Am 15. Juli 1963 hielt Egon Bahr vor der Evangelischen Akademie Tutzing einen Vortrag, der überschrieben war mit "Wandel durch Annäherung". Auch Willy Brandt vertrat bei dieser Veranstaltung die Grundlage der neuen Ost- und Deutschlandpolitik.
Als Zielsetzung deutscher Außenpolitik forderte Bahr die Aufgabe der von der westlichen Welt postulierten "Politik der Stärke". Er vertrat die Ansicht, dass die Fortführung dieser Politik keinerlei Realitäts- und Aktualitätsbezug besitze. Veränderungen auf der "anderen" Seite könnten nur langfristig, durch eine große Anzahl kleiner Schritte erreicht werden. Und diese seien notwendig, um die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten zu erreichen. Der Kontakt zu den osteuropäischen Staaten müsse daher in einem Klima der Entspannung aufgenommen werden.
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Egon Bahr 1963 in Tutzing, damals als Leiter des Presse- und Informationsamtes des Landes Berlin und als solcher Sprecher des vom Regierenden Bürgermeister Willy Brandt geführten Senats.
Im November 1997 schilderte Staatsminister a.D. Egon Bahr auf der Herbsttagung des Politischen Clubs seinen "Persönlichen Rückblick auf den Weg der deutschen Ostpolitik von Tutzing bis zur deutschen Einheit."





