Mittwoch 01. April 2015

Aktuelles

Als Christ, nicht in der Funktion des Politikers, wolle er von seinen Glaubenserfahrungen berichten, so Staatsminister Dr. Markus Söder in seiner "Kanzelrede" – ein Format, zu dem die Evangelische Akademie Tutzing und der Freundeskreis der Evangelischen Akademie in die Erlöserkirche in München-Schwabing zweimal im Jahr einladen.

Söder erzählte sehr persönlich davon, wie der christliche Glaube ihn seit seiner Kindheit begleite. Aufgewachsen in einer gemischtkonfessionellen Familie, sei der Glaube der Kindheit sehr stark gewesen. So legten die Eltern u.a. wert auf Tisch- und Nachtgebet. Nach der Konfirmation habe die Nähe zu Kirche und Religion, wie bei vielen jungen Menschen, nachgelassen. Erst nach dem Tod seiner Mutter habe der Glaube wieder an Bedeutung gewonnen, er selbst habe seitdem in vielen Lebenssituationen, glücklichen wie traurigen, Kraft gefunden in dem Vertrauen auf Gott, so Söder.

Auch die Zwiesprache mit Gott im Gebet sei für ihn von großem Gewicht. Sich Gott mit allen Problemen, seien sie, objektiv gesehen, auch noch so marginal, anzuvertrauen, ihm zu vertrauen, das sieht Markus Söder als Grundlage seines christlichen Glaubens. Glaube mache gelassener, gebe Sicherheit im Leben und trage dazu bei, sich selbst mehr zu schätzen. Man könne dann auch anderen Menschen größere Wertschätzung entgegenbringen und verantwortungsvolle Rollen, wie etwa in der Politik, gut meistern.

Für alle, die diesen Vortrag verpasst haben, wird ARD-alpha am Samstag,

den 4. April 2015, um 22.30 Uhr in der Reihe „Denkzeit“ die Kanzelrede als Aufzeichnung ausstrahlen.


 

oben: Kaki Bali, Dr. Hansjörg Brey, Dr. Jens Bastian, Mitte: Publikum (Fotos: Oryk Haist)
Rotunde (Foto: Günter Schorn)

Aktueller können Abendveranstaltungen aus aktuellem Anlass kaum sein wie die gestrige Veranstaltung „Hellas unter neuer Führung – Aufbruch am Abgrund?“.

Die Journalistin Kaki Bali, die für die Tageszeitung Avgi in Thessaloniki schreibt, kam direkt aus Berlin geflogen, wo sie den Besuch von Ministerpräsident Alexis Tsipras am Tag zuvor vor Ort miterlebt hatte und darüber berichtet hatte. Dr. Jens Bastian, unabhängiger Wirtschaftsberater und zuvor u.a. drei Jahre lang in der europäischen Task Force for Greece tätig, kam aus Athen nach Tutzing.

Die Rotunde der Akademie war nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt, um über die Entwicklungen vor Ort Informationen aus erster Hand zu bekommen. Dr. Hansjörg Brey, Geschäftsführer der mitveranstaltenden Südosteuropa-Gesellschaft und langjähriger Kooperationspartner der Akademie, moderierte die Veranstaltung gewohnt fachkundig.

„Deutsche und Griechen reden nicht genügend miteinander!“–  so brachte Kaki Bali einen Teil des Problems auf den Punkt. Klischees würden Platz greifen, hier wie dort, obgleich doch zwischen Deutschland und Griechenland sehr enge Beziehungen bestünden. Von daher sei das Gespräch von Bundeskanzlerin Merkel und Ministerpräsident Tsipras an diesem Montag atmosphärisch wichtig gewesen, ein erster Schritt „Rückkehr zu den Sachthemen nach den medialen Scharmützeln“, so Jens Bastian.

Nach sechs Jahren Krisen- und Rettungsmaßnahmen sei noch immer kein Ende der Krise abzusehen, so die übereinstimmende Auffassung. Vieles was in der aktuellen Debatte der neuen Regierung angelastet würde, sei tatsächlich die Erbschaft der vorangegangenen Regierungen. Unter hohem Zeitdruck müssten jetzt strukturelle Reformen angegangen werden. Für Jens Bastian ist dafür eine grundlegende Voraussetzung: Es ist unbedingt der sehr unterschiedliche Blickwinkel in Griechenland und in den anderen europäischen Staaten zu beachten. Beispielsweise ist der Begriff „Reformen“ in Griechenland äußerst negativ besetzt, wird er mit Troika und Eingriffen von außen gleichgesetzt.

Deshalb sei es äußerst wichtig, dass die neue griechische Regierung die nächsten Maßnahmen selbst definiert und gemeinsam mit den anderen europäischen Ländern verabredet, und dass damit die weitere Entwicklung nicht länger als ein Diktat von außen angesehen wird. Es sei nicht einfach ein Etiketten-Tausch, wenn das anstehende Programm nicht „Reformprogramm“ sondern „Programm zur Förderung von Investitionen und Schaffung von Arbeitsplätzen“ benannt würde. Die Lage sei einerseits extrem angespannt bezüglich der Zahlungsfähigkeit der Regierung. Andererseits hätte die neue Regierung durchaus gewisse Potenziale, die die vorangegangenen Regierungen nicht realisieren konnten: Sei es etwa der Abschluss eines Doppelbesteuerungsabkommens mit der Schweiz, und damit raschen Einnahmen, sei es die Möglichkeit, steuerehrlichen Bürgern positive Anreize zu geben. Auch bei Privatisierungen gäbe es Spielraum, etwa statt Privatisierungen langjährige Konzessionen zu vergeben oder Leasing-Verträge abzuschließen.

