Mittwoch 17. September 2014

Aktuelles

Während bei den Tagungen der Evangelischen Akademie Tutzing das Schloss den schönen Rahmen bildet, stand es am Sonntag ganz im Mittelpunkt: Beim "Tag des offenen Denkmals" war das Ensemble von Schloss und Park allen zugänglich, die sich für diesen besonderen Ort, seine Geschichte und seine gegenwärtige Nutzung interessieren. Und das waren viele! Rund 1200 Gäste nahmen die Gelegenheit wahr, um Vortragsräume und Salons zu besichtigen oder durch den Park zu schlendern. Sie bildeten große Trauben bei den Führungen, eroberten selbst die vielen schönen Seiten der Anlage und machten sich ein Bild, viele Bilder, die nicht nur im Kopf bleiben mussten. Denn bei einem Mal-Workshop konnten die Impressionen gleich festgehalten werden, was vor allem die Kinder freudig taten. Einige hatten außerdem im Vorfeld des Tages schon Bilder vom Schloss gemalt, die ebenfalls präsentiert wurden. Aus dem vielfältigen Rahmenprogramm stach auch der Vortrag der Direktorin des Franz-Marc-Museums in Kochel, Cathrin Klingsöhr-Leroy, hervor, die über den "Blauen Reiter" sprach. Was hätte besser zu einem Denkmalstag unter dem Motto "Farbe" gepasst? Farbe, die die Maler der Avantgarde ganz neu begriffen! Zwar reichte es an diesem Tag nicht zu einem blauen Himmel, aber den vielen Farben vor Ort - dank einer Jazz-Combo auch Klangfarben - tat dies keinen Abbruch!


Vor 150 Jahren wurde die Schriftstellerin Ricarda Huch geboren. Sie hat die großen Umbrüche des 20. Jahrhunderts miterlebt und dazu in vielen Veröffentlichungen Stellung genommen. Dabei widersprach sie - auch in ihrem Lebensstil - nicht selten dem Zeitgeist und verweigerte sich vor allem dem "Mitmachen" im Dritten Reich.

Das Frauen- und Familienreferat an der Evangelischen Akademie Tutzing will mit der Tagung 

"Ricarda Huch. Ein unangepasstes Frauenleben?"
19. bis 21. September 2014 


das Leben und Werk dieser großen Schriftstellerin würdigen.

In Deutschland tragen rund ein Dutzend Schulen den Namen Ricarda Huchs. Schülerinnen und Schüler dieser Schulen wurden eingeladen, sich an einem Wettbewerb um die Person Ricarda Huchs zu beteiligen. Im Portal www.ricarda-huch.com müssen sie einige Aufgaben lösen, um im besten Fall die kostenlose Teilnahme an der Tutzinger Tagung zu gewinnen. Ermöglicht wird dies durch Spenden von Tagungsteilnehmern und Mitgliedern des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing. Sie tragen dazu bei, einen intergenerationellen Austausch zu der Frage zu ermöglichen: Hat Ricarda Huchs Leben und Werk auch heute noch Bedeutung?

Das vollständige Programm erhalten Sie hier
Anmeldung über: Rita Niedermaier, Tel.: 08158 / 251-128, Fax: 08158 / 99 64 28, Email: niedermaier@ev-akademie-tutzing.de

 


   

Mehr als 7.500 Denkmäler in ganz Deutschland öffnen am 14. September 2014 wieder ihre Türen. Der „Tag des offenen Denkmals“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Farbe“, wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz kürzlich mitteilte.

Auch die Evangelische Akademie Tutzing greift dieses Motto auf und lädt wieder alle Mitbürgerinnen und Mitbürger zu einer ausgiebigen Besichtigung des Tutzinger Schlosses sowie des Schlossparks ein: 

„Tag des offenen Denkmals“ 
- Gelb, Grün, Blau und Zwischentöne - 
Sonntag, den 14. September 2014, 
in der Zeit von 14.00 bis 18.00 Uhr 
(Einlass ab 13.50 Uhr)
Der Eintritt ist frei. 

Geboten werden den Besuchern von Schloss Tutzing u.a. mehrere Schloss- und Parkführungen, Mottoführungen zum Thema „Farbinspirationen“ sowie fachkundige Demonstrationen von Restaurationsarbeiten am Nymphenbrunnen, an der Löwenterrasse und im Musiksaal.

Im Foyer informieren Studienleiter Dr. Martin Held und die stellv. Direktorin Dr. Ulrike Haerendel über die Arbeit der Akademie. Zugleich werden Bilder von Tutzinger Schülern, die Schloss und Park gemalt haben, im Foyer gezeigt. Ein Workshop mit dem Künstler Malte Dinkela zu dem Thema „Farben ins Bild setzen – Maltechniken auf Leinwand“ lädt die Gäste dazu ein, einmal selbst der eigenen Kreativität freies Spiel zu lassen.

Und im Auditorium rundet ein Vortrag von Dr. Cathrin Klingsöhr-Leroy, Direktorin des Franz-Marc-Museums Kochel, zu dem Thema „Aufbruch zu Licht und Farbe: Der Blaue Reiter“ das vielseitige Programm ab.

Für das leibliche Wohl der Gäste ist gesorgt. Und „Musik im Park“ wird gekonnt dargeboten mit Thomas Bouterwek (Saxophon), Karsten Gnettner (Bass) und Bernd Hess (Gitarre).


Der scheidende Vorsitzende, Prof. Dr. Hans-Joachim König, die neue Vorsitzende, Frau Brigitte Grande M.A., und Akademiedirektor Udo Hahn (v.l.).
In der Mitgliederversammlung wurde Prof. Dr. Hans-Joachim König, mit dem Freundeskreiszeichen geehrt.
Akademiedirektor Udo Hahn dankte Frau Dr. Brigitte König für ihr langjähriges Engagement im Freundeskreis mit der Überreichung eines Blumenstraußes.

