Freitag 24. Oktober 2014

Aktuelles

Ein Rückblick von Thomas Lochte.

Es war eine "Welturaufführung", wie Wolfram Winter, Executive Vice President Communications & Public Affairs von Sky Deutschland, einleitend feststellte. Die Idee, in der Reihe "Alpenblicke" gemeinsam Gespräche zu Medien, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu veranstalten, fand auch Udo Hahn gut, der als Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing in seinem Grußwort sagte: "TV-Sender und Bildungseinrichtung - das passt zusammen!"

Hans Werner Kilz, dem Moderator der Auftaktveranstaltung in der Münchner Sky Deutschland-Zentrale, und seinen prominenten Gästen wurde gleich mal eine ziemlich weit ausladende Themenanfrage abverlangt: "Profisport - Gesellschaftliches Bindemittel oder eigendynamische Parallelwelt?" Leitet Herunterladen der Datei einMehr...


 

Unter dem Titel „Alpenblicke“ – Gespräche zu Medien, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – hat Sky Deutschland, der führende Pay-TV-Anbieter in Deutschland und Österreich, ein neues Veranstaltungsformat ins Leben gerufen.

In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Tutzing lädt Sky jetzt zur Auseinandersetzung mit dem Thema: „Profisport – Gesellschaftliches Bindemittel oder eigendynamische Parallelwelt?“ ein.

Termin: Mittwoch, den 15. Oktober, um 18:30 Uhr.

Nach der Begrüßung durch Wolfram Winter, Executive Vice President Communications & Public Affairs, Sky Deutschland, und Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing, diskutieren unter der Moderation des Beraters und Autors im Investigativ-Ressort der ZEIT, Hans Werner Kilz, die Panelisten:

- Norbert Haug, Motorsportchef Mercedes Benz (1990-2013), seither Motorsport-Experte der ARD und Berater
- Erwin Huber, Bayerischer Staatsminister a.D., MdL
- Carsten Schmidt, Chief Offi cer Sports, Advertising Sales & Internet, Sky Deutschland
- Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der Geschäftsführung, Borussia Dortmund

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion bietet SKY die Möglichkeit, an Führungen durch das Sky Sport News HD Studio und an Sky Lab Sessions teilzunehmen. Adresse: Sky Deutschland Fernsehen GmbH & Co. KG, Medienallee 26, 85774 Unterföhring. Bitte richten Sie Ihre Zu- oder Absage an Frau Isabelle Holzmann: holzmann@ev-akademie-tutzing.de

 


   

Heute, am 10. Oktober 2014, jährt sich zum 40. Mal der Todestag von Marie Luise Kaschnitz. Kristina Maidt-Zinke, Literaturkritikerin und Mitglied in der Jury des Kaschnitz-Preises der Evangelischen Akademie Tutzing, spürt der Aktualität ihres Werkes nach:

„Marie Luise Kaschnitz“, hieß es in einer Besprechung der Frankfurter Ausstellung zum 100. Geburtstag der Dichterin, „kommt heute aus weiter Ferne zu uns.“ Das war vor dreizehn Jahren, und nach menschlichem Ermessen müsste die Ferne sich jetzt, da ihr 40. Todestag zu begehen ist, noch vergrößert haben. Aber vielleicht ist das Gegenteil der Fall. Seit dem Beginn des neuen Jahrtausends hat vieles sich so radikal gewandelt, dass manche Umwälzungen des vorausgegangenen Jahrhunderts dagegen blass aussehen. Und es mag sein, dass wir vor diesem Hintergrund einige Dinge, die wir längst eingeordnet zu haben glaubten, anders sehen und neu bewerten können – so auch den Abstand zwischen uns und Marie Luise Kaschnitz.

Den vollständigen Artikel finden Sie auf unserem Öffnet externen Link in neuem FensterBlog.


Lutz Seiler, dem die Evangelische Akademie Tutzing vor rund zwei Wochen den Marie Luise Kaschnitz-Preis für sein Gesamtwerk zugesprochen hat, erhält den Deutschen Buchpreis 2014 für sein Romandebüt "Kruso".

Wir freuen uns sehr mit Lutz Seiler und gratulieren herzlich!

In der Begründung der Jury des Deutschen Buchpreises heißt es:

"Lutz Seiler beschreibt in einer lyrischen, sinnlichen, ins Magische spielenden Sprache den Sommer des Jahres 1989 auf der Insel Hiddensee - einem "Vorhof des Verschwindens". Hier sammelten sich Sonderlinge, Querdenker, Freihheitssucher, Menschen, die aus der DDR fliehen wollten. Man darf die packenden Robinsonade um den titelgebenden Kruso und den jungen Abwäscher Edgar als wortgewaltige Geschichte eines persönlichen und historischen Schiffbruchs lesen - und als Entwicklungsroman eines Dichters. Der Text entwickelt eine ganz eigene Dringlichkeit und ist nicht zuletzt ein Requiem für die Ostseeflüchtlinge, die bei ihrer Flucht ums Leben kamen. Lutz Seilers erster Roman überzeugt durch seine vollkommen eigenständige poetische Sprache, seine sinnliche Intensität und seine Welthaltigkeit."

Mehr dazu können Sie auf der Seite des Öffnet externen Link in neuem FensterDeutschen Buchpreises nachlesen.

Mehr zum Marie Luise Kaschnitz-Preis und der Tagung, die die Evangelische Akademie Tutzing vom 17.-19. April 2015 rund um das Werk des Preisträgers gestaltet, erfahren Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.


Hintere Reihe (v.r.): Dr. Maya Götz (IZI, Jury-Mitglied), Silke Penno (ZDF Redaktion pur+), Erik Mayer (Moderator pur+), Bernd Merz (Vorsitzender der Jury ‚Kinderprogramme‘ des Robert-Geisendörfer-Preises), Udo Hahn (Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing); vordere Reihe (v.r.): Tim Engelmann, Redakteur ZDF pur+ (Preisträger), Matthias Eder (Autor und Regie, Preisträger), Theo Garthe (Protagonist).


Die evangelische Kirche hat insgesamt sieben Radio- und TV-Produktionen mit dem Robert-Geisendörfer-Preis ausgezeichnet. Mit dem Medienpreis wolle die Kirche „auf Sendungen aufmerksam machen, die die Gesellschaft zusammenführen“, erklärte Ulrich Fischer, früherer badischer Landesbischof und Vorsitzender der Jury „Allgemeine Programme“, bei der Preisverleihung im Bayerischen Rundfunk (BR) in München.

Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm nannte den Geisendörfer-Preis „heute wichtiger denn je“. In der stark unterhaltungsgeprägten Medienlandschaft seien Sendungen besonders wichtig, die Themen ansprechen, die sonst nicht zum Zuge kämen. Daher verdienten es ihre Macher, besonders gewürdigt zu werden. Es sei für die ganze Gesellschaft wichtig, Menschen und Ereignisse in den Fokus zu rücken, „die sonst vielleicht übersehen würden“.

Die Kinderfernsehpreise gingen an die Kinderkanal-Produktion „Theo lässt sich nicht aufhalten“ von Matthias Eder und an die ZDF-Produktion „Hilfe, ich bin ein Vorurteil“. Beim Thema Kinderfernsehen gehe es nicht um Quote, sondern um Qualität, erklärte Pfarrer Bernd Merz, Vorsitzender der Jury „Kinderprogramme“. Es gehe um „kleine Menschen, die erst dabei sind, sich zu großen Menschen zu entwickeln.“ Der Kinderfernsehpreis wird von der „Wolfgang und Gerda Mann Stiftung – Medien für Kinder“ und seit 2013 auch von der Evangelischen Akademie Tutzing gestiftet. Akademiedirektor Udo Hahn ist seit 2006 Mitglied der Jury. Ursprünglich gehörte die Evangelische Akademie Tutzing neben der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Konföderation Evangelischer Kirche in Niedersachsen, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) zu den Trägern, die diesen nach dem bayerischen Pfarrer und Medien-Pionier Robert Geisendörfer benannten Preis ins Leben riefen. Die Akademie war 2004 jedoch aus der Trägerschaft ausgestiegen.

Die Hauptauszeichnungen gingen an den Fernsehfilm „Nichts mehr wie vorher“ (Sat.1) und die TV-Sendung „In Deutschland um die Welt. Israel in Berlin“ (EinsPlus/SWR) mit Pierre M. Krause sowie an die beiden Radio-Features „Das Hacker-Syndrom“ (WDR) und „Fremde Mutter, fremdes Kind. Zwangsadoptionen in der DDR“ (MDR). Die Preise sind mit insgesamt 30.000 Euro dotiert.

Die Geschichtsdoku „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs" (NDR, SWR, ARTE, WDR, ORF) bekam den undotierten Sonderpreis der Jury. Paul Nolte, Professor für Zeitgeschichte an der Freien Universität Berlin, hob in seiner Laudatio hervor, dass der Erste Weltkrieg und besonders die Menschen mit ihren damaligen Erfahrungen lange im Schatten des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust gestanden hätten. Den Machern der Dokumentation sei es gelungen, diesen Menschen „eine Stimme und ein Gesicht“ zu geben. Durch die Verbindung von Tagebuchtexten und Spielszenen bringe das Projekt Erinnerungen an diese Zeit zurück.

BR-Hörfunkdirektor Martin Wagner bezeichnete die Preisverleihung als gute Gelegenheit, um über den Journalismus nachzudenken. In Zeiten des rasanten Medienwandels bestehe die Gefahr, das Wesentliche aus den Augen zu verlieren. Die Leitsätze des kirchlichen Medienpioniers Robert Geisendörfer – „Etwas öffentlich machen, Fürsprache üben, Barmherzigkeit vermitteln und Stimme leihen für die Sprachlosen“ – könnten für alle Journalisten gelten. Daher sei es ermutigend, dass die Preisträger zeigen, dass sich diese Leitsätze „in packenden, unterhaltsamen, guten Journalismus“ umsetzen lassen.

Mit dem Preis zeichnet die evangelische Kirche Hörfunk- und Fernsehsendungen aus, die das persönliche und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken und zur gegenseitigen Achtung der Geschlechter beitragen. Die Auszeichnung wird seit 1983 jährlich im Gedenken an den christlichen Publizisten und bayerischen Pfarrer Robert Geisendörfer (1910-1976) verliehen.


Akademiedirektor Udo Hahn und Frau Dr. Min-Mi Hackelsberger-Liang vor der Gendenktafel an Dr. Dr. Albert Hackelsberger, dem 1935 Schloss Tutzing gehörte.

Es sei ein bewegender Augenblick gewesen, als Prof. Dr. Christoph Hackelsberger am 21. Juli 1989 zusammen mit dem damaligen Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing, Dr. Claus-Jürgen Roepke, die von dem Bildhauer Prof. Fritz Koenig geschaffene Gedenktafel am Schloss enthüllten. Dr. Min-Mi Hackelsberger-Liang erinnert sich noch genau. Seither kommt sie alljährlich am 25. September in die Akademie, bis 2012 mit ihrem Mann Christoph, der im Frühjahr 2013 verstarb.

Das Gedenken gilt ihrem Schwiegervater, dem Industriellen Dr. Dr. Albert Hackelsberger, verheiratet mit Helene von Eyck, Mitinhaberin der Firma, die die weltbekannten Weck-Gläser herstellt. Er hatte 1935 Schloss Tutzing gekauft - als Wohnsitz für sich und seine Familie. Der Zentrumspolitiker geriet jedoch bald ins Visier der Gestapo. Am 20. September 1938 wurde er morgens verhaftet, als er mit seinem Wagen durch das äußere Schlosstor fuhr. Der Vorwurf: Devisenvergehen. Zum Prozess kam es nicht mehr. Hackelsberger starb in Gestapo-Haft - am 25. September 1940.

Diesmal, 25 Jahre nach der Enthüllung der Tafel, verabredete sich Dr. Min-Mi Hackelsberger-Liang mit Akademiedirektor Udo Hahn zum gemeinsamen Gedenken. Dabei würdigte Hahn die bleibende Verbundenheit der Familie Hackelsberger mit Schloss Tutzing.


Die Rente ist kein Gnadenbrot, erklärt VdK-Präsidentin Ulrike Mascher

Newsletter-Gastkolumne von VdK-Präsidentin Ulrike Mascher 

Viele Mitbürger wird es hart treffen. Die Rente reicht im Alter nicht. Schlimmer noch: Die Rente befindet sich im Sinkflug und wird 2040 bei durchschnittlich 988 Euro monatlich liegen. Das bedeutet: Viele Rentner werden nur noch Leistungen auf Sozialhilfeniveau bekommen.

In ihrem Gastbeitrag für den am 26. September 2014 erscheinenden Newsletter der Evangelischen Akademie Tutzing erklärt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, welche Weichen jetzt gestellt werden müssen, um die Altersarmut abzufedern.