Kaki Bali pointierte in ihrer Analyse, wie es am 25. Januar 2015 zum Wahlsieg des Linksbündnisses Syriza gekommen war: Nachdem die langjährigen früheren Großparteien abgewirtschaftet hätten, seien die Erwartungen an sie in der Bevölkerung auf den Nullpunkt gesunken. Es sei ein glücklicher Umstand, dass nicht wie in anderen europäischen Ländern die Bevölkerung in ihrer Verzweiflung die Rechtsextremen massenhaft gewählt haben, in Griechenland die „Partei der Morgenröte“, sondern Syriza.

In der lebhaften Debatte wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unterschiedlichste Stichworte angesprochen und Fragen gestellt: u.a. nach der Rolle der orthodoxen Kirche, nach den Möglichkeiten der Korruptionsbekämpfung, nach dem Reformwillen der neuen Regierung, nach den Rückwirkungen des Erfolgs des Linksbündnisses auf die Wahlen in anderen europäischen Staaten, nach den Folgen eines möglichen Austritts Griechenlands aus dem Euroraum. Hingewiesen wurde darauf, dass die griechische Verschuldung entgegen vielen Berichten in den deutschen Medien nicht dramatisch gestiegen sei, vielmehr sei der allergrößte Teils des Anstiegs der Verschuldung die Folge des starken Rückgangs des Bruttoinlandsprodukts, durch das Austeritätsprogramm verstärkt. Damit sei der prozentuale Anteil automatisch gestiegen. Eine ganze Reihe der Diskutanten haben enge persönliche Bezüge nach Griechenland bzw. wirtschaftliche Erfahrungen.

Nicht über „die Griechen“ von außen reden, Stereotype bedienen, sondern sich auf die Situation vor Ort einlassen und Informationen aus Griechenland aufnehmen, so kann die Ausrichtung des Tutzinger Akademieabends pointiert werden. Dabei kommen dann auch neue Aspekte in den Blick, die in der hiesigen Debattenlandschaft bisher noch kaum beachtet würden. So verwies Jens Bastian darauf, dass in den letzten Wochen in Europa die Entwicklung in der Ukraine und Russland zunehmend auch unter dem Blickwinkel gesehen würde: Was würde mit Griechenland nach einem Euro-Austritt passieren? Könnte eine gefährliche Destabilisierung dieses EU- und Nato-Mitgliedsstaats eintreten?

Keine einfachen, und schon gar keine schnellen Lösungen sind in Sicht. Sondern ein ernsthafter Austausch mit wechselseitigem Respekt seien gefragt, und ein langer Atem, damit aus einem griechischen Drama keine griechische Tragödie wird.

Ein Bericht von Martin Held.


Foto: Oryk Haist

Das Thema ist nicht neu, aber es ist brisanter denn je: Das deutsch-amerikanische Verhältnis. Abhörskandale oder TTIP, die Rolle der Amerikaner in der internationalen Politik oder das umstrittene Gefangenenlager Guantanamo - die Deutschen sind sehr schnell mit ihrer Kritik an den USA. Wie berechtigt sind die Vorwürfe der Deutschen, die manche auch als Anti-Amerikanismus bezeichnen? Unter dem Titel „Freundschaft in stürmischen Zeit – Ein Gespräch über das deutsch-amerikanische Verhältnis“ diskutieren bei einer Veranstaltung der Evangelischen Akademie Tutzing in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk u.a.: US-Botschafter John B. Emerson, Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser, der Journalist Georg Mascolo, der USA-Experte Tobias Endler und BR-Intendant Ulrich Wilhelm.

Eine 30-minütige Zusammenfassung des von Akademiedirektor Udo Hahn und der Puls-Moderatorin Christina Wolf moderierten Gesprächs findet sich Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

In voller Länge wurde das Gespräch auf ARD-alpha in der Reihe „Denkzeit“ ausgestrahlt. Zur Sendung geht es Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.


Die Reformation vor jetzt fast 500 Jahren war ein gesamtkirchliches Ereignis, das noch heute die Christen aller Konfessionen tief berührt. Eine öffentliche Debatte über dieses weltgeschichtlich bedeutende Ereignis macht daher nur Sinn, wenn sie auf breiter ökumenischer Basis geführt wird.

Das wollen die Evangelische Akademie Tutzing und die Katholische Akademie Bayern beherzigen und laden daher in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Ökumenischen Studienausschuss (DÖSTA), der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) und den theologischen Fakultäten der Universität München zu einer entsprechend vielseitigen und ökumenischen Tagung ein.

Die Veranstaltung mit dem Titel „Heillos gespalten? Segensreich erneuert? 500 Jahre Reformation“, an der katholische, evangelische und andere reformierte wie auch orthodoxe Wissenschaftler mitwirken, findet statt  

vom 23. bis 25. April 2015 (Donnerstag bis Samstag) in der Katholischen Akademie Bayern in der Mandlstraße 23, 80802 München.

Das genaue Programm finden Sie unter: http://www.kath-akademie-bayern.de/vorschau-detail/events/heillos-gespalten-segensreich-erneuert.html


oben: Prof. Dr. Eckhard Nagel, Susanne Breit-Keßler, Udo Hahn / unten: Besucher im Auditorium

Es war bemerkenswert zu sehen, wie ein Arzt und eine Theologin sowohl bei den Fragen als auch bei den Antworten zu ähnlichen, gar übereinstimmenden Positionen kamen. Über die „Zukunft der Medizin“ diskutierten im Rahmen einer gemeinsam von der Evangelischen Akademie Tutzing und dem Rotary Club Tutzing am 23. März ausgerichteten Veranstaltung der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Essen, Prof. Dr. Eckhard Nagel, und die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. 