Die Kulturmanagerin Brigitte Grande M.A. (Tutzing) ist neue Vorsitzende des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing. In der Mitgliederversammlung des Vereins am 6. September erhielt sie 463 von 468 abgegebenen Stimmen. Grande tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Hans-Joachim König (Ingolstadt) an, der nach acht Jahren im Amt für eine erneute Kandidatur nicht mehr zur Verfügung stand.

In ihrer Dankesrede nach der Wahl bezeichnete Brigitte Grande die Akademie als „einzigartigen Glücksfall“ in ihrem Aufgabenfeld, der Kultur und Bildung, in dem sie seit fast dreißig Jahren beruflich wie ehrenamtlich tätig sei. „Umso mehr freut es mich, dass ich künftig gemeinsam mit den zahlreichen Mitgliedern des Freundeskreises bei der Förderung der Evangelischen Akademie Tutzing mitwirken darf“, Grande wörtlich. Den 21 örtlichen Freundeskreisen der Akademie in ganz Bayern mit ihren 1.500 Mitgliedern bescheinigte sie, mit ihren vielfältigen Angeboten die Bildungsarbeit in den jeweiligen Regionen zu bereichern.

Akademiedirektor Udo Hahn, zugleich 2. Vorsitzender des Vereins, brachte seine Freude zum Ausdruck, dass Brigitte Grande die nächsten vier Jahre die Geschicke des Freundeskreises und der Evangelischen Akademie Tutzing mit bestimme. Er setze – wie bisher – auf ein „vertrauensvolles und loyales Miteinander“.

Auch der Konvent, der zwischen den Mitgliederversammlungen die Geschäfte führt, wurde neu gewählt. Bestätigt wurden im Amt Beate Franz (Hof/Saale), Hildegard Gollner (Bayreuth), Dr. Bernd Matthes (Kulmbach), Gerd F. Thomae (Kaufbeuren) und Dr. Thomas Vogtherr (Ansbach). Neu gewählt wurde Constanze Angerer (München).

In der Mitgliederversammlung wurde der scheidende Vorsitzende mit dem Freundeskreiszeichen geehrt. In seiner Laudatio sagte Hahn, Professor König sei „nicht nur ein würdiger Botschafter des Freundeskreises und der Evangelischen Akademie Tutzing, sondern auch ein neugieriger Kundschafter, der die Arbeit geschickt weiter entwickelt, neues Terrain erschlossen und mit enormer Begeisterungsfähigkeit und Charme geführt hat.“ Freundeskreis und Akademie seien ihm „zu größtem Dank verpflichtet.“

Hans-Joachim König zog in seinem letzten Bericht ein positives Fazit seiner Tätigkeit als Vorsitzender. Zuvor erklärte er in einem Interview: „Ich habe immer wieder erlebt, welche Zugkraft der Name Evangelische Akademie Tutzing hat.“ Das Besondere an der Akademie sei eben – neben dem schönen Ambiente – „dass sie angesichts einer immer schwieriger werdenden Orientierung in einer globalisierten Welt … sich darum bemüht und daran mitwirkt, tragfähige Antworten zu finden.“ Insgesamt habe ihm die Arbeit als Freundeskreisvorsitzender „viele positive Erfahrungen“ vermittelt, resümiert der Lateinamerikawissenschaftler seine ehrenamtliche Tätigkeit.

Downloads:

- Abschlussbericht Prof. Dr. Hans-Joachim König -> hier
- Laudatio Akademiedirektor Udo Hahn -> hier
- Begrüßung von Brigitte Grande M.A. durch Akademiedirektor Udo Hahn -> hier
- Statement von Brigitte Grande M.A. zum Amtsantritt -> hier


 

Der scheidende 1. Vorsitzende des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing, Prof. Dr. Hans-Joachim König (Ingolstadt), wird am 6. September 2014 mit dem Freundeskreiszeichen geehrt. König, der seit 2006 den Freundeskreis leitet, kandidiert nicht mehr für eine weitere Amtszeit. Mit der von dem Pöckinger Bildhauer Helmut Ammann geschaffenen Bronzeplastik werden seit 1983 Persönlichkeiten geehrt, die sich in besonderer Weise für den Gesamtfreundeskreis eingesetzt und seine Wirkung nach innen und nach außen gestärkt haben. Die Bronzeplastik bringt zum Ausdruck, was das Wesen des Freundeskreises ausmacht: die unter Freunden vorhandene gegenseitige Zuneigung und das vertrauensvolle Miteinander.

Akademiedirektor Udo Hahn, zugleich 2. Vorsitzender des Freundeskreises, wird im Rahmen der Mitgliederversammlung die Ehrung vornehmen. „Prof. König ist nicht nur ein würdiger Botschafter des Freundeskreises und der Evangelischen Akademie Tutzing, sondern auch ein neugieriger Kundschafter, der die Arbeit geschickt weiter entwickelt, neues Terrain erschlossen und mit enormer Begeisterungsfähigkeit und Charme geführt hat“, so Hahn. Freundeskreis und Akademie seien ihm „zu größtem Dank verpflichtet“.

Rund 1.500 Mitglieder sind in 21 örtlichen Freundeskreisen in ganz Bayern organisiert. Sie unterstützen seit 1949 die Akademie und bereichern mit eigenen Angeboten die regionale Erwachsenenbildung. Hans-Joachim König war bis zu seinem Ruhestand Professor für die Geschichte Lateinamerikas an der Katholischen Universität Eichstätt und Direktor des dortigen Zentralinstituts für Lateinamerika-Studien.


