Donnerstag 24. Juli 2014

Aktuelles

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erhält den „Tutzinger Löwen“. Sie ist nach den Politikern Helmut Kohl, Hildegard Hamm-Brücher und Egon Bahr, dem Physiker Carl-Friedrich von Weizsäcker (1912-2007), dem Intendanten des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, den früheren bayerischen Landesbischöfen Hermann von Loewenich (1931-2008) und Johannes Friedrich, sowie dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., die neunte Persönlichkeit, die mit dieser Bronzeplastik geehrt wird.

Die Evangelische Akademie Tutzing würdigt nach den Worten ihres Direktors, Udo Hahn, mit dieser nicht dotierten Auszeichnung das Engagement von Charlotte Knobloch "für eine jüdische Gegenwart und Zukunft in Deutschland, ihren Maßstab setzenden Einsatz für Versöhnung sowie ihr unbeugsames Eintreten gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus". Der „Tutzinger Löwe“ stehe darüber hinaus für Toleranz und Weltoffenheit.

Die Auszeichnung findet im Rahmen der "Kanzelrede" der Evangelischen Akademie Tutzing am Sonntag, 9. November 2014, 11.30 Uhr, in der Erlöserkirche in München-Schwabing statt. "Charlotte Knobloch ist nicht nur die erste Jüdin, die mit dem ,Tutzinger Löwen' geehrt wird, sondern auch die erste Rednerin, die nach 2007 ein zweites Mal die ,Kanzelrede' hält", so Hahn. Sie werde am 9. November über die "Notwendigkeit des Erinnerns" sprechen. "Ich hoffe, dass viele Besucher kommen - und damit auch ein klares Signal gegen jede Form von Antisemitismus setzen."


Die Evangelische Akademie Tutzing wird zukünftig enger mit dem „Institut Technik-Theologie-Naturwissenschaften (TTN)“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München zusammenarbeiten. Dr. Stephan Schleissing, Geschäfts-führer des Instituts und zugleich Beauftragter für Naturwissenschaft und Technik der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, erklärte dazu: „Für die öffentliche Diskussion unserer Themen und Projekte ist die Evangelische Akademie Tutzing der ideale Ort. Wir werden vor allem die Gelegenheit nutzen, die Rolle eines modernen Protestantismus in den Diskursen um Technik und Naturwissenschaften zur Diskussion zu stellen.“

Akademiedirektor Udo Hahn sieht in der Kooperation „die konsequente Vertiefung der bewährten Kooperation mit dem Referat ,Bioethik, Medizinethik und Gesundheitpolitik‘ an der Akademie. In den vergangenen Jahren wurde das neu profilierte ,Forum Ethik Interdisziplinär‘ schon mehrfach genutzt, um drängende Fragen der Bioethik und der wissenschaftlichen Politikberatung zu akzentuieren. Die Ausweitung auf andere Technik- und Naturwissenschaften als wichtige Dialogpartner von Kirche und Gesellschaft stärkt die Rolle der Akademie im Gegenwartsdiskurs.“

Bereits für das kommenden Jahr sind zwei Tagungen konzipiert worden. Die Veranstaltung „Biopatente – Saatgut als Ware und als öffentliches Gut“ (2.-3. März 2015) geht der Frage nach, wem Biopatente eigentlich nützen. Sind sie ein Anreiz zu Investitionen und Fortschritt? Und wie vertragen sie sich mit Biodiversität, Welternährung und gerechter Landwirtschaft?

In der Tagung „Zivilklauseln für die Wissenschaft?“ (8.-9. Juni 2015) soll erörtert werden, ob Forschungsaufträge von Bundeswehr oder Rüstungsunternehmen mit dem gesellschaftlichen Auftrag der Wissenschaft vereinbar sind.


Sternekoch Alfons Schuhbeck und Akademiedirektor Udo Hahn (re.) im Schlosspark der Akademie.


Für eine Benefizaktion zugunsten der Stiftung Schloss Tutzing hat der Sternekoch Alfons Schuhbeck fünfzig Exemplare des Kochbuchs „Das Beste aus der Tutzinger Schlossküche“ signiert. Eigens für diesen Band hatte Schuhbeck ein viergängiges „Schlossmenü“ kreiert. Es ist Bestandteil dieser insgesamt vierzig Rezepte umfassenden Sammlung – darunter 36 Original-Rezepte, mit denen das Küchen-Team unter der Leitung von Babara Polhuis die Gäste der Evangelischen Akademie Tutzing verwöhnt.

