Sonntag 19. November 2017

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FRAUENFEINDLICHKEIT



5. - 6.7.2013, Tagungsleitung: Dr. Ulrike Haerendel

WER SIND SIE, DIESE WORTFÜHRER DER ANTI-EMANZIPATION? EMMA, Frühling 2012 Beginnen wir damit, wer sie nicht sind: „In den 1970er, 80er, 90er Jahren gab es Männergruppen, in denen Männer ihre Probleme aufarbeiten konnten, quasi-therapeutisch. Männer hörten sich gegenseitig zu, kritisierten sich, brachen mit dem männlichen Habitus, zumindest ansatzweise. Diese Männergruppen waren profeministisch und anti-sexistisch ausgerichtet …Von diesen Gruppen gibt es heute nur noch wenige“, schreibt der Soziologe Andreas Kemper („Der Freitag“, 12.6.2011). Während sie eine Emanzipation auch für Männer einforderten, hat sich die neue aggressiv auftretende antifeministische Männerbewegung Frauen und ihre emanzipatorischen Errungenschaften zur Zielscheibe ihrer Angriffe erkoren. Diese Männer stören Veranstaltungen, beschimpfen und diskriminieren Frauen (oder Männer, die sich mit Frauen solidarisieren) und nutzen zunehmend das Internet als anonymen Raum für ihre extremen Positionen. Ihre Vertreter sind aber auch in den Leitmedien unserer Gesellschaft ebenso wie in Universitäten oder Verbandsvorständen präsent. Sympathisierende Frauen sind ebenfalls in den Netzwerken der Maskulisten zu finden. Inzwischen liegen mehrere Studien zu den Denkweisen und Netzwerken der Antifeministen vor. Sie benennen auch die Überlagerungen zum rechtsradikalen Denken, so zum Beispiel in der Verächtlichmachung des „politisch Korrekten“. Die Tagung analysiert Absichten, Personal und Strategien des neuen Maskulismus (am ersten Tagungstag) und stellt die Frage nach dem Umgang damit (am zweiten Tagungstag). Wie begegnen wir Aggressionen und Angriffen in den neuen Medien und was tun wir, wenn Veranstaltungen gestört und unterlaufen werden? Welche Positionen nehmen die aufgeklärte Männerbewegung und der Feminismus heute ein und ergeben sich von daher Ansatzpunkte zu einem souveränen Umgang mit dem Maskulismus? Fragen, zu deren Diskussion wir herzlich in die Evangelische Stadtakademie München einladen! Dr. Ulrike Haerendel, Evangelische Akademie Tutzing Jutta Höcht-Stöhr, Evangelische Stadtakademie München Michaela Pichlbauer, Gleichstellungsstelle für Frauen der Landeshauptstadt München

 

 

 

Bildergalerien:



Kammerkonzerte mit dem BR

In der kommenden Saison 2015/2016 werden im Musiksaal von Schloss Tutzing wieder die Solisten aus dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Kammermusik zu erleben sein. Die Konzerte finden jeweils sonntags um 18.00 Uhr statt.

Nähere Einzelheiten erfahren Sie hier



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Videos und Audios

Vorschau:

Fahrt ins Grüne? Die Mobilität der Zukunft
21. November 2017

Steht die Automobilbranche vor einem großen Umschwung, vergleichbar mit jenem der Energiewende? Wie können die Bedürfnisse nach Mobilität und Arbeitsplätzen, aber auch nach Gesundheit und Lebensstil in den Städten gestillt werden? Und können Digitalisierung und autonomes Fahren Lösungen bieten?

 

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Anders Wirtschaften - Alternativen im Vergleich
24. - 26. November 2017

Solidarische Ökonomie, Gemeinwohlökonomie, Commons, Degrowth & Postwachstum, Ecommony, Transition Towns... – vielfältig sind die Alternativen zum gegenwärtigen Wirtschaftssystem. Was sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede, wo liegen die Herausforderungen in Theorie und Praxis? Und wo werden die Ansätze schon in der Mitte der Gesellschaft umgesetzt?
Tagung in Tutzing
 
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Bleibt bei mir! - Depression und Beziehung
27. - 28. November 2017

Depression betrifft direkt oder indirekt jeden. Sie greift um sich, aber sie ist oft gut behandelbar. Welche Rolle spielen Nähe und Beziehung in der Behandlung? Und welche Therapieansätze gibt es? Nicht nur ein Forschungsgespräch.
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Neben den Kammerkonzerten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks finden in der Evangelischen Akademie Tutzing auch Konzerte der Tutzinger Brahmstage sowie der Musikfreunde Tutzing e.V. statt.