Donnerstag 28. Mai 2015

Aktuelles

Die Initiative „Plant-for-the-Planet“ hat die G7-Regierungschefs aufgefordert, das weltgrößte Aufforstungsprojekt der Menschheit mit zu unterstützen. „In den letzten acht Jahren konnten wir Kinder mit Hilfe vieler Erwachsener 14 Milliarden Bäume pflanzen“ erklärt Yugratna Srivastava (19) Studierende aus Indien und Mitglied im Weltvorstand von Plant-for-the-Planet. „Jetzt ist es Zeit, dass die Regierungschefs ihren Teil zum Überleben von uns Kindern und Jugendlichen beitragen.“

Mit dieser Botschaft und einem detaillierten Manifest endete der Youth Summit, an dem 88 Jugendliche aus 23 Ländern teilnahmen. Das zusammen mit Klima-, Politik- und Wirtschaftswissenschaftlern erarbeitete Manifest der Jugend benennt als erstes Ziel, 1.000 Milliarden Bäume zu pflanzen. Die neuen Bäume würden ein Viertel des menschgemachten CO2 -Ausstoßes binden und als Zeitpuffer für das zweite Ziel, der Umsetzung einer weltweiten Energiewende bis zum Jahr 2050 dienen. Dass genügend Platz für das größte Aufforstungsprojekt der Menschheitsgeschichte vorhanden ist, bestätigt eine gemeinsame Studie der Universität Yale, die in den nächsten Monaten veröffentlicht wird.

„Das Überleben der 3 Milliarden Kinder und Jugendlichen sollte deutlich mehr wert sein, als das Überleben einiger Bankhäuser“, betont Abiturient Felix Finkbeiner, Gründer von Plant-for-the-Planet, in Anspielung an die Summen, die von den Staaten nach der Finanzkrise 2008 bereitgestellt worden waren. „Wenn jedes Großunternehmen und jeder Milliardär aus der Forbes-Liste verspricht, eine Milliarde Bäume zu pflanzen, schaffen wir 1.000 Milliarden Bäume bis 2020“, so Felix Finkbeiner.

Der Youth Summit ist eine Kooperation der Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-the-Planet, des Umweltprogramms der Vereinten Nationen UNEP und der Evangelischen Akademie Tutzing. Zum nächsten Gipfel vom 11. - 16. Mai 2016 werden die Mächtigen der Welt eingeladen, um gemeinsam an der detaillierten Umsetzung der weltweiten Energiewende zu arbeiten. Das Manifest wird heute zudem persönlich an alle Botschaften in Berlin übergeben.

Mehr Informationen gibt es Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.


Das offizielle Plakat zu den Kammerkonzerten

Es ist schon gute Tradition, dass im Musiksaal der Evangelischen Akademie Tutzing Solisten aus dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Kammermusik zu erleben sind und von Saison zu Saison das musikbegeisterte Publikum mit ihren Darbietungen erfreuen.

Doch jetzt gibt es etwas Neues, Ungewohntes - einen "Blick durchs Schlüsselloch" gewissermaßen. Bei dem letzten Kammerkonzert am 10. Mai 2015 wurde ein Videoclip für die Website des BR-Symphonieorchesters produziert. Der Clip zeigt Vorbereitungen und Konzert im Schloss Tutzing. Dabei stellen sich die Musiker der Kamera, gewähren Einblicke in kammermusikalische Feinheiten und plaudern aus dem Nähkästchen.

Das sollten Sie sich einmal ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=oS4Oj2caXPs

 


Jugendliche aus sieben Ländern diskutierten auf dem Podium das größte Aufforstungsprojekt der Menschheitsgeschichte: 1000 Milliarden Bäume pflanzen. Hanna-Lena Neuser (3.v.l.), Leiterin des Jungen Forums an der Akademie, verlas das Statement von Akademiedirektor Udo Hahn (s.u.).


Der Youth Summit 2015, eine Kooperation von Plant-for the Planet und der Evangelischen Akademie Tutzing, hatte heute zum Auftakt seiner fünftägigen Veranstaltung in Tutzing zu einer Pressekonferenz in den Münchener PresseClub eingeladen. Thema: der weltweite Klimaschutz, von dem die Zukunftsfähigkeit der Menschheit und insbesondere das Wohl und Wehe der jungen Generation abhängt. Plant-for-the-Planet will darum jetzt das größte Aufforstungsprojekt der Menschheitsgeschichte verwirklichen und in den nächsten Jahren 1000 Milliarden Bäume weltweit pflanzen, um ein Viertel des von Menschen erzeugten CO2-Ausstosses zu speichern. In den zurückliegenden Jahren konnten bereits 14 Milliarden Bäume gepflanzt werden.

Zu der Tutzinger Konferenz haben sich 88 Jugendliche aus 23 Ländern angemeldet, die in den nächsten Tagen den „Global Youth Climate Plan“ verfassen wollen. Dieses Manifest soll dann am 26. Mai 2015 in Berlin an alle Botschafter aus den verschiedenen Ländern übergeben werden mit der Bitte, es an ihre Regierungen weiterzuleiten.