Ausgehend von der Beobachtung, dass Jahr für Jahr die Zahlen der Grundsicherungsbezieher unter den Rentnern steigen und immer mehr von ihnen „aufs Amt gehen“ müssen, weil die Rente nicht zum Leben reicht, warnt die VdK-Präsidentin vor einem Anstieg der „Ausgaben für Grundsicherungsleistungen im Alter und bei Erwerbsminderung von heute 5,5 Milliarden Euro auf voraussichtlich 7,1 Milliarden Euro im Jahr 2018.“

Insbesondere Frauen seien von der Altersarmut bedroht, da eine kleine Witwenrente eben nicht ausreiche, „um über die Runden zu kommen“, so Mascher. Doch auch den männlichen Rentnern ginge es auf keinen Fall besser. „Wachdienst in Nachtschicht, Regale auffüllen im Supermarkt, Zeitungen austragen im Morgengrauen, Putzen von Bürogebäuden“ seien die typischen Tätigkeiten, die wenig Prestige, wenig soziale Kontakte und wenig Geld versprechen, erklärt die VdK-Präsidentin.

Was ist zu tun? Ulrike Mascher benennt ein ganzes Bündel von Maßnahmen. Zunächst müsse das Thema Altersarmut im öffentlichen und politischen Bewusstsein gehalten werden. Dann müsse die Angleichung der Mütterrenten betrieben werden, „weil für nach 1992 geborene Kinder drei, für vor 1992 geborene Kinder aber nur zwei Jahre für Kindererziehung auf die Rente angerechnet werden.“ Ferner dürfe das Rentenniveau nicht permanent weiter abgesenkt werden. Löhne und Renten müssten parallel steigen. Rentendämpfungsfaktoren müssten abgeschafft werden. Desweiteren drängt die VdK-Präsidentin darauf, auch in der Arbeitsmarktpolitik die Stellschrauben zu verändern: „Minijobs, Teilzeit oder Leiharbeit sind … Gift für die eigene Altersvorsorge. Nur ein gutes und stabiles Arbeitseinkommen garantiert … eine auskömmliche Rente“, so Mascher.

Resümierend beklagt Mascher: „Immer mehr Rentnerinnen und Rentner haben das Gefühl, dass sie behandelt werden, als würden sie aus lauter Gnade eine Rente bekommen und dass ihre Lebensleistung im Alter nichts mehr wert ist.“ Deshalb fordert der VdK, dass in Rentendingen „die Politik das Vertrauen der Menschen nicht noch weiter verspielen“ darf.


Fotoshooting: Schülerinnen und Schüler auf der Seeterrasse der Akademie.

9. Tutzinger Schülerakademie    

Die Welt ist grün, der Himmel blau, die Sonne scheint, alles ist schön. Ist es das? Bleibt es so? Was muss sich ändern? Was müssen und können wir tun, damit es so bleibt?

Auf diese Fragen sucht die Tutzinger Schülerakademie, die bereits zum neunten Mal in der Evangelischen Akademie Tutzing tagt, zukunftsweisende Antworten.

Für den 6. und 7. Oktober 2014 haben die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe des Tutzinger Gymnasiums fünf thematische Schwerpunkte für ihre Gäste vorbereitet: Nachhaltigkeit und Politik, Menschenrechtsverletzungen und ihr Schutz, Elektromobilität und das Ende der fossilen Brennstoffe, Wasser und Energiegewinnung sowie Papierverbrauch im digitalen Zeitalter – eine Chance für die Bäume?

Zusammen mit Experten aus dem Klima- und Umweltschutz, der Fahrzeugentwicklung, der Land- und Fischereiwirtschaft sowie dem Journalismus wollen die Jugendlichen nach neuen und unkonventionellen Lösungswegen suchen. Ihr Motto lautet: Wir denken nach. Wir denken vor. Wir denken um die Ecke.

Wir laden alle an diesen Fragen interessierten Schülerinnen und Schüler herzlich ein, mitzudenken. Das vollständige Programm gibt’s hier

Anmeldung über: Cornelia Spehr, Tel.: 08158 / 251-125; E-Mail: spehr@ev-akademie-tutzing.de

 


 

Lutz Seiler erhält den Marie Luise Kaschnitz-Literaturpreis

Die Evangelische Akademie Tutzing ehrt den Dichter und Schriftsteller Lutz Seiler mit dem Marie Luise Kaschnitz-Literaturpreis. In der Begründung der Jury heißt es: „Lutz Seilers Gedichte, Essays und Erzählungen sind bestechende poetische Erkundungen ostdeutscher Industrielandschaften, in denen Geigerzähler, Vergasernadeln oder süßliche Gase magische Qualitäten gewinnen. In seinem Roman „Kruso“ steigert sich Seilers Vergangenheitsrecherche zu einer mitreißenden Abenteuergeschichte über die untergehende DDR. Das Abwaschbecken einer Gastwirtschaft wird zum Hort der Freiheit. Ein atemberaubender Weltentwurf, eine moderne Legende und ein Sprachereignis. Lutz Seiler erhält den Preis für sein Gesamtwerk.“

Mitglieder der Jury sind: Dr. Maike Albath (Literaturkritikerin), Kristina Maidt-Zinke (Literaturkritikerin, Süddeutsche Zeitung), Prof. Dr. Gunther Nickel (Literaturwissenschaftler), Dr. Hajo Steinert (Literaturkritiker, Abteilungsleiter „Kulturelles Wort“, Deutschlandfunk) und Judith Stumptner (Studienleiterin, Evangelische Akademie Tutzing).

Die Verleihung des mit 7.500 Euro dotierten Preises findet am 19. April 2015 in der Evangelischen Akademie Tutzing statt. Sie ist Höhepunkt einer Wochenend-Tagung, die sich mit dem Werk des Preisträgers befasst. Tagung und Preisverleihung finden mit Unterstützung des Tutzinger Unternehmens eurobuch.com und der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg statt.

Der Marie Luise Kaschnitz-Preis wurde 1984 anlässlich des 10. Todestages der Schriftstellerin gegründet und wird seitdem regelmäßig verliehen, um Autorinnen und Autoren in ihrem Gedächtnis auszuzeichnen. Preisträger der vergangenen Jahre waren u.a. Thomas Lehr, Mirko Bonné, Pascal Mercier und Julia Franck. Lutz Seiler ist der 16. Preisträger.