Die112 Seiten umfassende Publikationen mit zahlreichen Abbildungen ist im Nikros Verlag (Ludwigsburg) erschienen und kostet 24,80 Euro. 1 Euro vom Verkaufserlös kommt der Stiftung Schloss Tutzing zugute. Die signierten Exemplare sind zum Preis von 34,80 Euro erhältlich, so dass von jedem verkauften Exemplar zehn Euro der Stiftung zugute kommen. Die Lieferung erfolgt porto- und versandkostenfrei gegen Rechnung (Bestellungen unter holzmann@ev-akademie-tutzing.de).

„Wir freuen uns über diese doppelte Geste der Wertschätzung und sind Alfons Schuhbeck dankbar – für seine Kreation eines Schlossmenüs und für fünfzig von ihm signierte Exemplare unseres Kochbuchs“, würdigt Akademiedirektor Udo Hahn den Sternekoch.


Unter dem Titel „Die philosophischen Gärten der Neuzeit“ strahlt ARD-alpha am

Montag, den 7. Juli 2014, um 21.45 Uhr,

einen 15-minütigen Filmbeitrag der Redakteurin Antje Maly-Samiralow über die Geschichte, Aufgaben und Zielsetzung der Evangelischen Akademie Tutzing aus.

Eine Wiederholung der TV-Sendung ist für Dienstag, den 8. Juli 2014, um 10.00 Uhr, sowie am Mittwoch, den 9. Juli 2014, um 17.00 Uhr, vorgesehen.

Nähere Einzelheiten erfahren Sie hier.

Film verpasst? Die Sendung können Sie sich hier noch einmal anschauen.

  

 

 

 


"Unsere Kühe grasen am Rio de la Plata" stellte Klaus Töpfer fest und machte damit deutlich, dass wir das Futter für unsere Vierbeiner mittlerweile aus Argentinien importieren müssen, um unseren enormen Fleischkonsum aufrecht erhalten zu können.

Auf der Sommertagung des Politischen Clubs diskutieren Politiker, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler sowie Theologen über die Frage, was unsere Gesellschaft zusammenhält. 

Bundesminister a.D. Prof. Dr. Klaus Töpfer hielt den Eröffnungsvortrag. Darin bekundete der ehemalige Umweltminister, dass wir nicht auf Kosten anderer Völker leben könnten, sondern dass wir es lernen müssten, unseren Wohlstand zu teilen.

Im Vorfeld der Tagung führte Redakteur Stefan Kreutzer heute ein Interview mit dem Umweltpolitiker, in dem er ihm die Frage stellte, warum die EEG-Reform notwendig sei. Den auf Bayern2-radioWelt gesendeten Beitrag können Sie sich hier anhören.


"Uns geht es zu gut", betonte der frühere Chef der Bundesanstalt für Arbeit, Florian Gerster, und ergänzte: "Es ist absehbar, dass diese Politik an Grenzen stoßen muss. In einer nächsten Krise werden Reformen möglich und notwendig sein, die nachhaltig und schmerzhaft sind."
"In Deutschland existiert heute der Nanny-Staat, der für alles geradestehen muss", erklärte der Landesvorsitzende der FDP Bayern, Albert Duin. Was wir hingegen brauchen, "ist mehr Verantwortung, eine bessere Allgemeinbildung und ein eigenverantwortlicher Umgang mit den persönlichen Daten im Internet."
Angelika Graf, Bundesvorsitzende der AG SPD 60+, warnte vor einem schrittweisen Zerfall unserer Gesellschaft, denn die "Familienstrukturen lösen sich auf, Arbeitsplätze werden unsicherer, die Löhne sinken und die Umwelt wird zerschunden."
Die Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Irene Gerlach stellte bei ihrer Analyse der "Generation Y" fest, dass für diese "Geld nicht glücklich macht und mehr Freizeit erstrebenswerter ist."
Für Edgar Freund, Leiter der Abteilung Abfallwirtschaft im Hessischen Umweltministerium, steht fest, dass zur Abfallvermeidung "Konsumverzicht der einzige Weg ist."
Gegenwärtig befinden sich 51 Mio. Menschen auf der Flucht. Viele von ihnen suchen Asyl in europäischen Ländern. "Wir dürfen uns nicht in der Festung Europa verschanzen. Wir müssen nach Lösungen suchen", warnte die Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth.
"Die Gemeinden sollten enger mit der Diakonie kooperieren. Auf diese Weise können perspektivische Projekte entwickelt werden, die zukunftsweisend für die Kirche sind", erklärte Dr. Annekathrin Preidel, Präsidentin der Landessynode der Evang.-Luth. Kirche in Bayern.
Prof. Dr. Karlheinz Ruckriegel (li.), VWL-Professor an der TH Nürnberg und zugleich Glücksforscher, erläuterte die Faktoren für ein glückliches Leben: "liebevolle, soziale Beziehungen, Gesundheit, Engagement, eine befriedigende Arbeit und schlussendlich das Einkommen."
Das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP zwischen Europa und den USA war Gegenstand des Schlussgespräches mit Klaus Ernst (Die Linke), hier begrüßt von Akademiedirektor Udo Hahn (re.). "Voraussetzung für einen freien Handel weltweit sind demokratische Strukturen in den einzelnen Ländern, die die Rahmenbedingen setzen. Und diese Strukturen haben wir nicht", kommentierte Ernst.



