Montag 16. Januar 2017

Kanzelreden

Die Kanzelreden wurden im Jahr 1997 von Akademiedirektor Dr. Friedemann Greiner und von Dr. Jürgen Kolbe, dem früheren Vorsitzenden des Freundeskreises der Akademie, aus der Taufe gehoben.

Kanzelreden sollen – im Gegensatz zur Predigt – Reden von Laien genannt werden, die von der Kanzel einer Kirche aus gehalten werden und sich so schon in Ort und Gestus von anderen Redeformen unterscheiden. Die besondere Ortschaft der Kirche zeigt den ethischen Umkreis und die theologische Dimension an, der sich der Kanzelredner verpflichtet oder zumindest nahe fühlt, so weit er sich auch von der formalen und inhaltlichen Bindung der Predigt entfernen mag.

DIE KANZELREDE ZEIGT: DIE KIRCHE ÖFFNET SICH DER WELT.

So wie die kirchlichen Akademien in Tagungen und Seminaren nicht zuletzt aus dem Spannungsbogen von Gott und Welt Funken schlagen, setzt die Kanzelrede einen kräftigen rhetorischen Einzelakzent. Dabei können ihr die deutliche Sprache und der Bekennermut der protestantischen Predigt-Tradition in besonderer Weise zugute kommen.

Die Kanzelrede unserer Zeit findet ihr Thema in jedem ernsthaft diskutablen Feld unseres gegenwärtigen geistigen, politischen, sozialen und kulturellen Lebens. Als mediales Ereignis heben sich Kanzelreden schon deshalb vom Üblichen ab, weil sie gegen die zunehmende Indifferenz der üblichen TV-Talk-Runden die engagierte Darstellung einer Persönlichkeit stellen, die für ihre Sache einsteht.

Zu den Kanzelrednerinnen und -rednern gehörten u.a.:

- Heribert Prantl
- Joachim Gauck
- Gesine Schwan
- Horst Seehofer
- Johano Strasser
- Charlotte Knobloch
- Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Bildergalerien:



Kammerkonzerte mit dem BR

In der kommenden Saison 2015/2016 werden im Musiksaal von Schloss Tutzing wieder die Solisten aus dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Kammermusik zu erleben sein. Die Konzerte finden jeweils sonntags um 18.00 Uhr statt.

Nähere Einzelheiten erfahren Sie hier



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Videos und Audios

Vorschau:

Boreout
20. - 22. Januar 2017

Burnout, ein Gespenst von gestern? Angeblich grassiert längst radikale Langeweile. War der Müßiggang eine kurzweilige Flanerie, so soll Boreout keine Pathosformel, sondern pathologische Apathie, ein Krankheitsbild sein. Wie vergeht einem der Appetit auf‘s Leben? Wie kriegt man wieder Lust auf’s Machen und Loslegen?
 
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Zeitpolitik für Kinder
26. - 27. Januar 2017

Wie verbringen Kinder ihre Zeit und wie viele Freiräume bleiben ihnen neben der Schule? Ist digitales Spiel nur der vielgescholtene Zeitfresser? Wird die Welt da draußen noch erkundet? Wo müsste eine Zeitpolitik  für Kinder ansetzen und was könnte sie bewegen? Experten – Erwachsene und Kinder – geben Antworten.
 
 
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WahnSinn
27. - 29. Januar 2017

Was die einen als „Anfall von Wahnsinn“ bezeichnen, verzückt andere als vollendete Form spirituellen Bewusstseins. Was dem einen einfach nur krank vorkommt, empfindet der andere als besonders heilig. Religion und Psychiatrie scheiden sich oft genug am selben Phänomen. Ekstase, Besessenheit, Psychose – passen seelische Gesundheit und spirituelle Extreme zusammen?
Tagung in Tutzing.
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Neben den Kammerkonzerten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks finden in der Evangelischen Akademie Tutzing auch Konzerte der Tutzinger Brahmstage sowie der Musikfreunde Tutzing e.V. statt.