Die Medaillen des Robert-Geisendörfer-Preises. Die Auszeichnung wird jedes Jahr verliehen und ist mit 30.000 Euro dotiert. Stifter des Preises sind: die EKD, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche, das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) sowie die Wolfgang und Gerda Mann Stiftung - Medien für Kinder als auch die Evangelische Akademie Tutzing.

Evangelische Akademie Tutzing und Wolfgang und Gerda Mann Stiftung stiften Kinderfernsehpreis 

Mit dem Robert Geisendörfer Preis, dem Medienpreis der Evangelischen Kirche, werden im Jahr 2014 insgesamt sechs Produktionen ausgezeichnet. In der Kategorie „Allgemeine Programme“ werden jeweils zwei Preise für Hörfunk- und Fernsehsendungen, in der Kategorie „Kinderprogramme“ werden ebenfalls zwei Preise vergeben. Außerdem wird der Sonderpreis der Jury 2014 verliehen.

Die Preisverleihung findet am 26. September 2014 in München in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk statt, dabei begründen die beiden Jurys ihre Entscheidungen. Die ausgezeichneten Programme werden in Ausschnitten vorgeführt.

Mit dem Robert Geisendörfer Preis werden jährlich in der Kategorie „Allgemeine Programme“ zwei Fernseh- und zwei Hörfunkproduktionen ausgezeichnet. In der Kategorie „Kinderprogramme“ werden ebenfalls zwei Preise vergeben. Der Kinderfernsehpreis wird von der Wolfgang und Gerda Mann Stiftung – Medien für Kinder und der Evangelischen Akademie Tutzing gestiftet. An dem Wettbewerb beteiligen sich öffentlich-rechtliche und private Rundfunkveranstalter. Ausgezeichnet werden Sendungen aus allen Programmsparten, die das persönliche und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken, zum guten Miteinander von Einzelnen, Gruppen, Völkern und zur gegenseitigen Achtung der Geschlechter beitragen. Darüber hinaus vergibt die Jury „Allgemeine Programme“ einen Sonderpreis für exemplarische publizistische oder künstlerische Leistungen. Die Preise sind insgesamt mit 30.000 Euro dotiert, der Sonderpreis ist undotiert.

Weitere Informationen über die Preisverleihung erhalten Sie hier.


Die Auszeichnung von Bundespräsident a. D. Christian Wulff mit dem Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing hat für rege Diskussionen gesorgt. Akademiedirektor Udo Hahn hat die kritischen Reaktionen in seinem Beitrag "Tolerant leben - aber wie?" aufgegriffen.

Diskutieren Sie mit in unserem Öffnet externen Link in neuem FensterBlog.

Den vollständigen Beitrag können Sie sich hier als pdf-Datei herunterladen.


 

Wie entwickeln sich europäische Zivilgesellschaften 20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs? Welche Herausforderungen sind damit für evangelische Kirchen in Europa verbunden? Und welche Bedeutung kommt der kirchlich verantworteten Bildungsarbeit im Blick auf europäische Zivilgesellschaften zu?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer internationalen Tagung zu dem Thema

It’s about Europe – It’s about Education
27.-29.10.2014,

die die Evangelische Akademie Tutzing in Kooperation mit der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und bildung evangelisch in Europa (beE) durchführt.

Zu diesem ersten Forum Bildung Europa laden wir die Vertreter der Medien ebenfalls herzlich nach Tutzing ein.

Das vollständige Tagungsprogramm erhalten Sie hier.
Anmeldung über: Isabelle Holzmann, Tel.: 08158 – 251121,
Email: holzmann@ev-akademie-tutzing.de


Dr. Brigitte König und Prof. Dr. Hans-Joachim König auf dem Jahresempfang der Akademie.

Interview mit dem scheidenden Freundeskreisvorsitzenden Prof. Dr. Hans-Joachim König

Prof. Dr. Hans-Joachim König (73), langjähriger Vorsitzender des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing, scheidet am 6. September 2014 aus diesem Amt aus und bilanziert in einem Interview mit der Geschäftsführerin des Freundeskreises, Eveline Kuthe, seine achtjährige Tätigkeit mit den Worten: „Ich habe immer wieder erlebt, welche Zugkraft der Name Evangelische Akademie Tutzing hat.“ Das Besondere an der Akademie sei eben – neben dem schönen Ambiente – „dass sie angesichts einer immer schwieriger werdenden Orientierung in einer globalisierten Welt … sich darum bemüht und daran mitwirkt, tragfähige Antworten zu finden.“

Insgesamt habe ihm die Arbeit als Freundeskreisvorsitzender „viele positive Erfahrungen“ vermittelt, resümiert der Lateinamerikawissenschaftler seine ehrenamtliche Tätigkeit. Hervorzuheben sei „eine gute Kommunikation zwischen Vorsitzendem, Vorstand, Konvent und den Leitern der örtlichen Freundeskreise.“

Einen Schwerpunkt seiner Arbeit hat der Lateinamerikahistoriker bei seinen Freundeskreistagungen auf Themen gelegt, die den südamerikanischen Kontinent betreffen, denn „dort haben wir längere Zeit gelebt“ und es ist eine Region, „in die die Europäer ihre Kultur und Religion nicht immer friedlich gebracht haben.“ Obwohl die jeweiligen Kontinente sich sehr unterschiedlich in ihrer Kultur, Religion und Politik entwickelt haben, geht es Professor König immer darum, „das Fremde differenziert zu sehen und das Andere nicht vorschnell nach dem europäischen Maßstab (ab)zuqualifizieren.“ Entscheidend ist für ihn, fremden Kulturen „respektvoll zu begegnen.“

Angesprochen auf die Frage, was er denn nun mit dem neu gewonnenen Zeitbudget tun wolle, fällt dem Forscher die Antwort nicht schwer: Bücher schreiben, Reisen mit seiner Frau und „viel Zeit und Spaß mit den Enkelinnen und Enkeln.“

Das vollständige Interview erhalten Sie hier.