Die Beweggründe, dieses ehrgeizige Projekt voranzutreiben, beschrieben die Jugendlichen auf dem Podium sehr überzeugend. Für Yugratna Srivastava (19) aus Indien steht fest, dass wir „die Globale Energiewende brauchen, dann gibt es einen Zugang zu sauberer Energie“. Joseph Kenson Sakala (26) aus Malawi hofft darauf, dass „die Weltfamilie in der Lage sein sollte 987 Menschen, Unternehmen und Branchen zu finden, die jeweils eine Milliarde Bäume zu pflanzen versprechen.“ Die aus den USA angereiste Wren Wagenbach (14) schimpfte, dass es „absoluter Wahnsinn (sei), Öl durch Otto-Motoren zu jagen, Öl das wir für unsere Kinder und für Medizin brauchen.“ In die gleiche Richtung argumentierte auch Cesar Hernandez Galvez (23) aus Mexiko, der erklärte: „Wir wollen nicht in die Geschichte eingehen als die größten Ölverbrenner, sondern als die Generation, die unser Überleben gesichert hat.“ Schlimme Befürchtungen für Mensch und Umwelt sieht auch Giovanni Atzeni (15) aus Italien, denn „wenn wir nichts tun, gibt es 200 Millionen Klimaflüchtlinge bis 2050.“ Und Sagar Aryal (19), aus dem von Erdbeben heimgesuchten Nepal angereist, fasste die Intentionen des Projektes noch einmal zusammen: „Wir erarbeiten in den nächsten fünf Tagen ein Manifest, das als Input in die kommenden Prozesse einfließen soll – G7-Konferenz, Bilderberg-Konferenz und Klimagipfel in Paris.“ Denn – so das Fazit der Jugendlichen – in den vergangenen 20 Jahren haben 20 Klimagipfel der Erwachsenen stattgefunden und geschehen ist in den beiden Jahrzehnten fast nichts.

Das Statement zum Youth Summit 2015 von Akademiedirektor Udo Hahn erhalten Sie -> hier.
Der Radiosender TOP FM 106,4 berichtet über die Tagung -> hier.
Einen Bericht von Deutschlandradio Kultur hören Sie -> hier.
Einen Beitrag der Abendschau des Bayerischen Fernsehens sehen Sie -> hier.


l.o.: Kulturreferentin B. Grande, Künstlerin Hilde Würtheim, Studienleiterin J. Stumptner

 

Gemeinsam mit Tutzings Kulturreferentin Brigitte Grande eröffnete Judith Stumptner, Studienleiterin für Kunst, Kultur und Bildung, gestern die Ausstellung „Menschen im Schlosspark“.

„Mich faszinieren zwei Dinge an den Figuren von Hilde Würtheim“, so Stumptner. Zum einen das Handwerkliche: der gekonnte Umgang mit dem Werkstoff, die stimmigen Proportionen, die anziehende und harmonische Färbung, die liebevoll gestalteten Accessoires. Zum anderen die Anziehungskraft, die die Figuren entfalten. Lebensah und natürlich, modern, ohne exakt die Wirklichkeit abbilden zu wollen, ziehen sie einen magisch an. Sie sind in sich gekehrt, nicht, kommunikativ, und trotzdem möchte man nichts mehr, als sich zu ihnen zu gesellen, sie anzusprechen, sich von ihrer Ruhe und Gelassenheit anstecken zu lassen.“

Brigitte Grande freute sich darüber, dass die Akademie dieses „pfiffige Kulturangebot“ auch für die Tutzinger Bürgerinnen und Bürger zugänglich macht. „Kultur soll und darf erfreuen, Begegnungen  und Austausch ermöglichen, zum Nachdenken  anregen, sogar zur Veränderung motivieren, lebenslanges Lernen begleiten, Meinung beziehen. Und etwas auslösen in jedem von uns werden die „Menschen  im Schlosspark“ ganz bestimmt.“

Trotz anhaltenden Dauerregens hatten sich rund 60 Besucher zur Vernissage eingefunden.  Angesichts des Wetters wünschte die Künstlerin ihren Figuren nicht nur zahlreiche Besucher, sondern vor allem viele sonnige Tage am See.

Die Ausstellung wird bis Mitte September im Park der Akademie zu sehen sein. Besichtigungstermine sind jeweils sonntags, 13 Uhr bis 17 Uhr, am 28. Juni 2015 / 5. Juli 2015 / 6. September 2015 / 13. September 2015.

Der Eintritt ist frei! An allen genannten Terminen findet um 14 Uhr eine kostenlose Schlossführung statt.


Unter dem Titel „Grenzenlos kommunizieren?“ lädt die Evangelische Akademie Tutzing am Montag, 22. Juni, 19.00 Uhr, zu einem „Sommergespräch“ ein. Über die digitale Gesellschaft und ihre Herausforderungen diskutieren Johanna Haberer, Professorin für Christliche Publizistik an der Theologischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, und Yvonne Hofstetter, Geschäftsführerin der Terramark Technologies GmbH in München. Die Moderation hat Akademiedirektor Udo Hahn. Der Eintritt ist frei. Der Diskurs wird von ARD-alpha aufgezeichnet und in der Reihe „Denkzeit“ ausgestrahlt.

Die Sommergespräche sind ein gemeinsames Projekt der Akademie für Politische Bildung, der Katholischen Akademie in Bayern und der Evangelischen Akademie Tutzing.

 


Der Windsbacher Knabenchor – einer der renommiertesten Knabenchöre – gastiert am Sonntag, 12. Juli 2015, 16.00 Uhr, in der Evangelischen Akademie Tutzing. „Es ist uns eine große Freude, dass wir den Chor für ein Benefizkonzert zugunsten der Stiftung Schloss Tutzing gewinnen konnten“, so Akademiedirektor Udo Hahn. Unter der Leitung von Martin Lehmann treten mehr als sechzig Sänger auf, begleitet von dem Lautenisten Andreas Arend. Hahn, der auch Vorsitzender des Stiftungsrates ist, erwartet ein „herausragendes Musikerlebnis“. Das Konzert steht unter der Schirmherrschaft von Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, der zugleich Schirmherr der Stiftung Schloss Tutzing ist.