Nagel beschrieb zunächst die „Explosion des Machbaren“ – mit Stichworten wie Transplantationsmedizin, neuen Biomarkern, künstlichen Organen, personalisierter Medizin, Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik. Nüchtern stellte er fest, dass der medizinische Fortschritt auch ökonomische Konsequenzen habe und der Kostendruck im Gesundheitswesen zu einer Priorisierung führe. „Die Schwierigkeit dieser Problemstellung hat mittlerweile ein Klima erzeugt, das den medizinischen Fortschritt insgesamt infrage stellt“, so Nagel, denn dieser werde oft als bloßer Kostentreiber gesehen. Dabei werde der Zuwachs an Lebensqualität übersehen, den er mit sich bringe. Ausdrücklich bekannte er sich zu einer „menschenwürdigen "Hochleistungsmedizin“. Gesundwerden dürfe nicht auf ein technisches oder finanzielles Problem reduziert werden.

Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler unterstrich, dass die Medizin im 21. Jahrhundert herausgefordert sei, der Ganzheitlichkeit des Menschen noch stärker gerecht zu werden. Gesundheit dürfe nicht nur als das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen definiert werden, sondern der Mensch müsse als soziales Geschöpf mit Körper, Seele Geist und seinen sozialen Bezügen gesehen werden. „Auch in unserer Gesellschaft ist Krankheit ein Armutsrisiko, das sozialen Ausschluss mit sich bringt“, so Breit-Keßler. Prof. Nagel hatte zuvor davon gesprochen, dass der Sozialstatus eine unterschiedliche Lebenserwartung nach sich ziehe. Nach Ansicht der Regionalbischöfin werde die Medizin in Zukunft noch stärker als bisher mit ethischen Problemen konfrontiert sein. Die technischen Möglichkeiten würden immer größer. „Krankheiten können nicht mehr nur geheilt, sondern auch verhindert werden.“


Brigitte Grande (Leiterin des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing), Staatsminister Dr. Markus Söder und Akademiedirektor Udo Hahn.
Dr. Markus Söder. Fotos: Oryk Haist.

Am Sonntag, den 22. März 2015, hielt Staatsminister Dr. Markus Söder die Kanzelrede in der Erlöserkirche in München-Schwabing. Ein Bericht von Maria Langer. 

Als Christ, nicht in der Funktion des Politikers, wolle er von seinen Glaubenserfahrungen berichten, so Staatsminister Dr. Markus Söder zu Beginn seiner Kanzelrede – ein Format, zu dem die Evangelische Akademie Tutzing und der Freundeskreis der Evangelischen Akademie in die Erlöserkirche in München-Schwabing zweimal im Jahr einladen. Söder berichtete sehr persönlich davon, wie der christliche Glaube ihn seit seiner Kindheit begleite. Aufgewachsen in einer gemischtkonfessionellen Familie, sei der Glaube der Kindheit sehr stark gewesen. So legten die Eltern u.a. wert auf Tisch- und Nachtgebet. Nach der Konfirmation habe die Nähe zu Kirche und Religion, wie bei vielen jungen Menschen, nachgelassen. Erst nach dem Tod seiner Mutter habe der Glaube wieder an Bedeutung gewonnen, er selbst habe seitdem in vielen Lebenssituationen, glücklichen wie traurigen, Kraft gefunden in dem Vertrauen auf Gott, so Söder.

Auch die Zwiesprache mit Gott im Gebet sei für ihn von großem Gewicht. Sich Gott mit allen Problemen, seien sie, objektiv gesehen, auch noch so marginal, anzuvertrauen, ihm zu vertrauen, das sieht Markus Söder als Grundlage seines christlichen Glaubens. Glaube mache gelassener, gebe Sicherheit im Leben und trage dazu bei, sich selbst mehr zu schätzen. Man könne dann auch anderen Menschen größere Wertschätzung entgegenbringen und verantwortungsvolle Rollen, wie etwa in der Politik, gut meistern.

„Mission ist wichtig“

Seine eigenen positiven Erfahrungen mit dem Glauben will Söder gerne weitergeben, missionarisch wirken – nicht überreden, sondern überzeugen. Er unterstütze deshalb gerne die Forderung von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm nach mehr Mission. Man müsse andere Menschen mit der Frohen Botschaft, mit der Gewissheit, dass jeder Mensch von Gott geliebt wird und wichtig ist, ermutigen.

Die eigenen Kinder taufen zu lassen, sieht Söder als eine Art von Versicherung für das Leben. Selbstverständlich könne später jeder selbst entscheiden, ob er Kirchenmitglied bleiben wolle, doch werde mit der Taufe ein guter Grundstein für ein Leben im Vertrauen auf Gott gelegt.

In der Bibel sieht Söder das „großartigste Buch überhaupt“. Sie enthalte alles, was ein gutes Buch brauche und behandele alle Themen, die einen Menschen während seines Lebens beschäftigten. Auch für seine eigene Tätigkeit als bayerischer Finanzminister halte die Bibel eine Menge Erzählungen bereit, berichtete Söder schmunzelnd. Moderne Ratgeberliteratur könne jedenfalls nicht mit der Bibel mithalten.

Die Bibel sei auch deshalb so modern, weil sie keine Glaubenshierarchie kenne. Dies schätze er auch in der Struktur der evangelisch-lutherischen Kirche, sagte Söder. Schon Luther sei es wichtig gewesen, den Glauben für alle Menschen zu öffnen, ihn allen Menschen zugänglich zu machen. Für Söder sind deshalb Modernität und Wissenschaft keine Gegensätze zum Glauben, sondern eher eine Ergänzung.