Unter dem Titel "Schloss und Evangelische Akademie Tutzing" sind jetzt im Verlag Schnell & Steiner (Regensburg) zwei Publikationen erschienen. Ein großer Kunstführer (64 Seiten, 67 Abb., 12,95 Euro) sowie ein kleiner (24 Seiten, 20 Abb. 3 Euro). Nach den Worten von Akademiedirektor Udo Hahn handelt es sich um die erste umfassende Gesamtdarstellung der Geschichte des Schlosses mit der Akademie seit 1986. Claus-Jürgen Roepke, der damals das Haus leitete, hatte zum 40-jährigen Bestehen der Evangelischen Akademie Tutzing einen Bildband vorgelegt.

"Wir stellen fest, dass immer mehr Menschen an dem Denkmal Schloss Tutzing interessiert sind, so dass wir für diese jetzt zwei Publikationen bereit halten; ein Heft für den eiligen Nutzer sowie ein Buch für alle, die es genauer wissen wollen", so Hahn. Historisches und aktuelles Bildmaterial präsentieren diesen besonderen Ort am Starnberger See, der seit 1947 die Evangelische Akademie Tutzing beherbergt. Seine heutige Gestalt verdankt das Schloss der Umwandlung zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Viele Besitzer aus Adel und Bürgertum konnten es ihr Eigen nennen, u.a. ein Verleger, ein Kunsthändler, ein Politiker und ein Lebensmittelhersteller.

Die Stiftung Schloss Tutzing hat die Herausgabe der beiden Veröffentlichungen gefördert. Sie sind über den Verlag, den Buchhandel sowie über die Akademie (zzgl. Porto und Versandkosten) erhältlich.

Bestellungen über Angelika Baumert: baumert@ev-akademie-tutzing.de

 


(Foto: iStockphoto.com)

2. Medienforum der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern 

Die Snowden-Enthüllungen schreckten weltweit die Menschen auf. Big Data heißt das neue Geschäftsmodell der globalen Überwachung – haben wir die Kontrolle über unsere Daten längst verloren? Ob selbstlernende Haustechnik, vernetzte Autos oder elektronische Armbänder, ob Facebook, Twitter oder Internet, digitale Medien durchdringen mehr und mehr alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens.

Auf der einen Seite offenbart die digitale Revolution damit ihre deutlichen Vorteile. Sie verschafft uns Zugang zu unerschöpflichen Informations- und Wissensquellen, eröffnet ungeahnte Chancen für Transparenz und Partizipation und stellt die menschliche Kommunikation lokal wie global auf eine völlig neue Grundlage.

Auf der anderen Seite jedoch wird die zunehmende Bedrohung für eine freiheitliche Gesellschaft erkennbar. Die unvorstellbaren Datenmassen, die sekündlich abgeschöpft werden und durchs weltweite Netz fluten, können auch missbraucht werden. Insgesamt 560 Schriftsteller aus 82 Staaten, darunter fünf Nobelpreisträger, wandten sich im vergangenen Jahr in einem öffentlichen Aufruf gegen den Weg in einen Weltüberwachungsstaat und fordern die Schaffung einer digitalen Menschenrechts-Charta der Vereinten Nationen.

Auf dem 2. Medienforum der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, einer Kooperationsveranstaltung zwischen der Abteilung Gesellschaftsbezogene Dienste der ELKB, der Evangelischen Akademie Tutzing und der Abteilung für Christliche Publizistik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, sollen in der Zeit vom 5. bis 6. November 2014 mögliche Antworten auf die Fragen gefunden werden, ob die Grundlagen unserer Demokratie bedroht, ob Freiheit und Selbstbestimmung des Individuums durch digitale Medien gefährdet sind. Wie lassen sich elementare Grundrechte im digitalen Zeitalter schützen? Und welche Konsequenzen ergeben sich für die Kirche und ihre Medienstrategie?

Wir freuen uns auf die Begegnung mit Expertinnen und Experten auf diesem Gebiet. Unter ihnen der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier, Yvonne Hofstetter, deren Firma Teramark Technologies Algorithmen zur intelligenten Datenauswertung entwickelt, sowie die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und viele andere.

Zur Diskussion über die Risiken und Nebenwirkungen der digitalen Revolution laden wir herzlich nach Tutzing ein!

Das vollständige Programm sowie das Formular für die Tagungsanmeldung erhalten Sie hier.


Auf der weltpolitischen Agenda stehen nicht nur die Krisenherde Israel, Syrien und Ukraine, sondern eine darüber hinaus kaum zu überblickende Fülle. Die Probleme die jeweils zu bewältigen sind, halten die Welt zum Teil schon seit Jahrzehnten in Atem. Profunde Analysen bieten nüchterne, aber auch erschreckende Einblicke. Lösungsmöglichkeiten werden diskutiert, favorisiert - und scheitern dann doch immer wieder. Die Brisanz der aktuellen Konflikte liegt darin, dass sie immer weniger beherrschbar erscheinen.

Die von Ministerpräsident a.D. Dr. Günther Beckstein geleitete Herbsttagung des Politischen Clubs zu dem Thema

Israel, Syrien, Ukraine: Wie ist ein stabiler Frieden möglich?
14. bis 16. November 2014

wird u.a. den Fragen nachgehen, ob mit einer Zunahme von Kriegen zu rechnen ist, wo die besonnenen Kräfte sind und wie diese gestärkt werden können.


Wir freuen uns auf die Begegnung mit Jörg Armbruster, dem ehemaligen Leiter des ARD-Studios Kairo, Reinhard Bütikofer, Sprecher der deutschen Delegation der Grünen im Europäischen Parlament, Prof. Dr. Tobias Debiel, Direktor des Instituts für Entwicklung und Frieden INEF, Dr. Johannes Gerster, Vorsitzender des Kuratoriums der Israelstiftung in Deutschland, Pfarrer Dr. Uwe Gräbe, ehemaliger Propst der Evangelischen Kirche in Deutschland in Jerusalem, Botschafter Prof. Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, Bundesaußenminister a.D. Dr. Klaus Kinkel, Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Omid Nouripour, Außenpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag, Botschafter a.D. Avi Primor, Vorsitzender der Israelischen Gesellschaft für Auswärtige Politik, Dr. Andreas Reinicke, Deutscher Botschafter in Tunesien, Bundesminister a.D. Dr. Norbert Röttger, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag, und Dr. Sylke Tempel, Chefredakteurin der Zeitschrift IP der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.