Private Spender sowie Sponsoren machten den Auftritt des Windsbacher Knabenchores möglich, erläutert Hahn. Deshalb würden die Einnahmen aus dem Kartenverkauf vollständig der Stiftung zugute kommen. Karten sind in zwei Kategorien (30 bzw. 25 Euro) erhältlich, zzgl. Vorverkaufsgebühr, keine Abendkasse, ausschl. über die Buchhandlung Held, Hauptstr. 70, 82327 Tutzing, Tel.: 08158/8388, Fax: 08158/3875, E-Mail:Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail info@buchhandlung-held.deinfo@buchhandlung-held.de

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Der Global Youth Climate Plan

Es geht ums Überleben.

Seit mehr als 20 Jahren versuchen Erwachsene einen Weg zu finden, um die Klimakrise abzuwenden. Bislang ohne Erfolg. Für die nachwachsende Generation ist das keine gute Aussicht, zumal die Forderungen von Kindern und Jugendlichen auf Klimakonferenzen nicht gehört werden.

Die Evangelische Akademie Tutzing bringt daher gemeinsam mit Plant-for-the-Planet auf einer gemeinsamen Konferenz vom 20. bis 25. Mai 2015 Jugendorganisationen und junge Menschen aus aller Welt zusammen, die einen „Global Youth Climate Plan“ erarbeiten werden. Dieser Plan soll als Appell der Kinder und Jugendlichen in die Politik gebracht werden und ein Aufruf zum sofortigen Handeln sein.

Im Rahmen dieser internationalen Konferenz besteht für die interessierte Öffentlichkeit die Möglichkeit, an folgenden Vorträgen in englischer Sprache teilzunehmen:   

Mittwoch, 20.5.2015, 18.30 Uhr
Humankind and the stability of the erath System 

Prof. Dr. Mojib Latif, Leiter des Forschungsbereiches Ozeanzirkulation und Klimadynamik, Kiel;   

Donnerstag, 21.5.2015, 19.30 Uhr 
Sustainability ad the Law – Youth sue for their survival 

Prof. Dr. Felix Ekardt, Leiter der Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik, Universität Rostock;   

Freitag, 22.5.2015, 19.30 Uhr 
Generational Justice Politics 

Wolfgang Gründinger, Sprecher der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen. Mitglied im Think Tank 30 (tt30) der jungen Denkfabrik des Club of Rome; 
Renate Schmidt (Videobotschaft), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) a.D.; 
Lore Maria Peschel-Gutzeit (Videobotschaft), ehem. Justizsenatorin in Hamburg und Berlin. Heute Anwältin mit dem Schwerpunkt Familienrecht; 
Prof. Dr. Kurt-Peter Merk, Rechts- und Politikwissenschaftler, Rechtsanwalt.  

Samstag, 23.5.2015, 19.30 Uhr 
Our World in 2050 – Scenarios of survival 

Prof. Dr. Franz Josef Radermacher; Professor für Informatik an der Universität Ulm und Leiter des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung.

Der Eintritt zu den jeweiligen Vorträgen beträgt 5,- Euro.
Anmeldung über: Cornelia Spehr, Tel.: 08158 / 251-125; FAX: 08158 / 99 64 25; Email: spehr@ev-akademie-tutzing.de


Im Rahmen der Tagung „Selbstbewusste Türkei – Null Probleme“ (17. – 19.Mai 2015), die die Evangelische Akademie Tutzing in Zusammenarbeit mit der Südosteuropa-Gesellschaft, München, durchführt, findet am  

18. Mai 2015, um 20.00 Uhr das Konzert  
Bavaturka – Türkische Reise


im Musiksaal der Akademie statt. Es spielt die Unterbiberger Hofmusik, die seit über einem Jahrzehnt echte Volksmusik und hochkarätigen Jazz miteinander kombiniert. Franz Josef Himpsel und seine Musiker begeben sich in Bavaturka auf eine Begegnungsreise in den Orient und mischen bayerische und türkische Volkslieder. Ein Hörgenuss. Nähere Informationen finden sich unter: www.unterbiberger.de

Eintritt: 17,50 Euro / ermäßigt: 12,- Euro; VVK 15,- Euro
Kartenvorverkauf: Buchhandlung Held, Tutzing
Kartenbestellung telefonisch: 08158 / 251-126; Email: satzger@ev-akademie-tutzing.de
Abholung: Abendkasse 19.00-19.30 Uhr

Herzliche Einladung zu einem unvergleichlichen Musikabend.