Respekt vor anderen Religionen, aber auch vor der eigenen

Für besonders wichtig hält es Markus Söder, andere Religionen zu respektieren, ein gutes Miteinander zu fördern. Verletzende Satire müsse daher ihre Grenzen haben. Der Glaube gebe Kraft dazu, diesen Respekt zu zeigen. Er befähige jedoch ebenfalls, und auch das ist Söder wichtig, zu seinen eigenen Überzeugungen zu stehen und den eigenen christlichen Glauben zu respektieren. Haltung zu zeigen und seine Meinung vertreten zu können, sei es nun in Glaubensdingen oder in der Politik, das hält der Staatsminister für eine wichtige Charaktereigenschaft. Auch Gegenstimmen müsse man ertragen können, dürfe nicht gleich beleidigt sein, sondern müsse auch verzeihen können, um weiterhin aufrecht für seine Meinung einzustehen. Auch dabei helfe der Glaube.

Letztlich, so Söder, basiere alles im Leben auf dem Glauben, auf einem Vertrauen in Gott, der einem dann den Weg weise. Die selbst aufgeworfene Frage, ob der Glaube ihm nun im alltäglichen politischen Geschäft konkret helfen könne, beantwortete Söder folgendermaßen: „Ich rufe natürlich nicht bei jeder politischen Entscheidung den Oberkirchenrat an, bei allem Respekt für sein Amt, aber mein Glaube gibt mir die Sicherheit, getragen und gehalten zu sein, egal was auch passiert.“


In der Reihe „Aus aktuellem Anlass“ veranstaltet die Evangelische Akademie Tutzing gemeinsam mit der Südosteuropa-Gesellschaft am Dienstag den 24. März 2015, 19.00 Uhr, ein Podiumsgespräch mit dem Titel „Hellas unter neuer Führung – Aufbruch am Abgrund?“

Moderiert von dem Geschäftsführer der Südosteuropagesellschaft, Dr. Hansjörg Brey, diskutieren der Wirtschaftsberater Dr. Jens Bastian, von 2011 bis 2013 Mitglied der Task Force for Greece der Europäischen Kommission in Athen, und die in Thessaloniki lebende Journalistin Kaki Bali.

Die Entwicklung in Griechenland bewegt viele Menschen. Griechenland steht aktuell buchstäblich am Abgrund, es droht der ökonomische und soziale Zusammenbruch. Zugleich bestehen in Griechenland Erwartungen, dass die Regierung einen wirtschaftlich tragfähigen und sozial verträglichen Ausweg aus der Schuldenkrise aushandeln kann. Die sich stellenden, brennenden Fragen betreffen nicht nur Griechenland selbst, sondern sie haben vielmehr Auswirkungen auf Deutschland und ganz Europa.

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier


Deutschland und die USA verbindet eine lange, gewachsene Freundschaft. Das Verhältnis weist über die Jahrzehnte hinweg Höhen und Tiefen auf. Wie steht es derzeit konkret um die Beziehungen mit den USA im Lichte der Debatten über TTIP und NSA? Worum geht es bei diesen und anderen Themen? Und welche Lösungen sind in Sicht?

In einer Veranstaltung der Evangelischen Akademie Tutzing in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk diskutierten

am Donnerstag, 19. März, um 20.00 Uhr:

  • John B. Emerson, Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland 
  • Dr. Tobias Endler, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Ph.D. & Research Coordinator am Heidelberg Center for American Studies 
  • Dr. Günther Beckstein, Ministerpräsident a.D. 
  • Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG 
  • Georg Mascolo, Leiter des Rechercheverbundes von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung
  • Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks 

Für die musikalische Unterhaltung sorgte die BayFolk-Band „Impala Ray“.

Es moderietren die PULS-Moderatorin Christina Wolf und der Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing, Udo Hahn.

Die Veranstaltung wurde live auf B5 plus gesendet und per Livestream auf den online-Seiten www.br.de/fernsehen/ard-alpha/index.html sowie www.br.de/nachrichten/index.html gezeigt.

Außerdem wurde die Veranstaltung aufgezeichnet und am Samstag, 28. März 2015 in der Reihe „Denkzeit“ um 22.30 Uhr auf ARD-alpha ausgestrahlt.


Dr. Markus Söder, Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und  Heimat, hält am 

Sonntag, 22. März, um 11:30 Uhr  die Kanzelrede in der Erlöserkirche an der Münchner Freiheit, in München- Schwabin. Der Eintritt ist frei!

Der am 5. Januar 1967 in Nürnberg geborene Markus Söder studierte von 1987 bis 1991  Rechtswissenschaften in Erlangen (juristisches Staatsexamen). 1992/93 absolvierte er ein Volontariat beim Bayerischen Rundfunk und arbeitete anschließend als Redakteur beim BR. 1998 wurde er zum Dr. jur. promoviert. Der CSU gehört er seit 1983 an. Seit 1994 ist er Mitglied des Bayerischen Landtags. Von 2003 bis 2007 arbeitete er als Generalsekretär der CSU, danach als Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten in der Bayerischen Staatskanzlei, als Staatsminister für Umwelt und Gesundheit sowie als Staatsminister der Finanzen. Seit 2013 ist er Bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Und seit 2014 gehört er der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern an. Söder ist verheiratet und hat vier Kinder.


v.l. Oberkirchenrat Detlev Bierbaum, stellv. Akademiedirektorin Dr. Ulrike Haerendel, Verwaltungsleiter Martin Kurz, ehem. Hauswirtschaftsleiterin Lidwina Kurz, Kirchenrat Dr. Daniel Dietzfelbinger, Akademiedirektor Udo Hahn

Nach 33 Jahren Dienst als Verwaltungsleiter der Evangelischen Akademie Tutzing tritt Martin Kurz zum 31. März in den Ruhestand. Am 14. März wurde er in einem feierlichen Gottesdienst mit anschließendem Empfang im Schloss verabschiedet.