Das vollständige Programm erhalten Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier:

Anmeldung: Isabell Holzmann, E-mail:Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail holzmann@ev-akademie-tutzing.de
T.: 0 81 58 251-121, F.: 0 81 58 251-110


Während bei den Tagungen der Evangelischen Akademie Tutzing das Schloss den schönen Rahmen bildet, stand es am Sonntag ganz im Mittelpunkt: Beim "Tag des offenen Denkmals" war das Ensemble von Schloss und Park allen zugänglich, die sich für diesen besonderen Ort, seine Geschichte und seine gegenwärtige Nutzung interessieren. Und das waren viele! Rund 1200 Gäste nahmen die Gelegenheit wahr, um Vortragsräume und Salons zu besichtigen oder durch den Park zu schlendern. Sie bildeten große Trauben bei den Führungen, eroberten selbst die vielen schönen Seiten der Anlage und machten sich ein Bild, viele Bilder, die nicht nur im Kopf bleiben mussten. Denn bei einem Mal-Workshop konnten die Impressionen gleich festgehalten werden, was vor allem die Kinder freudig taten. Einige hatten außerdem im Vorfeld des Tages schon Bilder vom Schloss gemalt, die ebenfalls präsentiert wurden. Aus dem vielfältigen Rahmenprogramm stach auch der Vortrag der Direktorin des Franz-Marc-Museums in Kochel, Cathrin Klingsöhr-Leroy, hervor, die über den "Blauen Reiter" sprach. Was hätte besser zu einem Denkmalstag unter dem Motto "Farbe" gepasst? Farbe, die die Maler der Avantgarde ganz neu begriffen! Zwar reichte es an diesem Tag nicht zu einem blauen Himmel, aber den vielen Farben vor Ort - dank einer Jazz-Combo auch Klangfarben - tat dies keinen Abbruch!


Vor 150 Jahren wurde die Schriftstellerin Ricarda Huch geboren. Sie hat die großen Umbrüche des 20. Jahrhunderts miterlebt und dazu in vielen Veröffentlichungen Stellung genommen. Dabei widersprach sie - auch in ihrem Lebensstil - nicht selten dem Zeitgeist und verweigerte sich vor allem dem "Mitmachen" im Dritten Reich.

Das Frauen- und Familienreferat an der Evangelischen Akademie Tutzing will mit der Tagung 

"Ricarda Huch. Ein unangepasstes Frauenleben?"
19. bis 21. September 2014 


das Leben und Werk dieser großen Schriftstellerin würdigen.

In Deutschland tragen rund ein Dutzend Schulen den Namen Ricarda Huchs. Schülerinnen und Schüler dieser Schulen wurden eingeladen, sich an einem Wettbewerb um die Person Ricarda Huchs zu beteiligen. Im Portal www.ricarda-huch.com müssen sie einige Aufgaben lösen, um im besten Fall die kostenlose Teilnahme an der Tutzinger Tagung zu gewinnen. Ermöglicht wird dies durch Spenden von Tagungsteilnehmern und Mitgliedern des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing. Sie tragen dazu bei, einen intergenerationellen Austausch zu der Frage zu ermöglichen: Hat Ricarda Huchs Leben und Werk auch heute noch Bedeutung?

Das vollständige Programm erhalten Sie hier
Anmeldung über: Rita Niedermaier, Tel.: 08158 / 251-128, Fax: 08158 / 99 64 28, Email: niedermaier@ev-akademie-tutzing.de

 


   

Mehr als 7.500 Denkmäler in ganz Deutschland öffnen am 14. September 2014 wieder ihre Türen. Der „Tag des offenen Denkmals“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Farbe“, wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz kürzlich mitteilte.

Auch die Evangelische Akademie Tutzing greift dieses Motto auf und lädt wieder alle Mitbürgerinnen und Mitbürger zu einer ausgiebigen Besichtigung des Tutzinger Schlosses sowie des Schlossparks ein: 

„Tag des offenen Denkmals“ 
- Gelb, Grün, Blau und Zwischentöne - 
Sonntag, den 14. September 2014, 
in der Zeit von 14.00 bis 18.00 Uhr 
(Einlass ab 13.50 Uhr)
Der Eintritt ist frei. 

Geboten werden den Besuchern von Schloss Tutzing u.a. mehrere Schloss- und Parkführungen, Mottoführungen zum Thema „Farbinspirationen“ sowie fachkundige Demonstrationen von Restaurationsarbeiten am Nymphenbrunnen, an der Löwenterrasse und im Musiksaal.

Im Foyer informieren Studienleiter Dr. Martin Held und die stellv. Direktorin Dr. Ulrike Haerendel über die Arbeit der Akademie. Zugleich werden Bilder von Tutzinger Schülern, die Schloss und Park gemalt haben, im Foyer gezeigt. Ein Workshop mit dem Künstler Malte Dinkela zu dem Thema „Farben ins Bild setzen – Maltechniken auf Leinwand“ lädt die Gäste dazu ein, einmal selbst der eigenen Kreativität freies Spiel zu lassen.

Und im Auditorium rundet ein Vortrag von Dr. Cathrin Klingsöhr-Leroy, Direktorin des Franz-Marc-Museums Kochel, zu dem Thema „Aufbruch zu Licht und Farbe: Der Blaue Reiter“ das vielseitige Programm ab.

Für das leibliche Wohl der Gäste ist gesorgt. Und „Musik im Park“ wird gekonnt dargeboten mit Thomas Bouterwek (Saxophon), Karsten Gnettner (Bass) und Bernd Hess (Gitarre).


Der scheidende Vorsitzende, Prof. Dr. Hans-Joachim König, die neue Vorsitzende, Frau Brigitte Grande M.A., und Akademiedirektor Udo Hahn (v.l.).
In der Mitgliederversammlung wurde Prof. Dr. Hans-Joachim König, mit dem Freundeskreiszeichen geehrt.
Akademiedirektor Udo Hahn dankte Frau Dr. Brigitte König für ihr langjähriges Engagement im Freundeskreis mit der Überreichung eines Blumenstraußes.

Die Kulturmanagerin Brigitte Grande M.A. (Tutzing) ist neue Vorsitzende des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing. In der Mitgliederversammlung des Vereins am 6. September erhielt sie 463 von 468 abgegebenen Stimmen. Grande tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Hans-Joachim König (Ingolstadt) an, der nach acht Jahren im Amt für eine erneute Kandidatur nicht mehr zur Verfügung stand.

In ihrer Dankesrede nach der Wahl bezeichnete Brigitte Grande die Akademie als „einzigartigen Glücksfall“ in ihrem Aufgabenfeld, der Kultur und Bildung, in dem sie seit fast dreißig Jahren beruflich wie ehrenamtlich tätig sei. „Umso mehr freut es mich, dass ich künftig gemeinsam mit den zahlreichen Mitgliedern des Freundeskreises bei der Förderung der Evangelischen Akademie Tutzing mitwirken darf“, Grande wörtlich. Den 21 örtlichen Freundeskreisen der Akademie in ganz Bayern mit ihren 1.500 Mitgliedern bescheinigte sie, mit ihren vielfältigen Angeboten die Bildungsarbeit in den jeweiligen Regionen zu bereichern.