 

Dr. Ulrike Haerendel

Die stellv. Direktorin der Evangelischen Akademie Tutzing, Frau Dr. Ulrike Haerendel (51), wurde auf der Mitgliederversammlung der EAD am 12. Mai in Rastede für die nächsten drei Jahre in den vierköpfigen Vorstand gewählt. „Ich freue mich über das Vertrauen“, sagte die promovierte Historikerin nach der Wahl. „Es gibt die große Erwartung, dass die Evangelische Akademie Tutzing ihre Erfahrungen auch künftig in den Dachverband einbringt. Dazu sind wir bereit. Umgekehrt profitieren wir von der Arbeit der EAD und der Vernetzung mit den anderen Akademien.“ Darüber hinaus gehe es darum, evangelische Akademiearbeit als unverzichtbaren Bestandteil des gesamtgesellschaflichen Bildungssektors weiter zu profilieren. Im Amt bestätigt wurde der 1. Vorsitzende Rüdiger Sachau, Direktor Evangelische Akademie zu Berlin, sowie der 2. Vorsitzende Dr. Klaus Dieter Kaiser, Direktor Evangelische Akademie Mecklenburg-Vorpommern. Ebenfalls bestätigt wurde Dr. Peter Markus, Evangelische Akademie Villigst, Leiter des Fachbereichs Theologische und gesellschaftliche Grundfragen. Akademiedirektor Udo Hahn, seit dem 10. Mai 2012 im Vorstand der EAD, schied aus dem Amt aus und stand nach drei Jahren für eine weitere Legislaturperiode nicht mehr zur Verfügung. Zur Ernennung von Frau Haerendel bemerkte Hahn: „Ich freue mich über die Wahl meiner Stellvertreterin. Sie ist aus meiner Sicht Ausdruck der Wertschätzung, dass unser Haus die Arbeit der EAD unterstützt.“ Der EAD gehören bundesweit sechzehn evangelische Akademien an. Die Geschäftsstelle hat ihren Sitz in Berlin (www. evangelische-akademien.de).


"Die Hutmacherin" im Schlosspark der Akademie.

Vor der malerischen Kulisse des Starnberger Sees sitzt die „Hutmacherin“ und schaut versonnen in den Park der Evangelischen Akademie Tutzing. Einen ganzen Stapel origineller Hüte trägt sie auf dem Kopf. Dazu passend ein dezentes, schlichtes graues Kleid. Die Beine hat sie übereinandergeschlagen, in der Hand eine weitere Kopfbedeckung. Von Ferne betrachtet könnte man fast meinen, ein Tagungsgast hätte sich ein schönes Plätzchen gesucht. Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied. Die Dame ist aus Ton! Lebensgroß! Geschaffen von der Würzburger Künstlerin Hilde Würtheim.

Im Zentrum Ihres Werkes stehen Menschen – meist Frauen – des modernen Alltags. Alle Figuren wirken natürlich und lebensnah, gleichzeitig entrückt und in sich ruhend. Sie laden ein zum Verweilen, zur intensiven Begegnung und zum Träumen.

„Die Figuren entstehen einfach und meist ist etwas meiner jeweiligen Stimmung in Ihnen zu sehen“, so die Künstlerin. „Aber was mich besonders interessiert, ist die Wirkung, die sie entfalten. Wie reagieren die Menschen auf sie, wie interagieren sie mit ihnen? Im Schlosspark der Akademie wirken die Figuren, als hätten sie niemals woanders gesessen.“  

Zur Vernissage der Ausstellung laden wir herzlich ein am
Dienstag, 19. Mai 2015, 18.30 Uhr, in Anwesenheit der Künstlerin.  

Weitere Besichtigungstermine der Ausstellung sind jeweils sonntags, 13.00 bis 17.00 Uhr, am 28. Juni 2015, 5. Juli 2015, 6. September 2015 und 13. September 2015. Der Eintritt ist frei.

An allen genannten Besichtigungsterminen findet um 14.00 Uhr eine kostenlose Schlossführung statt.  

Hilde Würtheim
Geboren wurde Hilde Würtheim 1953 in Werneck. Sie wuchs in Unterfranken auf. Von 1979-89 war sie Schülerin von Prof. Wieland (Malerei und Grafik) in München. Später gründete sie mit ihm und Alois Jobst eine Ateliergemeinschaft in Weilheim. Heute lebt Hilde Würtheim freischaffend in Würzburg und ist Mitglied der Vereinigung Kunstschaffender Unterfranken (VKU) sowie im Berufsverband Bildender Künstler (BBK).

Journalisten melden sich bitte an über:Rita Niedermaier, Tel.: 08158 – 251 128; Email: niedermaier@ev-akademie-tutzing.de


Etwa 1.400 Km Grenzmauer trennten Deutschland-Ost von Deutschland-West (c) Foto Dr. Ulrich Schwiersch

Freiheit und Einheit – diese beiden Begriffe charakterisieren, was im Herbst 1989 die friedliche Revolution möglich machte und ein Jahr später die deutsche Vereinigung bestätigte. „Blühende Landschaften“ versprach der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl den Neubürgern und der Ehrenvorsitzende der SPD, Alt-Bundeskanzler Willy Brandt, war sich sicher, dass „wieder zusammenwächst, was zusammengehört“.

Das ist jetzt ein Vierteljahrhundert her. Zeit, um kurz innezuhalten und zu fragen, was bisher erreicht wurde und wo sich die Erwartungen nicht erfüllt haben.

Die von Ministerpräsident a.D. Dr. Günther Beckstein geleitete Sommertagung des Politischen Clubs zu dem Thema  

25 Jahre Wiedervereinigung. Neue Perspektiven für die Berliner Republik
19. bis 21. Juni 2015  


wird der Frage nachgehen, wie die Vereinigung die Menschen in Ost und West verändert hat und wie die Rolle Deutschlands in Europa dadurch verändert wurde.

Das vollständige Programm erhalten Sie -> hier.


Im Foyer: Studienleiter Dr. Jochen Wagner (re.) begrüßt den Intendanten der Bayerischen Staatsoper, Nikolaus Bachler.
Am Flügel im Musiksaal: die wunderbare Pianistin Sophie Raynaud.