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Tutzinger Salon mit Udo Wachtveitl

Lion Feuchtwanger und sein Roman „Erfolg“

Donnerstag, 19. März 2015, 19.30 Uhr

Lesung mit Udo Wachtveitl / Vortrag von Dr. Andreas Heusler

Veranstaltungsort:
Musiksaal der Evangelischen Akademie Tutzing
Eintritt: 10.- Euro /  erm. 5.-

Näheres Leitet Herunterladen der Datei eindazu

 

 


Es ist eine über viele Jahre gewachsene Freundschaft, die Deutschland und die Vereinigten Staaten von Amerika verbindet. Und echte Freunde streiten auch. So ist das Verhältnis zwischen beiden Staaten von Höhen und Tiefen geprägt. Die USA als Garant der Freiheit in den Jahren des Kalten Krieges aber auch als Spion unter Freunden wie die Snowden-Enthüllungen und die NSA-Affäre zeigen. Für Kontroversen sorgt auch das Transatlantische Handelsabkommen TTIP. Steht die Freundschaft auf dem Prüfstand? Die zentrale Frage in der Frühjahrstagung des Politischen Clubs vom 6. bis 8. März 2015 in der Evangelischen Akademie Tutzing.

Aus verschiedenen Perspektiven beleuchteten Experten das Thema. Die Liste der Referenten las sich wie ein Ausschnitt aus dem „Who is Who“ der deutschen Wirtschaft, Politik und den Medien.

Die Journalistin Miriam Zerbel berichtet darüber Leitet Herunterladen der Datei einhier.

In der Mediathek des Bayerischen Rundfunks finden Sie den Öffnet externen Link in neuem FensterBeitrag in der Rundschau.

Einige Impressionen zeigt unsere Leitet Herunterladen der Datei einFotostrecke.


Die Frühjahrstagung des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing unter der Leitung von Ministerpräsident a.D. Dr. Günther Beckstein befasste sich vom 6.- bis 8. März 2015 mit dem deutsch-amerikanischen Verhältnis. Hochkarätige Referentinnen und Referenten diskutierten mit mehr als 230 Gästen. Die Veranstaltung konnte auf Twitter unter #pctutz verfolgt werden. 

Zum Öffnet externen Link in neuem FensterProgramm

Bilder (links): Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG Joe Kaeser, Moderator des ZDF-„heute-journals“ Dr. Claus Kleber; (rechts): Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen und Akademiedirektor Udo Hahn, Peer Steinbrück MdB, Ministerpräsident a.D.


Unter dem Titel „Film des Monats“ starten die Evangelische Akademie Tutzing und das Breitwand Kino Starnberg eine Kooperation. In regelmäßiger Folge werden Filme gezeigt, die von der Jury der Evangelischen Filmarbeit als Filme des Monats ausgezeichnet wurden.

Produktionen, die sich durch ihre herausragende Qualität zur Diskussion anbieten und aktuelle Entwicklungen der Filmkultur spiegeln. Das Besondere: Kinobesitzer Matthias Helwig und Akademiedirektor Udo Hahn führen in den Film ein und stehen Interessierten zum Nachgespräch zur Verfügung.

„Der Film des Monats ist ein schon seit Jahren von einer fachkundigen Jury auserkorener Film, der aus der Flut der monatlich startenden Filme herausragt, weil er filmisch interessant, politisch brisant oder künstlerisch wertvoll ist“, so Helwig. „Es freut mich, dass wir nun in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Tutzing diesen Begriff nutzen und vor allem den Film diskutieren können.“

„Freundschaft, Liebe, Eifersucht, Scheitern, Hoffnung“, das sind für Hahn die „klassischen“ Film-Themen. „Kino ist Faszination, im Kino spielt das Leben: mal Drama, mal Komödie, mal beides in einem. Für Stunden lassen wir den Alltag hinter uns und holen uns den Mut, fröhlich, gelassen und getröstet den eigenen Weg zu gehen.“

Zur Premiere der Kooperation wird am 1. April, 19.30 Uhr, im Breitwand Kino Starnberg (Wittelsbacherstr. 10) Oscar-Gewinner 2015 „Birdman“ gezeigt. Am 6. Mai folgt „Leviathan“, der für einen Oscar nominiert war.

Hinweis: Karten sind an der Kinokasse erhältlich. Der Eintritt kostet 9 Euro, Erm.: 8 Euro, Studierende & Schüler: 5,50 Euro.

Weitere Informationen: www.breitwand.com, www.ev-akademie-tutzing.de


Die Evangelische Akademie Tutzing und der Rotary Club Tutzing starteten 2011 mit der „Tutzinger Rede“ ein Gemeinschaftsprojekt, das in regelmäßig wiederkehrender Form Kernfragen zur „Zukunft Mensch“ behandelt.

In der 4. Tutzinger Rede zum Thema „Die Zukunft der Medizin“ sprechen

am Montag, den 23. März 2015, 19:00 Uhr  

im Musiksaal der Evangelischen Akademie Tutzing Prof. Dr. Eckhard Nagel und Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. Nagel ist Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen sowie seit 1999 Professor am Lehrstuhl Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften an der Universität Bayreuth. Von 2001 bis 2010 leitetete er das Transplantationszentrum im Klinikum Augsburg. Er ist auch Mitglied des Deutschen Ethikrates. Susanne Breit-Keßler steht als Oberkirchenrätin dem Kirchenkreis München und Oberbayern vor. Sie ist Ständige Vertreterin des Landesbischofs und u.a. Mitglied der Bioethik-Kommission der Bayerischen Staatsregierung

Der Eintritt für die Vorträge mit anschließender Diskussion und einen Imbiss im Schloss beträgt 40,- Euro. Davon werden 23,- Euro für die Erstausstattung des Hospiz Refugium Beringerpark Tutzing gespendet. 