Akademiedirektor Udo Hahn, zugleich 2. Vorsitzender des Vereins, brachte seine Freude zum Ausdruck, dass Brigitte Grande die nächsten vier Jahre die Geschicke des Freundeskreises und der Evangelischen Akademie Tutzing mit bestimme. Er setze – wie bisher – auf ein „vertrauensvolles und loyales Miteinander“.

Auch der Konvent, der zwischen den Mitgliederversammlungen die Geschäfte führt, wurde neu gewählt. Bestätigt wurden im Amt Beate Franz (Hof/Saale), Hildegard Gollner (Bayreuth), Dr. Bernd Matthes (Kulmbach), Gerd F. Thomae (Kaufbeuren) und Dr. Thomas Vogtherr (Ansbach). Neu gewählt wurde Constanze Angerer (München).

In der Mitgliederversammlung wurde der scheidende Vorsitzende mit dem Freundeskreiszeichen geehrt. In seiner Laudatio sagte Hahn, Professor König sei „nicht nur ein würdiger Botschafter des Freundeskreises und der Evangelischen Akademie Tutzing, sondern auch ein neugieriger Kundschafter, der die Arbeit geschickt weiter entwickelt, neues Terrain erschlossen und mit enormer Begeisterungsfähigkeit und Charme geführt hat.“ Freundeskreis und Akademie seien ihm „zu größtem Dank verpflichtet.“

Hans-Joachim König zog in seinem letzten Bericht ein positives Fazit seiner Tätigkeit als Vorsitzender. Zuvor erklärte er in einem Interview: „Ich habe immer wieder erlebt, welche Zugkraft der Name Evangelische Akademie Tutzing hat.“ Das Besondere an der Akademie sei eben – neben dem schönen Ambiente – „dass sie angesichts einer immer schwieriger werdenden Orientierung in einer globalisierten Welt … sich darum bemüht und daran mitwirkt, tragfähige Antworten zu finden.“ Insgesamt habe ihm die Arbeit als Freundeskreisvorsitzender „viele positive Erfahrungen“ vermittelt, resümiert der Lateinamerikawissenschaftler seine ehrenamtliche Tätigkeit.

Downloads:

- Abschlussbericht Prof. Dr. Hans-Joachim König -> hier
- Laudatio Akademiedirektor Udo Hahn -> hier
- Begrüßung von Brigitte Grande M.A. durch Akademiedirektor Udo Hahn -> hier
- Statement von Brigitte Grande M.A. zum Amtsantritt -> hier


 

Der scheidende 1. Vorsitzende des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing, Prof. Dr. Hans-Joachim König (Ingolstadt), wird am 6. September 2014 mit dem Freundeskreiszeichen geehrt. König, der seit 2006 den Freundeskreis leitet, kandidiert nicht mehr für eine weitere Amtszeit. Mit der von dem Pöckinger Bildhauer Helmut Ammann geschaffenen Bronzeplastik werden seit 1983 Persönlichkeiten geehrt, die sich in besonderer Weise für den Gesamtfreundeskreis eingesetzt und seine Wirkung nach innen und nach außen gestärkt haben. Die Bronzeplastik bringt zum Ausdruck, was das Wesen des Freundeskreises ausmacht: die unter Freunden vorhandene gegenseitige Zuneigung und das vertrauensvolle Miteinander.

Akademiedirektor Udo Hahn, zugleich 2. Vorsitzender des Freundeskreises, wird im Rahmen der Mitgliederversammlung die Ehrung vornehmen. „Prof. König ist nicht nur ein würdiger Botschafter des Freundeskreises und der Evangelischen Akademie Tutzing, sondern auch ein neugieriger Kundschafter, der die Arbeit geschickt weiter entwickelt, neues Terrain erschlossen und mit enormer Begeisterungsfähigkeit und Charme geführt hat“, so Hahn. Freundeskreis und Akademie seien ihm „zu größtem Dank verpflichtet“.

Rund 1.500 Mitglieder sind in 21 örtlichen Freundeskreisen in ganz Bayern organisiert. Sie unterstützen seit 1949 die Akademie und bereichern mit eigenen Angeboten die regionale Erwachsenenbildung. Hans-Joachim König war bis zu seinem Ruhestand Professor für die Geschichte Lateinamerikas an der Katholischen Universität Eichstätt und Direktor des dortigen Zentralinstituts für Lateinamerika-Studien.


Die Medaillen des Robert-Geisendörfer-Preises. Die Auszeichnung wird jedes Jahr verliehen und ist mit 30.000 Euro dotiert. Stifter des Preises sind: die EKD, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche, das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) sowie die Wolfgang und Gerda Mann Stiftung - Medien für Kinder als auch die Evangelische Akademie Tutzing.

Evangelische Akademie Tutzing und Wolfgang und Gerda Mann Stiftung stiften Kinderfernsehpreis 

Mit dem Robert Geisendörfer Preis, dem Medienpreis der Evangelischen Kirche, werden im Jahr 2014 insgesamt sechs Produktionen ausgezeichnet. In der Kategorie „Allgemeine Programme“ werden jeweils zwei Preise für Hörfunk- und Fernsehsendungen, in der Kategorie „Kinderprogramme“ werden ebenfalls zwei Preise vergeben. Außerdem wird der Sonderpreis der Jury 2014 verliehen.

Die Preisverleihung findet am 26. September 2014 in München in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk statt, dabei begründen die beiden Jurys ihre Entscheidungen. Die ausgezeichneten Programme werden in Ausschnitten vorgeführt.

Mit dem Robert Geisendörfer Preis werden jährlich in der Kategorie „Allgemeine Programme“ zwei Fernseh- und zwei Hörfunkproduktionen ausgezeichnet. In der Kategorie „Kinderprogramme“ werden ebenfalls zwei Preise vergeben. Der Kinderfernsehpreis wird von der Wolfgang und Gerda Mann Stiftung – Medien für Kinder und der Evangelischen Akademie Tutzing gestiftet. An dem Wettbewerb beteiligen sich öffentlich-rechtliche und private Rundfunkveranstalter. Ausgezeichnet werden Sendungen aus allen Programmsparten, die das persönliche und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken, zum guten Miteinander von Einzelnen, Gruppen, Völkern und zur gegenseitigen Achtung der Geschlechter beitragen. Darüber hinaus vergibt die Jury „Allgemeine Programme“ einen Sonderpreis für exemplarische publizistische oder künstlerische Leistungen. Die Preise sind insgesamt mit 30.000 Euro dotiert, der Sonderpreis ist undotiert.