Anlässlich der Neuproduktion von Alban Bergs „Lulu“ an der Bayerischen Staatsoper unter der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Kirill Petrenko und dem Regisseur Dmitri Tcherniakov führte Studienleiter Dr. Jochen Wagner in Kooperation mit Rainer Karlitschek und Miron Hakenbeck (beide vom Dramaturgie-Team der Bayerischen Oper) eine Tagung zu Lulu durch, bei der es um Liebe, Lust und Begehren ging.

Die Figur der Lulu steht im Mittelpunkt der beiden Tragödien "Erdgeist" und "Die Büchse der Pandora" von Frank Wedekind. Lulu beschreibt den sozialen Aufstieg einer jungen Frau, bis zur Ermordung desjenigen, den sie am meisten geliebt hat, sowie im Anschluss daran ihren Fall, bis sie schließlich als Prostituierte endet und von ihrem letzten Liebhaber ermordet wird. Im Umfeld von Lulu leiden und sterben die Männer sowie auch eine lesbische Gräfin, welche ihrem Charme erliegt und am Schluss von Lulus Mörder ebenfalls ermordet wird.

Wie inszeniert man heute Alban Bergs Lulu? Dazu merkte Intendant Bachler an: "Es gibt einen gesellschaftlichen Grund, sich mit Lulu zu beschäftigen, der ist permanent, das ist die Lust. Lust ist das ausweglose Thema des Menschen. Mit dem Thema Lust und Begierde ohne Angst, ohne Barrieren und ohne Schranken umgehen zu dürfen, dazu ist das Theater da. Das erschreckt zwar oft unser Publikum, aber das ist schlussendlich unsere Aufgabe. Das ist einer der Gründe, warum Lulu immer wichtig ist."

Ergänzend fuhr Intendant Bachler fort: "Alban Berg hat ja in der Oper seine eigene Biographie versucht zu verarbeiten - da sind Lust und Liebe auch nicht ausgesöhnt, da stellt sich mit der Oper unser aller existenzielle Frage: Wie kommen die Lust, auf kein Objekt fixierbar, sondern frei, und die Liebe, beharrlich, bewahrend, in den Routinen des Alltags strapaziert, überhaupt zusammen? Sexualität, Intimität, das ist heute wie 1899 nicht einfach geklärt. Da sind die Kräfte des Körpers - sind das einfach bloß Triebstrukturen, die eben gesellschaftlich eingehegt werden müssen, oder ist da ein 'Tier in uns', die Sinnenlust, die von der Kirche vielfach als Sünde behandelt wird? - und die Zwänge, die Käfige, die Konventionen und Ängste.

Zugleich scheinen heute alle Tabus aufgehoben, ist Nacktheit alltäglich, gibt es Bilder über Bilder von allem, was Menschen so treiben. Und dennoch bedeutet Lust doch auch Geheimnis, Risiko, das Abenteuer der Nähe, ist Lust doch auch Kreativität, Neues wagen, Träume erfüllen, eben spielen, musizieren, wie das die Oper mit der nicht immer einfachen Zwölftonmusik nach Arnold Schönberg zeigt? Da wird es schon zentral, wie Dramaturgie, Regie und Orchester, wie Generalmusikdirektor Kirill Petrenko und Regisseur Dmitri Tcherniakov arbeiten, ob sie nur das Libretto mit Musik unterlegen, oder mit der Musik - und Sie hören ja gleich unsere wunderbare Pianistin Sophie Raynaud am Flügel - die Handlung darstellen, in und mit den Instrumenten die Themenfiguren erklingen lassen, die je Einzelnen, die Töne, in den Akkorden, kollektiv aufbrausen lassen. Doch kommen Sie einfach in die Oper, hören, sehen, erleben sie selbst!"


Mit stolzen wirtschaftlichen Wachstumsraten - das Bruttoinlandsprodukt wuchs seit 1980 um durchschnittlich 5 % pro Jahr - und bemerkenswerten außenpolitischen Erfolgen gewann die Türkei in der Ära der AKP-Regierung zunehmend an Selbstbewusstsein und international an politischem Gewicht. Für Deutschland und Europa wird die Türkei dadurch zunehmend wichtiger, dass sie in einem sehr unruhigen geopolitischen Umfeld liegt. Darüber hinaus gibt es in der Innenpolitik unter der Präsidentschaft von Erdogan zunehmende autoritäre Tendenzen und gesellschaftliche Turbulenzen. Es wird spannend sein, wie sich dies in den kommenden Wahlen niederschlagen wird. Darüber hinaus gibt es zwischen der Türkei und Deutschland sehr enge Beziehungen auf der persönlichen Ebene.

Vor diesem Hintergrund führt die Evangelische Akademie Tutzing in Zusammenarbeit mit der Südosteuropa-Gesellschaft, München, die Tagung 

Selbstbewusste Türkei – Null Probleme? 
Eine Bestandsaufnahme der modernen Türkei 

17. bis 19. Mai 2015 


durch. Bei dieser Veranstaltung werden Experten aus der Türkei und Deutschland aus Wissenschaft, Politik und Medien eine Bestandsaufnahme der aktuellen Entwicklungen und der Perspektiven des Landes vornehmen.