Der Präsident des Europäischen Parlamentes, Martin Schulz, hielt die Laudatio bei der Verleihung des Toleranzpreises an Peter Maffay und überreichte die Urkunde.
Peter Maffay in der Rotunde der Akademie bei einer Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern der Benedictus Realschule Tutzing.

Peter Maffay ist im Grunde genommen ein Mann der leisen Töne. Als Schlagersänger begann er 1964 seine Musikerkarriere. Dann wandte er sich Ende der 70er Jahre dem Rock zu und wandelte sich zum „Deutschrocker“. Mit dem 1,6-Millionen mal verkauften Album Steppenwolf gelang Maffay 1979 der Sprung an die Spitze der Album-Charts. Heute ist er der Inbegriff des deutschen Rocks - auch im Alter. Am Samstag, den 30. August 2014, wurde der Musiker und Komponist 65 Jahre alt. Wir gratulieren ihm zu seinem Geburtstag und wünschen uns noch viele weitere Begegnungen mit ihm.

Wenn man ihm persönlich begegnet, dann trifft man auf einen sehr ruhigen, nach-denklichen, introvertierten Mann, bei dem nur sein Äußeres zum Image eines „Rockstars“ passt. Nur wenige wissen, dass Maffay sich gerne als Bio-Bauer betätigt, der eine Bio-Finca auf Mallorca betreibt, auf der er artgerecht Schafe, Ziegen und Kühe hält. Aus der Milch der Tiere werden verschiedene Käsesorten gewonnen. Sonnenblumenbrote werden gebacken. Früchte werden zu Marmeladen verarbeitet und vieles mehr. In einem Hofladen, einem Feinschmecker-Geschäft in Palma und auf der Bio-Finca Homepage können Konfitüren, Öle, Weine, Gewürze und mehr gekauft werden. Mit dem Erlös aus den Verkäufen wird auch ein Teil der Peter-Maffay-Stiftung getragen, mit der er benachteiligten Kindern und Jugendlichen auf die Beine helfen will.

Doch seine Stiftung ist bei weitem nicht die einzige Stelle, an der sich der Rocker politisch und sozial engagiert. Im Rahmen der momentan unter Promis beliebten „Ice Bucket Challenge“ spendete er z.B. 2000 Euro für den Kampf gegen die Nervenkrankheit ALS. Und in seiner Heimat Rumänien engagiert sich der Sänger stark für die Roma. Dort hat er baufällige Häuser aufgekauft, renoviert und ihnen neue Funktionen gegeben. Es gibt jetzt einen Bauernhof, eine Autowerkstatt und ein Ärztehaus.

Im Juni 2012 wurde der Musiker und Komponist von der Evangelischen Akademie Tutzing mit dem Toleranzpreis ausgezeichnet. Akademiedirektor Udo Hahn begründete die Preisvergabe mit den Worten: „Peter Maffay engagiert sich seit vielen Jahren für Toleranz und gegen Rassismus. Mit seiner Stiftung fördert er zahlreiche Projekte im In- und Ausland, die u. a. traumatisierten Kindern sowie Kindern und Jugendlichen mit sozialen Problemen zu Gute kommen. Peter Maffay ist ein überzeugender Botschafter der Toleranz, der Hoffnungszeichen setzt und einen wirksamen Beitrag für soziale Gerechtigkeit leistet.“


Steht für eine weitere Legislaturperiode nicht mehr zur Verfügung: Prof. Dr. Hans-Joachim König
Kandidiert für das Amt der Freundeskreisvorsitzenden: Kulturmanagerin Brigitte Grande M.A,

Islam-Tagung des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing und Neuwahl des Freundeskreis-Vorsitzenden sowie des Konvents 

Wer sich selbst und andere kennt, wird auch hier erkennen: Orient und Okzident
sind nicht mehr zu trennen
.“ (J. W. v. Goethe, West-östlicher Divan)

So positiv charakterisierte einst Johann Wolfgang von Goethe im West-östlichen Divan die Beziehung zwischen den beiden Kulturkreisen. Die heutige Situation stellt sich allerdings vollkommen anders dar. Sie ist bestimmt von Vorbehalten gegenüber „dem“ Islam als Hemmnis für Entwicklung sowie gegenüber einer nicht-demokratischen, instabilen, islamisch-arabischen Welt.

Die Sommertagung des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing will in der Tagung 

Orient und Okzident.
Dialog oder Kampf der Kulturen
5. bis 7. September 2014 


in einem historischen Längsschnitt die Beziehungen zwischen Orient und Okzident in Bezug auf kulturelle und religiöse Gemeinsamkeiten, auf den Prozess des Kultur- und Wissensaustausches sowie auf den Kampf der Kulturen (Wirtschaften) und Religionen behandeln.    
Anmeldung über: Eveline Kuthe, Tel.: 08158 / 251-130, Email: kuthe@ev-akademie-tutzing.de

Während der Tagung findet am Samstag, den 6. September 2014, um 14.00 Uhr, die Mitgliederversammlung des Freundeskreises statt, auf der über den Vorsitz neu entschieden wird. Der bisherige Amtsinhaber, Prof. Dr. Hans-Joachim König, steht nach acht Jahren für eine weitere Legislaturperiode nicht mehr zur Verfügung. Für seine Nachfolge kandidiert die Kulturmanagerin Brigitte Grande M.A., die seit 2014 als Referentin für Kultur, Museum, Vereine und Erwachsenenbildung dem Tutzinger Gemeinderat angehört.