Weitere Informationen über die Preisverleihung erhalten Sie hier.


Die Auszeichnung von Bundespräsident a. D. Christian Wulff mit dem Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing hat für rege Diskussionen gesorgt. Akademiedirektor Udo Hahn hat die kritischen Reaktionen in seinem Beitrag "Tolerant leben - aber wie?" aufgegriffen.

Diskutieren Sie mit in unserem Öffnet externen Link in neuem FensterBlog.

Den vollständigen Beitrag können Sie sich hier als pdf-Datei herunterladen.


 

Wie entwickeln sich europäische Zivilgesellschaften 20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs? Welche Herausforderungen sind damit für evangelische Kirchen in Europa verbunden? Und welche Bedeutung kommt der kirchlich verantworteten Bildungsarbeit im Blick auf europäische Zivilgesellschaften zu?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer internationalen Tagung zu dem Thema

It’s about Europe – It’s about Education
27.-29.10.2014,

die die Evangelische Akademie Tutzing in Kooperation mit der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und bildung evangelisch in Europa (beE) durchführt.

Zu diesem ersten Forum Bildung Europa laden wir die Vertreter der Medien ebenfalls herzlich nach Tutzing ein.

Das vollständige Tagungsprogramm erhalten Sie hier.
Anmeldung über: Isabelle Holzmann, Tel.: 08158 – 251121,
Email: holzmann@ev-akademie-tutzing.de


Dr. Brigitte König und Prof. Dr. Hans-Joachim König auf dem Jahresempfang der Akademie.

Interview mit dem scheidenden Freundeskreisvorsitzenden Prof. Dr. Hans-Joachim König

Prof. Dr. Hans-Joachim König (73), langjähriger Vorsitzender des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing, scheidet am 6. September 2014 aus diesem Amt aus und bilanziert in einem Interview mit der Geschäftsführerin des Freundeskreises, Eveline Kuthe, seine achtjährige Tätigkeit mit den Worten: „Ich habe immer wieder erlebt, welche Zugkraft der Name Evangelische Akademie Tutzing hat.“ Das Besondere an der Akademie sei eben – neben dem schönen Ambiente – „dass sie angesichts einer immer schwieriger werdenden Orientierung in einer globalisierten Welt … sich darum bemüht und daran mitwirkt, tragfähige Antworten zu finden.“

Insgesamt habe ihm die Arbeit als Freundeskreisvorsitzender „viele positive Erfahrungen“ vermittelt, resümiert der Lateinamerikawissenschaftler seine ehrenamtliche Tätigkeit. Hervorzuheben sei „eine gute Kommunikation zwischen Vorsitzendem, Vorstand, Konvent und den Leitern der örtlichen Freundeskreise.“

Einen Schwerpunkt seiner Arbeit hat der Lateinamerikahistoriker bei seinen Freundeskreistagungen auf Themen gelegt, die den südamerikanischen Kontinent betreffen, denn „dort haben wir längere Zeit gelebt“ und es ist eine Region, „in die die Europäer ihre Kultur und Religion nicht immer friedlich gebracht haben.“ Obwohl die jeweiligen Kontinente sich sehr unterschiedlich in ihrer Kultur, Religion und Politik entwickelt haben, geht es Professor König immer darum, „das Fremde differenziert zu sehen und das Andere nicht vorschnell nach dem europäischen Maßstab (ab)zuqualifizieren.“ Entscheidend ist für ihn, fremden Kulturen „respektvoll zu begegnen.“

Angesprochen auf die Frage, was er denn nun mit dem neu gewonnenen Zeitbudget tun wolle, fällt dem Forscher die Antwort nicht schwer: Bücher schreiben, Reisen mit seiner Frau und „viel Zeit und Spaß mit den Enkelinnen und Enkeln.“

Das vollständige Interview erhalten Sie hier.


Der Präsident des Europäischen Parlamentes, Martin Schulz, hielt die Laudatio bei der Verleihung des Toleranzpreises an Peter Maffay und überreichte die Urkunde.
Peter Maffay in der Rotunde der Akademie bei einer Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern der Benedictus Realschule Tutzing.

Peter Maffay ist im Grunde genommen ein Mann der leisen Töne. Als Schlagersänger begann er 1964 seine Musikerkarriere. Dann wandte er sich Ende der 70er Jahre dem Rock zu und wandelte sich zum „Deutschrocker“. Mit dem 1,6-Millionen mal verkauften Album Steppenwolf gelang Maffay 1979 der Sprung an die Spitze der Album-Charts. Heute ist er der Inbegriff des deutschen Rocks - auch im Alter. Am Samstag, den 30. August 2014, wurde der Musiker und Komponist 65 Jahre alt. Wir gratulieren ihm zu seinem Geburtstag und wünschen uns noch viele weitere Begegnungen mit ihm.

Wenn man ihm persönlich begegnet, dann trifft man auf einen sehr ruhigen, nach-denklichen, introvertierten Mann, bei dem nur sein Äußeres zum Image eines „Rockstars“ passt. Nur wenige wissen, dass Maffay sich gerne als Bio-Bauer betätigt, der eine Bio-Finca auf Mallorca betreibt, auf der er artgerecht Schafe, Ziegen und Kühe hält. Aus der Milch der Tiere werden verschiedene Käsesorten gewonnen. Sonnenblumenbrote werden gebacken. Früchte werden zu Marmeladen verarbeitet und vieles mehr. In einem Hofladen, einem Feinschmecker-Geschäft in Palma und auf der Bio-Finca Homepage können Konfitüren, Öle, Weine, Gewürze und mehr gekauft werden. Mit dem Erlös aus den Verkäufen wird auch ein Teil der Peter-Maffay-Stiftung getragen, mit der er benachteiligten Kindern und Jugendlichen auf die Beine helfen will.

Doch seine Stiftung ist bei weitem nicht die einzige Stelle, an der sich der Rocker politisch und sozial engagiert. Im Rahmen der momentan unter Promis beliebten „Ice Bucket Challenge“ spendete er z.B. 2000 Euro für den Kampf gegen die Nervenkrankheit ALS. Und in seiner Heimat Rumänien engagiert sich der Sänger stark für die Roma. Dort hat er baufällige Häuser aufgekauft, renoviert und ihnen neue Funktionen gegeben. Es gibt jetzt einen Bauernhof, eine Autowerkstatt und ein Ärztehaus.