Das vollständige Tagungsprogramm erhalten Sie unter folgendem Link: http://bit.ly/1cyYHTf

Anmeldung über: Susanna Satzger, Tel.: 08158 251-126; Email: satzger@ev-akademie-tutzing.de

 


 

Die Evangelische Akademie Tutzing ist jetzt als Mitglied in den MedienCampus Bayern e. V. aufgenommen worden. Der Dachverband für Aus- und Fortbildung im Medienbereich zählt nunmehr 112 Mitglieder, darunter neben zahlreichen Universitäten, Hochschulen und Akademien auch Medienunternehmen wie den Bayerischen Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung GmbH sowie Einrichtungen wie den Bayerischen Journalisten-Verband, die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, die Bayerische Landeszentrale für neue Medien oder der FilmFernsehFonds Bayern. „Wir freuen uns, die Aktivitäten des MedienCampus mit den entsprechenden Bildungsangeboten unseres Hauses zu unterstützen“, sagte Akademiedirektor Udo Hahn, „und uns mit anderen Partnern in diesem Bereich zu vernetzen.“ 

Hinweis: www.mediencampus.bayern


 

Unter dem Titel „Film des Monats“ starteten die Evangelische Akademie Tutzing und das Breitwand Kino Starnberg im April eine Kooperation. Nach den Worten von Akademiedirektor Udo Hahn und Kinobesitzer Matthias Helwig soll diese jetzt intensiviert werden. Am Rande der Präsentation von „Leviathan“ am 6. Mai gaben beide bekannt, künftig an jedem ersten Mittwoch im Monat die Filme zu zeigen, die von der Jury der Evangelischen Filmarbeit als Film des Monats ausgezeichnet wurden. „Der Zuspruch des Publikums und die herausragende Qualität der Filme sind der Grund für diese Entscheidung.“ Helwig und Hahn führen in die Kinoproduktion ein und stehen Interessierten zum Nachgespräch zur Verfügung.

Am 3. Juni wird im Breitwand Kino Starnberg (Wittelsbacherstr. 10) „Mein Herz tanzt“ gezeigt, am 2. Juli „Die Maisinsel“. Beginn ist jeweils 19.30 Uhr.

Hinweis: Karten sind an der Kinokasse erhältlich. Der Eintritt kostet 9 Euro, Erm.: 8 Euro, Studierende & Schüler: 5,50 Euro.

Weitere Informationen: www.breitwand.com, www.ev-akademie-tutzing.de 





Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), Akademiedirektor Udo Hahn, und Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg) (v.l.).

Ökumene-Tagung mit der Katholischen Akademie in Bayern.

In der Geschichte der Ökumene-Tagungen, die die Evangelische Akademie Tutzing und die Katholische Akademie in Bayern alljährlich durchführen, nimmt die jüngste Veranstaltung einen besonderen Platz ein. Zwei Jahre vor dem 500. Jahrestag der Reformation, die mit der Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers ihren Auftakt nahm, referierten evangelische, katholische, orthodoxe und freikirchliche Theologinnen und Theologen vor rund 180 Gästen. Das Thema: „Heillos gespalten? Segensreich erneuert? 500 Jahre Reformation – vielseitig und ökumenisch betrachtet“. Eine Tagung in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Ökumenischen Studienausschuss (DÖSTA) der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) und den Theologischen Fakultäten der LMU München.

Unter der Überschrift „Auf ewig geteilt? Für immer geeint?“ sprachen der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), und der Vorsitzende der Ökumene-Kommission der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg), über ökumenische Zukunftsvisionen. Dabei betonte Manzke das Modell der „Einheit in versöhnter Verschiedenheit“, in dem nicht Uniformität angestrebt werde, sondern die Unterschiede ihren trennenden Charakter verlieren sollten. Feige sieht im gegenwärtigen ökumenischen Miteinander „keine Stagnation“, auch „keine Eiszeit“, wenngleich oft nur „kleine Schritte“ gelängen. Das Fehlen einer gemeinsamen Zielbestimmung sei das Problem. Dabei sei eine „Rückkehrökumene“ nicht vorstellbar. Er sprach sich vielmehr für eine „sichtbare Einheit in versöhnter Verschiedenheit“ aus, die aber auch eine institutionelle Einheit brauche. Bischof Feige würdigte, dass 2017 die erste Gedenkfeier der Reformation seit 500 Jahren stattfinde, die auf einen gewachsenen Konsens der Kirchen zurückblicken könne. Landesbischof Manzke wies darauf hin, dass das geplante Gedenken ökumenisch offen sei und als Christusfest gefeiert werde.

Hinweis: Eine Dokumentation der Tagung ist in Vorbereitung.


Mitwirkende beim Gottesdienst: Angelika Mrozek-Abraham, Kathrin Zagel-Busch, Margot Findeiß, Annette Findeiß, Direktor Udo Hahn und Susanna Satzger.
Ein festlicher Gottesdienst bot den würdigen Rahmen für die Amtseinführung von Annette Findeiß.

Mit einem festlichen Gottesdienst wurde Annette Findeiß (36) am 21. April als neue Verwaltungsleiterin der Evangelischen Akademie Tutzing in ihr Amt eingeführt. Zum 1. April übernahm sie die Nachfolge von Martin Kurz, der in den Ruhestand trat. In seiner Predigt bezeichnete Akademiedirektor Udo Hahn die Aufgabe der Verwaltungsleiterin als „verantwortungsvolle Führungsaufgabe“ in einem Haus mit mehr als fünfzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dabei gehe es darum, „für Stabilität zu sorgen, das Überkommene zu bewahren und zu mehren“. Gute Haushalterschaft sei im Lichte des biblischen Zeugnisses daran zu erkennen, dass sie der Gemeinschaft diene. Hahn dankte Frau Findeiß, dass sie bereit sei, ihre Gaben in die Arbeit der Akademie einzubringen. Er freue sich auf eine von Verlässlichkeit, Loyalität und Vertrauen geprägte Zusammenarbeit.