Darüber hinaus müssen auch sechs Personen für den Konvent des Freundeskreises neu gewählt werden, der die Geschäfte zwischen den Mitgliederversammlungen führt. Die Ergebnisse der Wahl werden um 18.30 Uhr in der Rotunde der Akademie bekannt gegeben. Hierzu laden wir die Vertreter der Medien ebenfalls herzlich ein.


Ein ganzes Wochenende mit einer bekannten Persönlichkeit verbringen zu dürfen und sich mit ihm oder ihr über Gott und die Welt zu unterhalten, wer hätte sich das nicht schon einmal gewünscht? Das neue Tagungsformat „Lebenswerke“ der Evangelischen Akademie Tutzing greift dieses Bedürfnis auf.

In der Zeit von Freitag, 10.10.2014, bis Sonntag, 12.10.2014, können maximal sechzehn Personen mit dem SPD-Politiker Wolfgang Thierse (70) in einen Gedankenaustausch treten.

Wolfgang Thierse ist einer der bekanntesten Politiker Deutschlands. Er studierte Germanistik und Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und war in der DDR bis 1989 parteilos. Kurz nach dem Mauerfall, im Januar 1990, trat er der Sozialdemokratischen Partei der DDR (SDP) bei. Wenige Monate später wählten ihn die Genossen zum Parteivorsitzenden.

Nähere Einzelheiten erfahren Sie -> hier.


Für das Bayern2-Format "Zum Sonntag" spricht Akademiedirektor Udo Hahn am Samstag, den 23. September 2014, in der Zeit von 17.55 bis 18.00 Uhr den Kommentar.

Die "Lindenstraße" - Deutschlands bekannteste Fernsehserie - soll eine Moschee bekommen. Das erhitzt die Gemüter. In den sozialen Netzwerken und auf der Homepage der TV-Serie wird teils dagegen gewettert, teils zeigt sich Angst vor dem Fremden und auch Wut gegenüber dem islamistischen Terror. Für Udo Hahn steht jedoch fest, "dass die Zukunft unserer Gesellschaft auch davon abhängt, ob es ihr gelingt, Muslime zu integrieren."

Wie das gelingen kann? Der Akademiedirektor empfiehlt Toleranz als Grundhaltung der Gesellschaft sowie mehr Bemühungen um Dialog und eine Förderung von Plattformen wie etwa der Eugen-Biser-Stiftung, die kürzlich ein zweibändiges "Lexikon des Dialogs" zu Grundbegriffen des Christentums und des Islam herausgegeben hat.

Uns alle fordert Hahn dazu auf, mehr für die Verständigung zu tun und neue Brücken zu bauen - "die Kirchen, Sportvereine, Nachbarschaftshilfen, Elternvereinigungen, die muslimischen Gemeinden und Verbände, alle."

Den vollständigen Text des Kommentars "Zum Sonntag" erhalten Sie ->hier.

Zur Radiosendung gelangen Sie ->hier.

 


Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist in Deutschland seit einigen Jahren ein wichtiges Betätigungsfeld der Wirtschaftspolitik von Bund, Ländern und zahlreichen Kommunen. Die Branche erzielt Jahresumsätze von über 100 Milliarden Euro. Rund 238.000 Unternehmen mit knapp einer Million Erwerbstätigen sind inzwischen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig.

Damit ist die Kultur- und Kreativwirtschaft eine der stärksten Wirtschaftsbranchen in Deutschland. Sie gilt als Wachstumstreiber, Standortfaktor und als krisensicherer Wirtschaftszweig.

Das Kulturreferat an der Evangelischen Akademie Tutzing will in Kooperation mit STADTKULTUR – Netzwerk Bayerischer Städte e.V. sowie dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München und der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. (Landesgruppe Bayern) in der Tagung

Kulturwerte.
Zur kulturellen Seite der Kreativwirtschaft
12. bis 14. September 2014

die Diskussion zur Kreativwirtschaft um die kulturelle Ebene erweitern und den folgenden Fragen nachgehen: Welche kulturelle Bedeutung hat die Kreativwirtschaft? Welchen Nutzen kann sie für die Gesellschaft entfalten? Und welche politischen Weichenstellungen wären sinnvoll?

Als Diskutanten erwarten wir neben namhaften Wissenschaftlern, Kulturschaffenden und Künstlern u.a. in Tutzing: Dr. Sepp Dürr MdL, Bündnis 90 / DIE GRÜNEN, Rechts- und kulturpolitischer Sprecher der Fraktion im Bayerischen Landtag, Karl Freller MdL, CSU, stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag, Annette Karl MdL, SPD, wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion im Bayerischen Landtag, Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Stadt München, Vorsitzender des Kulturausschusses des Deutschen Städtetags, Prof. Dr. Michael Piazolo MdL, Freie Wähler, Hochschul- und medienpolitischer Sprecher der Fraktion im Bayerischen Landtag.


 

Bundespräsident a.D. Christian Wulff
Constanze Kurz im Gespräch mit Akademiedirektor Udo Hahn

Bundespräsident a. D. Christian Wulff wird in diesem Jahr mit dem Toleranz-Preis der Evangelischen Akademie Tutzing ausgezeichnet. Dies hat eine Jury unter dem Vorsitz des Leiters des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing, Ministerpräsident a. D. Dr. Günther Beckstein, beschlossen. Die nicht dotierte Auszeichnung wird seit 2000 alle zwei Jahre vergeben. Mit dem Toleranz-Preis werden Persönlichkeiten geehrt, die sich für die Verständigung zwischen Menschen, Nationen, Religionen und Kulturen einsetzen.