Anmeldung über: Isabelle Holzmann, Tel.: 08158 / 251-121, FAX: 08158 / 251-110; Email: holzmann@ev-akademie-tutzing.de


Staatsminister Markus Söder

Dr. Markus Söder, Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, hält am

Sonntag, 22. März, um 11:30 Uhr

die Kanzelrede in der Erlöserkirche an der Münchner Freiheit, in München- Schwabing
 
Der Eintritt ist frei.  

Der am 5. Januar 1967 in Nürnberg geborene Markus Söder studierte von 1987 bis 1991  Rechtswissenschaften in Erlangen (juristisches Staatsexamen). 1992/93 absolvierte er ein Volontariat beim Bayerischen Rundfunk und arbeitete anschließend als Redakteur beim BR. 1998 wurde er zum
Dr. jur. promoviert. Der CSU gehört er seit 1983 an. Seit 1994 ist er Mitglied des Bayerischen Landtags. Von 2003 bis 2007 arbeitete er als Generalsekretär der CSU, danach als Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten in der Bayerischen Staatskanzlei, als Staatsminister für Umwelt und Gesundheit sowie als Staatsminister der Finanzen. Seit 2013 ist er Bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Und seit 2014 gehört er der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern an. Söder ist verheiratet und hat vier Kinder.

Die Kanzelrede wird von ARD-alpha aufgezeichnet.


Holger Hofmann, Deutsches Kinderhilfswerk

Kinder haben das Recht, in einer sicheren Umgebung ohne Diskriminierung zu leben. Sie haben das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung, medizinischer Versorgung, Ausbildung und auf Mitsprache bei Entscheidungen, die ihr Wohlergehen betreffen. So definiert es die UN-Kinderrechtskonvention, die kürzlich ihr 25-jähriges Bestehen feiern konnte.

In seinem Gastbeitrag für den am 27. Februar 2015 erscheinenden Newsletter der Evangelischen Akademie Tutzing erklärt Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, wo die Defizite bei der Berücksichtigung von Kinderrechten hierzulande liegen.

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Daniela Laußer (Tutzing) nimmt zum 1. März 2015 ihre Tätigkeit als neue Geschäftsführerin des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing auf. Als gelernte Grafikerin und erfahren im Vereinsmanagement ist sie die Nachfolgerin von Eveline Kuthe, die nach mehr als achtjähriger Tätigkeit in den Ruhestand tritt.

Der 1949 gegründete Freundeskreis unterstützt die Arbeit der Evangelischen Akademie Tutzing, indem er an 21 Orten in Bayern eigene Kultur- und Bildungsveranstaltungen anbietet, ihr als Multiplikator dient und auch kirchenferne Kreise am christlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Diskurs der Akademie beteiligt. Die Freundeskreis-Mitglieder schmieden Ideen und planen Bildungsprogramme in rein ehrenamtlichem Einsatz. Auch die 1. Vorsitzende des Freundeskreises, Brigitte Grande M.A., koordiniert und leitet die Aktivitäten dieser rund 1.500 Mitglieder umfassenden Bildungseinrichtung ehrenamtlich. Sie sieht im Freundeskreis ein „Vorzeigebeispiel zivilgesellschaftlichen Engagements: Wir sorgen ehrenamtlich für Bildungsideen und haben gleichzeitig eine professionelle Struktur für die Umsetzung geschaffen.“ Für das umfangreiche operative Geschäft beschäftigt der Freundeskreis eine Geschäftsführerin, die ihr Büro im Schloss Tutzing hat.


Ministerpräsidentin Helen Zille und Akademiedirektor Udo Hahn / Foto: J. Ensink/archiv eat
Dr. Renier Koegelenberg, Director, EFSA Institute; Primas der anglikanischen Kirche im südlichen Afrika; der Kapstadter Erzbischof Dr. Thabo Makgoba; Ministerpräsidentin Helen Zille; Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und bayerischer Landesbischof, Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm; Akademiedirektor Udo Hahn (v.l.n.r.) / eat archiv

Die „offene Gesellschaft“ ist nach den Worten von Helen Zille, Ministerpräsidentin der Provinz Western Cape in der Republik Südafrika, das Leitbild ihrer politischen Arbeit. In einer Demokratie müsse die Regierung den Menschen dienen und nicht umgekehrt, sagte Zille anlässlich ihrer Auszeichnung mit dem „Tutzinger Löwen“ durch die Evangelische Akademie Tutzing am 23. Februar in Stellenbosch bei Kapstadt.

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3D - Welt im Druck

(c) fotolia.com

Lebensmittel, Waffen, ganze Häuser per Knopfdruck? Nicht gekocht, produziert, gebaut – just printed. Das klingt einfach, praktisch, revolutionär! In der Berichterstattung über Entwicklungen auf diesem Gebiet überschlagen sich förmlich die Sensationsmeldungen. Doch was passiert da eigentlich? Eine Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing geht vom 20. bis 22. März 2015 folgenden Fragen nach: Was wird sich verändern? Wer wird unter den Veränderungen leiden? Wer wird davon profitieren? Welche Grenzen werden verletzt, verschoben oder neu gezogen? Worin liegt überhaupt das revolutionäre Potenzial der neuen Technologie? Mehr dazu finden Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier:

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Boden ist unsere Lebensgrundlage: Wir bewegen uns auf ihm und ernähren uns von ihm. Boden ist für uns eine Selbstverständlichkeit, immer verfügbar, allgegenwärtig. Vielleicht ist das der Grund, dass seine Gesundheit und Qualität oft vergessen wird. Die unbequeme Wahrheit ist: Der Boden leidet derzeit im Stillen. Jedes Jahr gehen 24 Milliarden Tonnen Boden durch Erosion und Degradation verloren. 24 % produktiver Landflächen sind bereits nicht mehr nutzbar, eine Milliarde Menschen leiden darunter. Um eine nachhaltige Entwicklung und Ernährungssicherheit für die Weltbevölkerung zu gewährleisten ist der Schutz des Bodens von zentraler Bedeutung.