Franz-Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Medien, Energie und Technologie

Für einen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energie plädierte Franz-Josef Pschierer auf der Tagung „Die Energiewende im ländlichen Raum: Ein Bürgerprojekt auf dem Prüfstand“ am 26. Juni 2014. Angesichts der Zielkonflikte zwischen Umweltfreundlichkeit, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit seien Kompromisse zugleich unvermeidlich. Probleme gebe es bei der aktuellen Regelung des Erneuerbaren Energiegesetzes (EEG), das sowohl als Anreizsystem für die Investitionen in Wind-, Solar- und Bioenergien geben müsse, zugleich aber stärker marktkonform gestaltet werden soll.



Die Evangelische Akademie Tutzing erweitert die Palette ihrer Bildungsangebote um die Bereiche „Fort- und Weiterbildung, Training und Beratung“. So wird ab Dezember 2014 in drei Modulen eine Fortbildung zur Führungskultur und Führungsethik in Organisationen des Gesundheitswesens angeboten. Ebenfalls im Dezember 2014 startet der 10-monatige Kurs „Menschen am Lebensende begleiten – Seelsorge und ethische Beratung im Heim“. Und eine Projektwerkstatt für Mitarbeitende aus Einrichtungen der stationären Alten- oder Behindertenhilfe wird in der Zeit von Oktober 2014 bis zum Sommer 2015 das Thema „Herausforderung ethische Entscheidungskultur“ bearbeiten. Und mit dem Workshop „Fit vor die Klasse“ (4.-5. Februar 2015) soll angehenden Lehrerinnen und Lehrern der Einstieg ins Berufsleben erleichtert werden.

Hier erfahren Sie mehr.



Lesen Sie mehr in der Chronik 2014

 



Aktuelle Informationen zu unserer Arbeit im vergangenen Jahr entnehmen Sie bitte unserer Jahreschronik 2013.

ROTUNDE - Blog der Akademie

Auch im Bereich unseres neuen Blogs sind Sie herzlich eingeladen, das Geschehen an der Akademie aktiv mitzuverfolgen.

Wir freuen uns auf Beiträge, Kommentare und interessierte Fans!

Zu dem Blog gelangen Sie hier.

Bildergalerien:



Kammerkonzerte mit dem BR

In der kommenden Saison 2014/2015 werden im Musiksaal von Schloss Tutzing wieder die Solisten aus dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Kammermusik zu erleben sein. Die Konzerte finden jeweils sonntags um 18.00 Uhr statt.

Nähere Einzelheiten erfahren Sie hier



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Videos und Audios

Vorschau:

KULTURWERTE: ZUR KULTURELLEN DIMENSION DER KREATIVWIRTSCHAFT
12. - 14. September 2014

Ob Musik, Kunst oder Design – Kultur- und Kreativwirtschaft gilt inzwischen als Wirtschaftsfeld mit Wachstumspotenzial. Doch lässt sich kultureller Wert immer beziffern? Was ist kulturpolitisch nötig, um über der notwendigen Förderung das Wesentliche nicht zu vergessen?

VOLXKLANG AM ABEND
13. September 2014

Musik, Kultur, Region vom Feinsten: mit der Wiener Gruppe Alma, die sich augenzwinkernd vor den Wurzeln der traditionellen Volksmusik verbeugt. Vorneweg das Duo Hammerling mit Youness Paco – Weltmusik im österreichisch-marokkanischen Grenzgebiet.

GELB, GRÜN, BLAU UND ZWISCHENTÖNE
Tag des offenen Denkmals
14. September 2014

Am „Tag des offenen Denkmals“ laden wir ein, das Tutzinger Schloss unter dem Motto „Farbe“ zu entdecken. Nehmen Sie Farb- und Lichteindrücke mit allen Sinnen wahr; genießen Sie das Lokalkolorit!


Neben den Kammerkonzerten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks finden in der Evangelischen Akademie Tutzing auch Konzerte der Tutzinger Brahmstage sowie der Musikfreunde Tutzing e.V. statt.