Nach den Worten von Akademiedirektor Udo Hahn werde Wulffs „leidenschaftliches Werben für einen verstärkten Dialog mit dem Islam“ gewürdigt „sowie für eine Gesellschaft, die offen ist für kulturelle Vielfalt und für die Auseinandersetzung mit Fremden und Fremdem“. Durch den Hinweis in seiner Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit 2012, wonach der Islam inzwischen auch zu Deutschland gehöre, habe er „einen wichtigen Beitrag zur Integration von Muslimen geleistet“. Die Laudatio werde die Schriftstellerin und Publizistin Hilal Sezgin halten.

Bisherige Preisträger waren der frühere Bundespräsident Roman Herzog, der Dirigent Daniel Barenboim, der Schriftsteller Henning Mankell, der Aga Khan, die Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi sowie Bundesminister Wolfgang Schäuble und der Musiker und Komponist Peter Maffay.

Seit 2012 wird der Toleranz-Preis auch in der Kategorie „Zivilcourage“ vergeben. Ausgezeichnet wurde vor zwei Jahren das „Bayerische Bündnis für Toleranz – Demokratie und Menschenwürde schützen“. In diesem Jahr hat sich die Jury für Dr. Constanze Kurz, ehrenamtliche Sprecherin des Chaos Computer Clubs und FAZ-Kolumnistin, entschieden. Kurz werde für ihr „vorbildliches Engagement als unbequeme Mahnerin auf dem Gebiet des Datenschutzes und der Datensicherheit geehrt“, so Hahn. „Wir würdigen ihre wissenschaftlichen und journalistischen Arbeiten, mit denen sie ethische und rechtliche Maßstäbe aufzeigen, wie Politik, Gesellschaft und jeder Einzelne verantwortlich auf die Herausforderungen reagieren muss, die sich durch die Digitalisierung sowie den Umgang mit Daten und Informationen ergeben.“ Die Laudatio übernehme Bundesministerin a. D. Sabine Leutheusser-Schnarren-berger, Mitglied des Kuratoriums der Evangelischen Akademie Tutzing.

Die Preise werden im Rahmen eines Festaktes am 30. Oktober 2014 im Schloss Tutzing überreicht. Die Veranstaltung wird von ARD-alpha aufgezeichnet.


Einladung zum Sigi SOMMERFEST
Josef (Hep) Monatseder, 3. Bürgermeister von München in den Jahren 1996 bis 2014, bei der Enthüllung der Sigi-Sommer-Statue am 23.8.2013. Foto: Genevieve Granger

Unter den Münchner Journalisten war Sigi Sommer (1914-1996) sicherlich ein Unikum. Als „Blasius, der Spaziergänger“ schlenderte er durch Münchens Straßen und grantelte an fast allem und jedem herum. Allerdings tat er dieses auf hohem Niveau, denn der Grantler, so schrieb er einmal, ist "keineswegs ein Meckerer, sondern genau genommen einfach der Übergang vom Nörgler zum Philosophen". Am 23. August wäre der nörgelnde Philosoph, der etwa 3500 Kolumnen für die AZ verfasst hat, jetzt 100 Jahre alt geworden.

Anlässlich dieses Ehrentages lädt das Netzwerk Slowmotion, das von der Evangelischen Akademie Tutzing und Green City, München, initiiert wurde, alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein zum   

Sigi SOMMERFEST
am Freitag, den 22. August 2014, 
von 20:00 bis 23:00
Uhr
.

Es findet im Herzen von München statt - auf dem Rindermarkt nahe seinem Standbild in der Fußgängerzone am Roseneck in der Rosenstraße.

Das Sigi SOMMERFEST bietet die einmalige Gelegenheit, Sigi Sommer auf eine Art kennen zu lernen, wie er in keinem Buch nachzulesen ist. Ein stimmungsvoller Abend mit Lesungen, Geschichten und Erzählungen rund um Sigi Sommer mit Josef Schmid, Bürgermeister der Landeshauptstadt München, Christian Ude, Alt-Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München und Träger des Sigi-Sommer-Talers, Madeleine Sarcletti-Sommer, Tochter Sigi Sommers, Helga Lauterbach-Sommer, Autorin und Cousine Sigi Sommers und Sylvia Hladky, Leiterin des Verkehrszentrums des Deutschen Museums. Der Abend bietet durch Musikdarbietungen und Sigi Sommers Leibspeisen einen Genuss für alle Sinne.

Zudem befindet sich in der Zeit vom 18. August bis zum 1. September 2014 rund um das Sigi Sommer Standbild ein kleines, begehbares Leporello mit spannenden Informationen, Fotos und Zitaten Sigi Sommers. Hier bietet sich die Möglichkeit, auf extra angefertigten Karten Sigi Sommer Glückwünsche zu schreiben und sie gleich bei Briefkästen am Standbild einzuwerfen. Die schönsten werden veröffentlicht.

Und hier gibt's eine Sigi Sommer -> Leseprobe.


Die Evangelische Akademie Tutzing hält ab sofort ein zusätzliches Angebot im Internet bereit: -> www.schloss-tutzing.de. „Mit der neuen Website wenden wir uns an Menschen, die am Denkmal Schloss Tutzing interessiert sind, unser Haus für eine Gasttagung nutzen wollen oder ihren Urlaub bei uns buchen“, erläutert Akademiedirektor Udo Hahn das Konzept. Für Anfang 2015 sei der Relaunch der Akademie-Homepage -> www.ev-akademie-tutzing.de geplant. Die Website werde sich künftig vor allem auf den Tagungsbetrieb konzentrieren.