Christine Scheel, Vorsitzende des Kuratoriums der Evangelischen Akademie Tutzing, würdigte das Haus als „besonderen Ort“, dessen Aktivitäten von Toleranz und christlicher Verantwortung geprägt seien. Sie wünschte Annette Findeiß Gottes Segen für ihre neue Aufgabe und sicherte ihr die Unterstützung des Kuratoriums zu. 

Erstmals in der Geschichte der 1947 gegründeten Akademie hat jetzt eine Frau die Leitung der Verwaltung inne. Sie ist zugleich auch Geschäftsführerin der Stiftung Schloss Tutzing. Vor ihrem Wechsel nach Tutzing arbeitete Annette Findeiß als Prokuristin und Kaufmännische Leiterin zweier inhabergeführter Küchenstudios in Hof und in Küps. Sie studierte Betriebswirtschaftslehre in Bamberg und Clermont Ferrand (Frankreich) mit den Schwerpunkten Personalwirtschaft und Organisation, Logistik sowie Marketing und ist u. a. auch staatlich geprüfte Hauswirtschafterin.




Prof. Dr. Klaus Schäfer, Geschäftsführer des FilmFernsehFonds Bayern, Diana Iljine, Leiterin des Filmfests München, und Akademiedirektor Udo Hahn (v.l.).


Was bedeutet die Digitalisierung für den Kinofilm? Wie entwickelt sich der Kinomarkt – in Deutschland, in Europa in den USA? Welche Drehbücher sind gefragt? Welche Bedeutung haben Filmfestivals – für die Filmwirtschaft, für die Besucher? Hat das Kino für junge Leute noch genug Zugkraft?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt vom Medientreff im Münchner PresseClub, der am Montag, den 20. April 2015, Film- und Fernsehschaffende auf Einladung der Evangelischen Akademie Tutzing zusammenbrachte.

Ein -> Bericht von Axel Schwanebeck.


Lutz Seiler (li.) erhält den Marie Luise Kaschnitz-Preis von Akademiedirektor Udo Hahn


Der Schriftsteller Lutz Seiler (51) ist am Sonntag, den 19.4.2015, mit dem Marie Luise Kaschnitz-Preis der Evangelischen Akademie Tutzing ausgezeichnet worden. Die mit 7500 Euro dotierte Auszeichnung wurde im Rahmen der Tagung "Von Crusoe zu Kruso - Inselwelten in der Literatur" verliehen, die sich mit dem Werk des Preisträgers beschäftigte. Unterstützt wird die Preisverleihung vom Tutzinger Unternehmen eurobuch.com und der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg.

In seiner Begrüßungsansprache wies Akademiedirektor Udo Hahn darauf hin, dass Lutz Seiler bereits der 16. Marie Luise Kaschnitz-Preisträger sei. Erstmals wurde der Literaturpreis 1984 vergeben.“Durch diesen Literaturpreis rücken wir herausragende schriftstellerische Leistungen ins Rampenlicht“, so Hahn, zu denen er auch die Werke von Lutz Seiler zähle.

Tagungsleiterin Judith Stumptner, an der Akademie verantwortlich für Kunst und Kultur, hob in ihrer Begrüßung hervor, „dass im Werk von Lutz Seiler nachgedacht und zum Nachdenken angestiftet (werde): über die untergegangenen Industrielandschaften der DDR, über den grotesken, kaum steuerbaren Verlauf des Lebens und seine Wendepunkte.“

Der Literaturkritiker Lothar Müller würdigte in seiner Laudatio Seilers Fähigkeit, "Landschaften, Lebenswelten, Vorgängen und Figuren eine physiognomisch exakte Sprache zu geben, eine Sprache, in der sie ihre Geheimnisse preisgeben, ohne sie zu verraten".

Lutz Seiler berichtete in seiner Dankesrede über die römische Vorgeschichte zur Entstehung seines Romans „Kruso“ und zitierte abschließend die Kaschnitz mit den Worten: „Man versucht, sich auf sich selbst zu besinnen, kramt das Mitgebrachte aus, mehr als ein halbes Leben der Erfahrungen und Erinnerungen und sieht mit Entsetzen, wie dieser Schatz unter den Händen zerrinnt.“

Die Begrüßungsrede von Akademiedirektor Udo Hahn erhalten Sie -> hier.
Die Begrüßungsrede von Studienleiterin Judith Stumptner erhalten Sie -> hier.
Die Laudatio von Dr. Lothar Müller erhalten Sie -> hier.
Die Dankesrede von Lutz Seiler erhalten Sie auf Anfrage.
Einen Hörfunkbeitrag von Cornelia Zetsche auf B2 erhalten Sie -> hier.


Impressionen

Bei der Lesung am Vorabend: Der Schriftsteller signiert seinen Roman "Kruso".
Begrüßung im Foyer: Jury-Mitglied Dr. Maike Albath, Lutz Seiler und Tagungsleiterin Judith Stumptner (v.l.).
Akademiedirektor Udo Hahn, Charlotta Seiler-Brylla, Lutz Seiler und Tagungsleiterin Judith Stumptner (v.l.).
Der Preisträger und die Mitglieder der Jury: Kristina Maidt-Zinke, Prof. Dr. Gunther Nickel, Lutz Seiler, Dr. Maike-Albath, Judith Stumptner und Dr. Hajo Steinert (v.l.).
Laudator Dr. Lothar Müller (li.) mit dem Preisträger.
Sponsor Richard Frhr. von Rheinbaben (li.), Geschäftsführer des Tutzinger Unternehmens eurobuch.com GmbH, gratuliert dem Preisträger.
Sponsor Wolfgang Vogt, Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg.
Der glückliche Gewinner: Lutz Seiler, der für sein literarisches Gesamtwerk ausgezeichnet wurde.