Im Juni 2012 wurde der Musiker und Komponist von der Evangelischen Akademie Tutzing mit dem Toleranzpreis ausgezeichnet. Akademiedirektor Udo Hahn begründete die Preisvergabe mit den Worten: „Peter Maffay engagiert sich seit vielen Jahren für Toleranz und gegen Rassismus. Mit seiner Stiftung fördert er zahlreiche Projekte im In- und Ausland, die u. a. traumatisierten Kindern sowie Kindern und Jugendlichen mit sozialen Problemen zu Gute kommen. Peter Maffay ist ein überzeugender Botschafter der Toleranz, der Hoffnungszeichen setzt und einen wirksamen Beitrag für soziale Gerechtigkeit leistet.“


Steht für eine weitere Legislaturperiode nicht mehr zur Verfügung: Prof. Dr. Hans-Joachim König
Kandidiert für das Amt der Freundeskreisvorsitzenden: Kulturmanagerin Brigitte Grande M.A,

Islam-Tagung des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing und Neuwahl des Freundeskreis-Vorsitzenden sowie des Konvents 

Wer sich selbst und andere kennt, wird auch hier erkennen: Orient und Okzident
sind nicht mehr zu trennen
.“ (J. W. v. Goethe, West-östlicher Divan)

So positiv charakterisierte einst Johann Wolfgang von Goethe im West-östlichen Divan die Beziehung zwischen den beiden Kulturkreisen. Die heutige Situation stellt sich allerdings vollkommen anders dar. Sie ist bestimmt von Vorbehalten gegenüber „dem“ Islam als Hemmnis für Entwicklung sowie gegenüber einer nicht-demokratischen, instabilen, islamisch-arabischen Welt.

Die Sommertagung des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing will in der Tagung 

Orient und Okzident.
Dialog oder Kampf der Kulturen
5. bis 7. September 2014 


in einem historischen Längsschnitt die Beziehungen zwischen Orient und Okzident in Bezug auf kulturelle und religiöse Gemeinsamkeiten, auf den Prozess des Kultur- und Wissensaustausches sowie auf den Kampf der Kulturen (Wirtschaften) und Religionen behandeln.    
Anmeldung über: Eveline Kuthe, Tel.: 08158 / 251-130, Email: kuthe@ev-akademie-tutzing.de

Während der Tagung findet am Samstag, den 6. September 2014, um 14.00 Uhr, die Mitgliederversammlung des Freundeskreises statt, auf der über den Vorsitz neu entschieden wird. Der bisherige Amtsinhaber, Prof. Dr. Hans-Joachim König, steht nach acht Jahren für eine weitere Legislaturperiode nicht mehr zur Verfügung. Für seine Nachfolge kandidiert die Kulturmanagerin Brigitte Grande M.A., die seit 2014 als Referentin für Kultur, Museum, Vereine und Erwachsenenbildung dem Tutzinger Gemeinderat angehört.

Darüber hinaus müssen auch sechs Personen für den Konvent des Freundeskreises neu gewählt werden, der die Geschäfte zwischen den Mitgliederversammlungen führt. Die Ergebnisse der Wahl werden um 18.30 Uhr in der Rotunde der Akademie bekannt gegeben. Hierzu laden wir die Vertreter der Medien ebenfalls herzlich ein.


Ein ganzes Wochenende mit einer bekannten Persönlichkeit verbringen zu dürfen und sich mit ihm oder ihr über Gott und die Welt zu unterhalten, wer hätte sich das nicht schon einmal gewünscht? Das neue Tagungsformat „Lebenswerke“ der Evangelischen Akademie Tutzing greift dieses Bedürfnis auf.

In der Zeit von Freitag, 10.10.2014, bis Sonntag, 12.10.2014, können maximal sechzehn Personen mit dem SPD-Politiker Wolfgang Thierse (70) in einen Gedankenaustausch treten.

Wolfgang Thierse ist einer der bekanntesten Politiker Deutschlands. Er studierte Germanistik und Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und war in der DDR bis 1989 parteilos. Kurz nach dem Mauerfall, im Januar 1990, trat er der Sozialdemokratischen Partei der DDR (SDP) bei. Wenige Monate später wählten ihn die Genossen zum Parteivorsitzenden.

Nähere Einzelheiten erfahren Sie -> hier.



Lesen Sie mehr in der Chronik 2014

 



Aktuelle Informationen zu unserer Arbeit im vergangenen Jahr entnehmen Sie bitte unserer Jahreschronik 2013.

ROTUNDE - Blog der Akademie

Auch im Bereich unseres neuen Blogs sind Sie herzlich eingeladen, das Geschehen an der Akademie aktiv mitzuverfolgen.

Wir freuen uns auf Beiträge, Kommentare und interessierte Fans!

Zu dem Blog gelangen Sie hier.

Bildergalerien:



Kammerkonzerte mit dem BR

In der kommenden Saison 2014/2015 werden im Musiksaal von Schloss Tutzing wieder die Solisten aus dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Kammermusik zu erleben sein. Die Konzerte finden jeweils sonntags um 18.00 Uhr statt.

Nähere Einzelheiten erfahren Sie hier



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Videos und Audios

Vorschau:

DASEINS_RÄUME
24. - 26. Oktober 2014

Die Sehnsucht nach anderem Leben ist groß. Zugleich produzieren und konsumieren wir rasend weiter. Was sind neue, konkrete Frei_Räume und Wunsch_Räume erfüllten Lebens? Wo stehen wir und wo steuern wir hin? Werkbund



MENSCHEN AM LEBENSENDE BEGLEITEN - SEELSORGE UND ETHISCHE BERATUNG IM HEIM - Diese Veranstaltung wird verschoben!
24. Oktober 2014

Fortbildung im Format eines Kurses der "Klinischen Seelsorgeausbildung KSA". Kursdauer: Dezember 2014 bis September 2015

IT'S ABOUT EUROPE - IT'S ABOUT EDUCATION- Diese Tagung ist abgesagt!
27. - 29. Oktober 2014

Wie entwickeln sich europäische Zivil- und Wissensgesellschaften? Und welche Bedeutung kommt dabei der kirchlich verantworteten Bildungsarbeit zu?
Bildungskonsultation der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa
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Neben den Kammerkonzerten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks finden in der Evangelischen Akademie Tutzing auch Konzerte der Tutzinger Brahmstage sowie der Musikfreunde Tutzing e.V. statt.