkeit zu trauern

LAW & ORDER, GESETZ & ORDNUNG
16. - 18. Januar 2015

Krimi wie Western spiegeln die Gesellschaft. Wie Räuber und Gendarm spielen sie Gut und Böse, Sex & Crime, Schuld und Sühne durch. Siegt die Gerechtigkeit? Metaphysik mit Zuschauer: Wie stellen Kino und TV absolute Fragen dar?


Neben den Kammerkonzerten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks finden in der Evangelischen Akademie Tutzing auch Konzerte der Tutzinger Brahmstage sowie der Musikfreunde Tutzing e.V. statt.