Einen Bericht zur Tagung  Soils, Food Security and Sustainable Land Management, 11. – 13. Februar 2015, die in Kooperation mit Biovision – Foundation for Ecological Development (CH), Umweltbundesamt (D), Global Soil Forum – Institute for Advanced Sustainability Studies (D) und Millenium Institute (USA) in der Evangelischen Akademie Tutzing stattgefunden hat, finden sie Leitet Herunterladen der Datei einhier:


Helen Zille bei ihrem Vortrag 2011 in der Evangelischen Akademie Tutzing ( (c) Haist)

Die Ministerpräsidentin der Provinz Western Cape in der Republik Südafrika, Helen Zille (Kapstadt), erhält den „Tutzinger Löwen“. Sie ist nach den Politikern Helmut Kohl, Hildegard Hamm-Brücher und Egon Bahr, dem Physiker Carl-Friedrich von Weizsäcker (1912-2007), dem Intendanten des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, den früheren bayerischen Landesbischöfen Hermann von Loewenich (1931-2008) und Johannes Friedrich, sowie dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., und der früheren Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, die zehnte Persönlichkeit, die mit dieser Bronzeplastik geehrt wird.

Die Evangelische Akademie Tutzing würdigt nach den Worten ihres Direktors, Udo Hahn, mit dieser nicht dotierten Auszeichnung Helen Zilles „couragiertes Eintreten für politische Vielfalt, Gerechtigkeit und Versöhnung in Südafrika sowie ihren Beitrag zum Aufbau einer Zivilgesellschaft“. Der „Tutzinger Löwe“ stehe darüber hinaus für Toleranz und Weltoffenheit.

Die Auszeichnung wird im Rahmen einer Konsultation der Evangelischen Akademie Tutzing mit dem Institute for Theological & Interdisciplinary Research der Ecumenical Foundation of Southern Africa (EFSA) in Stellenbosch bei Kapstadt am 23. Februar 2015 vorgenommen. Akademie und EFSA sind durch einen Partnerschaftsvertrag verbunden. An der Preisverleihung werden u.a. der bayerische Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm teilnehmen sowie der anglikanische Erzbischof von Kapstadt, Thabo Makgoba. Beide sprechen über die Bedeutung der Zivilgesellschaft.


Dr. Hans Rudolf Herren, Träger des Alternativen Nobelpreises

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum „Internationalen Jahr des Bodens“ ausgerufen. Nach Beschluss in der UN Generalversammlung bietet das International Year of Soils 2015 eine Plattform zur Bewusstseinsbildung für die Bedeutung des Schutzes der Böden weltweit. Es geht um ein nachhaltiges Management zur Ernährungssicherung, die Sicherung der Ökosystemfunktionen und den Umgang mit den Anforderungen des Klimawandels für jetzige und künftige Generationen.

Mit dem Internationalen Jahr der Böden will die UN die Aufmerksamkeit aber auch auf die Gefährdungen der Böden richten wie Flächenversiegelung, Desertifikation, Versalzung und einhergehende Probleme sowie deren Lösungsansätze aufzeigen.

Vor diesem Hintergrund wird der renommierte Insektenforscher und Träger des Alternativen Nobelpreises, Dr. Hans Rudolf Herren,

am Mittwoch, den 11. Feb. 2015, um 19.30 Uhr in der Rotunde der Evangelischen Akademie Tutzing einen Vortrag zu dem Thema halten:

“Food Security, Sustainable Land Management and Agriculture – Transformative Steps to Achieve Sustainable Development Goals.”  

Der Eintritt ist frei.

Die Abendveranstaltung wird in Kooperation mit dem Münchner Forum Nachhaltigkeit durchgeführt.

Anmeldung über: Susanna Satzger, Tel.: 08158 / 251-126; Email: satzger@ev-akademie-tutzing.de


Deutschland und die USA – steht die seit dem 17. Jahrhundert bestehende Freundschaft der beiden Staaten jetzt auf dem Prüfstand, wo hierzulande die Snowden-Enthüllungen, die NSA- und handygate-Affäre um die Kanzlerin, die amerikanischen Menschenrechtsverletzungen im Irak und in Afghanistan, in aller Munde sind? Ergänzend sorgen die Verhandlungen zwischen der EU und den USA über die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) für kontroversen Gesprächsstoff.

Zu den allgemeinen Beziehungen zwischen den beiden Staaten bemerkte der in Deutschland lebende US-Journalist Don Jordan (72) einmal, dass die USA und Deutschland zwar Freunde seien, sich aber nicht blind vertrauten.

Die von Ministerpräsident a.D. Dr. Günther Beckstein geleitete Frühjahrstagung des Politischen Clubs zu dem Thema  

USA – fremder Freund?
6. bis 8. März 2015  


wird der Frage nachgehen, wie es um die gegenwärtigen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA bestellt ist. Worum geht es bei den Streitthemen? Und welche Lösungen sind in Sicht?