Möchten Sie in den Sommermonaten ein paar Tage am See verbringen? Oder bei uns Ferien machen? Wir haben noch Termine frei. Unsere Rezeption berät Sie gerne:

Evangelische Akademie Tutzing
Schloss Straße 2+4
82327 Tutzing
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Lutz Seiler (Foto: Jürgen Bauer/Suhrkamp Verlag)

Im Rahmen der Tagung „Von Crusoe zu Kruso – Inselwelten in der Literatur“, die vom 17. – 19. April 2015 stattfindet und sich mit dem Werk des diesjährigen Preisträgers beschäftigt, verleiht die Evangelische Akademie Tutzing den Marie Luise Kaschnitz-Peis an den Autor Lutz Seiler. 

„Lutz Seilers Gedichte, Essays und Erzählungen sind bestechende poetische Erkundungen ostdeutscher Industrielandschaften, in denen Geigerzähler, Vergasernadeln oder süßliche Gase magische Qualitäten gewinnen.  In seinem Roman Kruso steigert sich Lutz Seilers Vergangenheitsrecherche zu einer mitreißenden Abenteuergeschichte über die untergehende DDR. Das Abwaschbecken einer Gastwirtschaft wird zum Hort der Freiheit. Ein atemberaubender Weltentwurf, eine moderne Legende und ein Sprachereignis.“ – so lautete das Urteil der Jury.

Die Verleihung des Preises erfolgt am 19. April 2015 um 11:00 Uhr im Musiksaal der Akademie. Die Laudatio hält der Literaturkritiker Dr. Lothar Müller.

Unterstützt wird die Preisverleihung vom Tutzinger Unternehmen eurobuch.com und der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg.

Der mit 7.500,- Euro dotierte Marie Luise Kaschnitz-Preis wurde 1984 anlässlich des 10. Todestages der Schriftstellerin ins Leben gerufen und wird seitdem im zweijährigen Turnus verliehen. Preisträger der vergangenen Jahre waren u.a. Thomas Lehr (2012), Mirko Bonné (2010), Sibylle Lewitscharoff (2008), Pascal Mercier (2006) und Julia Franck (2004).

Die Tagung, in deren Rahmen die Preisverleihung stattfindet, lädt ein, in Gespräch und Begegnung mit dem Preisträger ein Werk zu entdecken, das von den untergegangenen Landschaften einer DDR-Kindheit genauso erzählt wie von den Untiefen einer Freundschaft und dem häufig grotesken, kaum steuerbaren Verlauf des Lebens. Freunde, Weggefährten und Kollegen Lutz Seilers gestalten das Programm. Der schwedische Schriftsteller Aris Fioretos ist dabei ebenso vertreten wie der dänische Filmregisseur Jesper Clemmensen, die Lyrikerin Nadja Küchenmeister und der ehemalige Chefredakteur von „Sinn und Form“, Dr. Sebastian Kleinschmidt.

Eine öffentliche Lesung von Lutz Seiler aus seinem Roman „Kruso“ findet am Samstag, 18. April  2015 um 20:00 Uhr im Musiksaal der Akademie statt. Moderiert wird der Abend von der Literaturkritikerin Dr. Maike Albath.

Karten für die Lesung sind an der Abendkasse ab 19 Uhr zum Preis von 10 Euro / erm. 5 Euro erhältlich.



Lesen Sie mehr in der Chronik 2015.

 



Aktuelle Informationen zu unserer Arbeit im vergangenen Jahr entnehmen Sie bitte unserer Jahreschronik 2014.

ROTUNDE - Blog der Akademie

Auch im Bereich unseres neuen Blogs sind Sie herzlich eingeladen, das Geschehen an der Akademie aktiv mitzuverfolgen.

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Bildergalerien:



Kammerkonzerte mit dem BR

In der kommenden Saison 2014/2015 werden im Musiksaal von Schloss Tutzing wieder die Solisten aus dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Kammermusik zu erleben sein. Die Konzerte finden jeweils sonntags um 18.00 Uhr statt.

Nähere Einzelheiten erfahren Sie hier



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Videos und Audios

Vorschau:

FILM DES MONATS: MEIN HERZ TANZT
3. Juni 2015

In Kooperation mit dem Kino Breitwand in Starnberg
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WAS IST CARE?
Zwischen privater Liebestätigkeit und globaler Ausbeutung
12. - 13. Juni 2015

Die Sorge fr Andere ist elementar fr menschliches Leben. In der Moderne wurde dies zum Charakteristikum des Weiblichen, der idealisierten Hausfrau/Mutter. Heute stehen die Care-Strukturen nicht nur aus feministischer Sicht in Frage.

KRITISCHE METALLE - ZUKUNFTSVERTRÄGLICH NUTZEN
15. - 16. Juni 2015

Wie können Ressourceneffizienz verbessert und Nutzungskaskaden etabliert werden, um die Zerstreuung wertvoller Metalle zu vermeiden? Verfahrens- und organisatorische Innovationen, Pilotprojekte und neue Geschäftsmodelle in der ganzen Prozesskette werden diskutiert.
 
 
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Neben den Kammerkonzerten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks finden in der Evangelischen Akademie Tutzing auch Konzerte der Tutzinger Brahmstage sowie der Musikfreunde Tutzing e.V. statt.