„Wir haben in den letzten zwei Jahren unsere Social-Media-Präsenz kontinuierlich entwickelt und mit einem monatlich erscheinenden Newsletter sowie mit dem Blog -> http://www.ev-akademie-tutzing.de/rotunde unsere Online-Kommunikation ausgebaut“, so Hahn. Dabei sei es das Ziel, Menschen in den digitalen Welten auf die Aktivitäten des Hauses aufmerksam zu machen.


Die Evangelische Akademie Tutzing ist mit dem anspruchsvollsten europäischen Nachhaltigkeitsstandard EMASplus (EMAS = Eco-Management and Audit Scheme) ausgezeichnet worden. Damit ist sie in Bayern die zweite Bildungseinrichtung der Landeskirche, die diese Auszeichnung erhielt. Zuvor wurde der Evangelischen Familientagungsstätte Sulzbürg im Jahr 2013 diese Zertifizierung zuerkannt.

In den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales will die Evangelische Akademie Tutzing fortan eine Vorbildfunktion ausüben. Alle drei Bereiche „gleichberechtigt und gemeinsam zu denken, das heißt Zukunftsorientierung und gesellschaftliche Verantwortung. Hier mutig voranzugehen, Prozesse zu optimieren, alle Beteiligten zu motivieren und einzubinden, dies passt hervorragend in die Philosophie der Akademie“, erklärte Direktor Udo Hahn.

Näheres erfahren Sie hier.


Alma
Hammerling

Zum dritten Mal findet Mitte September 2014 das volXklang festival im Starnberger Fünfseenland statt.

Nach den beiden erfolgreichen Auflagen in Park und in den Räumen der Evangelischen Akademie Tutzing wird das Festival dieses Jahr als 8-teilige Konzertreihe in verschiedenen Orten des Fünfseenlandes angeboten.

Neue Volksmusik vom Feinsten und Weltmusik für Genießer, aber auch Temporeiches für Partyfreunde – dies ist die Musikmischung für das volXklang festival 2014. Acht Konzerte werden in Tutzing, Feldafing und Pähl gespielt, das Gesamtprogramm finden Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier.

In der Evangelischen Akademie Tutzing zu Gast sind

am 13. September 2014

um 20.00 Uhr

die Gruppen HAMMERLING GOES MAROC und ALMA.

 

Die Tickets kosten 26 € und können unter Öffnet externen Link in neuem FensterÖffnet externen Link in neuem Fensterdiesem Link ab sofort online erworben werden.

Ab 11. August sind Karten für dieses und andere Konzerte bei der Buchhandlung Held in Tutzing erhältlich (Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 14.30 Uhr bis 18.30 Uhr, Sa: 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr / Tel.: 08158-838899).

 

HAMMERLING GOES MAROC

2005 begegneten sich Fritz Moshammer und Youness Paco erstmals bei einem Festival in Marokko. Es folgten gemeinsame Auftritte mit Hammerling, u.a. auch beim Jazzfestival in Saalfelden. Aus der gemeinsam entwickelten Klang-Bibliothek – die von breitest angelegter Perkussion, über das Alphorn und andere Blasinstrumente bis zu traditionellen marokkanischen Instrumenten und Gesang reicht – entstand hammerling GOES MAROC. Das Projekt ist geprägt von Respekt und Neugierde auf die jeweils andere, scheinbar fremde Musik und der Lust sich auf improvisatorischem Weg anzunähern.

ALMA

Das fünfköpfige Ensemble besteht aus klassisch ausgebildeten MusikerInnen mit ausgeprägter Experimentierfreude, die alten Traditionen neues Leben einhauchen. Dabei lässt sich Alma selbst genug Raum um eigene musikalische Wurzeln zu erkunden. Diese werden vielfältig und musikalisch virtuos interpretiert und originell in einen neuen Zusammenhang gesetzt. „Mit Violinen, Bass, Akkordeon und (meist Jodel-) Gesang sowie mit großer Leichtigkeit, Leidenschaft und Fantasie lassen sie aus den Wurzeln vielfältige Triebe und Blüten wachsen: Kreativität ist Trumpf." Mike Kamp/Jury Deutscher Schallplattenpreis.


Der Tutzinger Medien-Dialog, eine Tagungsreihe der Evangelischen Akademie Tutzing und der Akademie für Politische Bildung Tutzing, hatte sich im Dezember des vergangenen Jahres der Problematik des Echtzeitjournalismus zugewandt.

Das Internet und die digitalen Medien haben den Journalismus verändert. Mit kleinen mobilen Geräten können Berichte, Filme und Fotos in Echtzeit rund um den Globus verschickt werden. Damit haben Soziale Netzwerke und Blogs die Monopolstellung der Korrespondenten und Agenturen aufgeweicht. Für Journalisten bedeutet die immer schneller wachsende Flut von Informationen eine enorme Herausforderung. Die rasant gestiegene Schlagzahl der Nachrichtenverbreitung erhöht jedoch gleichzeitig das Fehlerrisiko. Steht mittelfristig die Glaubwürdigkeit der Medien auf dem Spiel?