Wir freuen uns auf die Begegnung u.a. mit US-Generalkonsul William E. Moeller, Siemens-Vorstandsvorsitzender Joe Kaeser, Bundestagsvizepräsident Hans-Ulrich Klose, ZDF-Moderator Dr. Claus Kleber, Bundesverteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen, Friedrich Merz, MdB a.D., MdEP a.D., Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz, NSA-Untersuchungsausschusvorsitzender Prof. Dr. Patrick Sensburg, Ministerpräsident a.D. Peer Steinbrück sowie  Karsten D. Voigt, MdB a.D. und vielen anderen.

Das vollständige Tagungsprogramm erhalten Sie unter folgendem Link: http://bit.ly/1zbbwtK

Anmeldungen über Frau Isabelle Holzmann: Tel.: 08158 / 251-121; FAX: 08158 / 251-110; E-Mail: holzmann@ev-akademie-tutzing.de

 


Ein Bild mit Seltenheitswert: Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker zupft liebevoll seinen Amtsvorgänger Alt-Bundespräsident Walter Scheel am Revers, um ihm gegenüber seine Auffassung von der Wichtigkeit einer Demokratiepolitik noch einmal zu unterstreichen…


Am Samstag, den 31. Januar 2015, verstarb im Alter von 94 Jahren Deutschlands Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Sein Engagement als protestantischer Christ - dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gehörte von Weizsäcker von 1970 bis 1984 an - brachte er auch immer wieder in die Akademiearbeit ein.

So referierte er bereits auf der Sommertagung des Politischen Clubs im Jahre 1969 über „Die Bundesrepublik nach 20 Jahren“, damals in seiner Funktion als Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages. In seinem Vortrag stellte von Weizsäcker fünf Thesen auf, die, wie er sagte, „die Richtung auf der Suche nach neuen politischen Zielen weisen können.“

Im Jahr 1978 zog von Weizsäcker zum 25-jährigen Bestehen des Politischen Clubs Bilanz darüber, was der Club in diesem Vierteljahrhundert erreicht hat und wo es Defizite gegeben habe. Mit ihm diskutierten der DGB-Vorsitzende Heinz Oskar Vetter, Handelstag-Präsident Otto Wolff von Amerongen, Liselotte Funcke, die Bürgermeister Dietrich Stobbe (Berlin) und Hans Koschnick (Bremen) sowie Bayerns Justizminister Karl Hillermeier.

Richard von Weizsäcker war von 1984 bis 1994 Staatsoberhaupt, und somit fielen in seine zehnjährige Amtszeit die friedliche Revolution in der DDR und die deutsche Wiedervereinigung. In Tutzing erörterte er im Januar 1990 das Thema „Neue Antworten auf die deutsche Frage.“

In der Zeit vom 25. bis 27. Mai 2001 führte die Evangelische Akademie Tutzing zusammen mit der Theodor-Heuss-Stiftung die Tagung „Für Demokratie bürgen“ durch. Anlass für diese Kooperationsveranstaltung war der 80. Geburtstag von Hildegard Hamm-Brücher. Von nah und fern waren sie gekommen, um der Grande Dame der FDP zu gratulieren und mit ihr über die von ihr aufgeworfene These zu streiten, „woran unsere Verfassungswirklichkeit krankt und was wir dazu beitragen können, um offenkundige Fehlentwicklungen zu korrigieren.“ Mit von der Partie waren als Diskutanten auch die beiden Alt-Bundespräsidenten Walter Scheel und Richard von Weizsäcker.

Die Bundesrepublik Deutschland und die Evangelische Akademie Tutzing werden seine mahnende Stimme vermissen.

Axel Schwanebeck



Lesen Sie mehr in der Chronik 2015.

 



Aktuelle Informationen zu unserer Arbeit im vergangenen Jahr entnehmen Sie bitte unserer Jahreschronik 2014.

ROTUNDE - Blog der Akademie

Auch im Bereich unseres neuen Blogs sind Sie herzlich eingeladen, das Geschehen an der Akademie aktiv mitzuverfolgen.

Wir freuen uns auf Beiträge, Kommentare und interessierte Fans!

Zu dem Blog gelangen Sie hier.

Bildergalerien:



Kammerkonzerte mit dem BR

In der kommenden Saison 2014/2015 werden im Musiksaal von Schloss Tutzing wieder die Solisten aus dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Kammermusik zu erleben sein. Die Konzerte finden jeweils sonntags um 18.00 Uhr statt.

Nähere Einzelheiten erfahren Sie hier



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Videos und Audios

Vorschau:

Kirchen und Kino: Der Filmtipp
1. April 2015

In Kooperation mit dem Kino Breitwand in Starnberg
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KONZERTANT
Kammermusik-Werkstatt für junge Instrumentalisten
9. - 11. April 2015

Junge Instrumentalisten erarbeiten mit Dozenten aus dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Werke der Kammermusik und präsentieren sie. Ein weiteres Konzert spielen die Dozenten. Gäste sind bei den Proben willkommen.
Kammermusikwerkstatt

VON CRUSOE ZU KRUSO - INSELWELTEN IN DER LITERATUR
Verleihung des Marie-Luise Kaschnitz-Preises an Lutz Seiler
17. - 19. April 2015

Seit 1984 verleiht die Evangelische Akademie Tutzing den Kaschnitz-Preis an deutschsprachige Autoren. Die Tagung beschäftigt sich mit dem Werk des Preisträgers und endet mit der feierlichen Preisverleihung


Neben den Kammerkonzerten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks finden in der Evangelischen Akademie Tutzing auch Konzerte der Tutzinger Brahmstage sowie der Musikfreunde Tutzing e.V. statt.