Aus dieser Tagung ist jetzt folgendes Buch hervorgegangen:   

Live dabei. Echtzeitjournalismus im Zeitalter des Internets  
Herausgegeben von Dr. Michael Schröder und Dr. Axel Schwanebeck
Nomos-Verlag, Baden-Baden 2014, 121 S., brosch., 19,– € 

Mit Beiträgen von:
Jörg Armbruster | Martin Bialecki | Christoph Ebner | Sigmund Gottlieb | Michael König | Ulrich Mückenberger | Hans Peter Müller | Gudrun Riedl | Esther Saoub | Holger Schellkopf | Michael Schröder | Axel Schwanebeck | Joachim Wendler

Bestellungen über Angelika Baumert: baumert@ev-akademie-tutzing.de

 


Dr. Wolfgang Schmidbauer

Newsletter-Gastkolumne von Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer 

Machtausübung fasziniert viele Menschen. Macht ermöglicht Kontrolle und verspricht auf diese Weise Sicherheit. Die meisten Menschen wünschen sich Macht, aber sie fürchten sie zugleich. Denn Macht ist auch gefährlich, da sie einen Rivalen herausfordert, zu erproben, ob er nicht stärker ist und sie rauben kann. Daher begehren viele Menschen die unangefochtene und unsichtbare Macht, die darin liegt, anderen zu helfen.

Wolfgang Schmidbauer (73), der in München lebt und arbeitet, ist Psychoanalytiker und Schriftsteller. In seinem Gastbeitrag für den am 29. Juli 2014 erscheinenden Newsletter der Evangelischen Akademie Tutzing zeigt er die andere Seite von Macht auf, die des Helfens. Doch auch bei der uneigennützige Hilfe für andere Menschen ist Vorsicht geboten, denn „der ohnmächtige Helfer ist nutzlos, der eigensüchtige gefährlich, der aufopfernde instabil. Brauchbare psychosoziale Hilfe, ob in Pädagogik, Therapie oder Coaching ist nur dort möglich, wo sich Stärke und Überlegung verbinden“, erklärt Schmidbauer.

Die vollständige Gastkolumne erhalten Sie hier.


Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erhält den „Tutzinger Löwen“. Sie ist nach den Politikern Helmut Kohl, Hildegard Hamm-Brücher und Egon Bahr, dem Physiker Carl-Friedrich von Weizsäcker (1912-2007), dem Intendanten des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, den früheren bayerischen Landesbischöfen Hermann von Loewenich (1931-2008) und Johannes Friedrich, sowie dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., die neunte Persönlichkeit, die mit dieser Bronzeplastik geehrt wird.

Die Evangelische Akademie Tutzing würdigt nach den Worten ihres Direktors, Udo Hahn, mit dieser nicht dotierten Auszeichnung das Engagement von Charlotte Knobloch "für eine jüdische Gegenwart und Zukunft in Deutschland, ihren Maßstab setzenden Einsatz für Versöhnung sowie ihr unbeugsames Eintreten gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus". Der „Tutzinger Löwe“ stehe darüber hinaus für Toleranz und Weltoffenheit.

Die Auszeichnung findet im Rahmen der "Kanzelrede" der Evangelischen Akademie Tutzing am Sonntag, 9. November 2014, 11.30 Uhr, in der Erlöserkirche in München-Schwabing statt. "Charlotte Knobloch ist nicht nur die erste Jüdin, die mit dem ,Tutzinger Löwen' geehrt wird, sondern auch die erste Rednerin, die nach 2007 ein zweites Mal die ,Kanzelrede' hält", so Hahn. Sie werde am 9. November über die "Notwendigkeit des Erinnerns" sprechen. "Ich hoffe, dass viele Besucher kommen - und damit auch ein klares Signal gegen jede Form von Antisemitismus setzen."



Lesen Sie mehr in der Chronik 2014

 



Aktuelle Informationen zu unserer Arbeit im vergangenen Jahr entnehmen Sie bitte unserer Jahreschronik 2013.

ROTUNDE - Blog der Akademie

Auch im Bereich unseres neuen Blogs sind Sie herzlich eingeladen, das Geschehen an der Akademie aktiv mitzuverfolgen.

Wir freuen uns auf Beiträge, Kommentare und interessierte Fans!

Zu dem Blog gelangen Sie hier.

Bildergalerien:



Kammerkonzerte mit dem BR

In der kommenden Saison 2014/2015 werden im Musiksaal von Schloss Tutzing wieder die Solisten aus dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Kammermusik zu erleben sein. Die Konzerte finden jeweils sonntags um 18.00 Uhr statt.

Nähere Einzelheiten erfahren Sie hier



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Videos und Audios

Vorschau:

* RESILIENZ & VERWUNDBARKEIT - Nur für geladene Teilnehmer
18. - 19. September 2014

Ansätze zur Resilienz und Vulnerabilität werden bezüglich ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede diskutiert. Konkrete Anwendungen wie Klimawandel, Ressourcenprobleme,
Finanzmärkte und kritische Infrastrukturen dienen als Beispiele

RICARDA HUCH - EIN UNANGEPASSTES FRAUENLEBEN?
19. - 21. September 2014

In Ricarda Huchs Leben und Werk markieren sich die großen Umbrüche des 20. Jahrhunderts: vom Kaiserreich bis zum Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Jahr ihres 150. Geburtstags laden wir zum intergenerationellen Gespräch ein.



MACHT - FIGUREN FORMEN FUNKTIONEN - Die Tagung ist ausgebucht
19. - 21. September 2014

„Macht ist böse an sich“? Macht ist notwendig, im Zusammenspiel von Idee, Wille,
Kraft, Wissen, Instrumenten und Tat das Leben zu gestalten. Oft pervertiert Macht
zur Gewalt. Was also ist Macht? Verliehen wozu? Und Ohnmacht?

Tagung in Kooperation und in der Akademie für politische Bildung Tutzing

 




Neben den Kammerkonzerten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks finden in der Evangelischen Akademie Tutzing auch Konzerte der Tutzinger Brahmstage sowie der Musikfreunde Tutzing e.V. statt.